Rahm, Samuel. — Rahn, Hans Rudolph. p. 212. zuwerden wird. Er hat nicht durch Herausehung irgend einer pit- toresken Scene aus einem Gedichte bloss menschlich rühren, son- dern zugleich das Ganze des Gedichtes belehrend und erhebend vor die Seele führen wollen: Der Kern der Handlung bleibt die Fabel vom rinnenden Blute; Hagen ist als Thäter das schauerliche Centrum der Geschichte und des Bildes. Sein Kopf ist unstreitig der Ausdruckvollste am Ganzen; er ist individuell mit Grossheit, übereinstimmend mit allen Bedingungen erfunden, und wahr dabei. Dieser Kopf allein würde das Talent des Künstlers verbürgen. Ha- gen und Chriemhild sind eigentlich das Bild, welches sich aber auch in den übrigen Theilen klar und vollkommen ausspricht. Vortrefflich ist auch sein Gemälde mit Prometheus , der die Pandora zurückweiset, und das Bild eines Weibes, welches ihr Kind dem Löwen entreisst. Im Jahre 1830 malte er den Tod der Löwin, Mantred in der Schlacht von Benevent, und bewies auch hierin sein grosses Talent für Auffassung historischer Monumente. Seine Bilder sind von schlagender Wirkung, da dem Künstler auch die Gabe der Farbe in gleichem Grade innewohnt, Rahm, Samuel , Maler, wurde 1812 zu Willich bei Crefeld gebo- ren, und an der Akademie in Düsseldorf zum Künstler herange- bildet. Er widmete sich unter Schadow's Leitung der Historien- malerei, ohne das Genre gerade auszuschliessen. Auch Bildnisse malt der Künstler, in jeder Hinsicht sehr lobenswerte Werke. Rahn, Johann Joseph, Landschaftsmaler, geboren zu Zürich 1769, machte seine Studien in Dresden, ging dann zur weiteren Ausbil- dung nach Italien, und endlich wieder in sein Vaterland zurück, wo er den Ruf eines vorzüglichen Künstlers erwarb. Er copirte mehrere Bilder von Ruysdael, neben andern die berühmte Hirsch- jagd in Dresden, dann nach Potter, van der Neer u. s. w., übte sich aber mit eben so grossem Eifer auch im Zeichnen nach der Natur. Seine getuschten oder in Aquarell ausgeführten Zeichnun- gen sind sehr zahlreich, einige derselben im Kupferstiche bekannt. Hahn stach vier Blätter für den Frauenholz'schen Kunstverlag, die Bild des Titus, den Tempel der Sonne, jenen der Minerva Me- dica, und den St. Lazarusbogen. Vier andere Blätter, von Hahn nach Gemälden dieses Künstlers gestochen, bieten schöne Ansich- ten der italienischen Schweiz, als: Vue de Crevola et du Simplon, Passage souterrain de 450 pieds percé dans le roc, Pont sur la Veriola-pres de Crevola, Vue du passage souterrain pres de Ta- vernettes, vier vorzügliche grosse Aquatintablätter. Vier andere Blätter, braun oder colorirt, schildern die 1807 den höchsten An- theil erregenden Schreckensscenen von Lowerz und Goldau. Die Gemälde dieses Künstlers bestehen in Ansichten von Seen, Wasserfällen, Thälern und Gebirgen, lauter Bilder, die mit gros- sem Beifall aufgenommen wurden, Rahn, Hans Rudolph, Kupferstecher, wurde 1801 zu Zürich ge- boren, und daselbst von Lips in den Anfangsgründen unterrichtet. Später begab er sich nach München, um unter Professor Amsler sich weiter auszubilden, und der Erfolg war ein so glücklicher, dass Rahn jetzt zu den vorzüglichsten Künstlern seines Faches gezählt werden muss; Anfangs stach er mehrere kleinere Blätter für Buch- händler, in München für die Cotta'sche literarische Anstalt, nach Kaulbach's Zeichnungen, und dieser berühmte Meister erklärt ne- ben Merz und Thäter unsern Rahn für den besten Stecher seiner Werke. Proben seiner Kunst findet man in den illustrirten Aus-
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