Queboorn, Crispian van den, Zeichner, Maler und Kupferstecher , wurde um 1600 im Haag geboren, und daselbst zum Künstler gebildet. Seine Lebensumstände sind unbekannt, man kennt, ausser einigen grossen, eine bedeutende Anzahl kleiner Blätter von ihm, die gewöhnlich in literarischen Werken und auch einzeln vorkommen. Darunter sind Bildnisse, die in Auffassung und in der technischen Behandlung Lob verdienen. Dass Queboorn auch Maler gewesen, sagt die Geschichte nicht; von Rumohr und Thiele, Geschichte der königl. Kupferstichsammlung in Copenhagen S. 88, glauben aber, dass er Ansprüche auf den Titel eines malenden Kupferstechers machen könne. Zu dieser Annahme berechtigt sie namentlich No. 1. Auf mehreren seiner Blätter steht ein Monogramm. Die Bildnisse von No. 1 — 6 heben die genannten Schriftsteller besonders hervor, von untergeordnetem Belange sind die historischen Blätter.
Ein grosses Bildniss, mit der Schrift im Unterrande: Henrico Dathine Comiti a Turri Baroni de Vallesassina et Creutz Generali locum tenenti hanc ipsius effigiem a Crispino van den Queboren ad vivum depictam ab eodem coelo hac forma expressam dedicat consecratque ipse pictor et sculptor. Anno Dni. 1624. Zur Rechten, in der Ecke, steht klein: A. M. f°cet, was nach von Rumohr und Thiele auf den Latinisten zu beziehen ist, welcher dem Maler die Schrift an-gegeben hat. In der Jahrzahl fehlt durch ein Versehen ein e denn sie will 1624 sagen. Dieses Bildniss beurkundet den Künstler zugleich auch als Maler, wie wir schon nach von Rumohr und Thiele erwähnt haben. Diese beiden Schriftsteller bemerken auch noch, dass darin der Grabstichel mit derjenigen Festigkeit geführt sei, die nicht aus Gewohnung, vielmehr nur aus klarer Anschauung des Gegenstandes, aus deutlichem Bewusstsein des Beabsichtigten entstehen kann. Das Blatt verräth wenig Methode. Im Barte hatte der Künstler versucht, durch Aussparung schon weisse, an andern Stellen durch Nachschärfung wiederum sehr dunkle Haare auszudrücken, was nicht durchhingegangen ist, und einige Verwirrung hervorbringt. Im Ganzen ein edler, lebendiger Kopf, dessen allgemeiner Ton eine gewisse malerische Klarheit hervorbringt. H. 15 Z. 5 L., r. 10 Z. 7 L.
Fredericus D. G. Rex Bohemiae com. pal. etc. Crisp. Quebornius delin. et sculps. ao 1622. H. 8 Z., Br. 5 Z. 4 L.
Elisabetha D. G. Regina Bohemiae etc. Das Gegenstück, ohne Bezeichnung, beide mit vieler Zartheit gestochen, besonders der Kopf der Königin, etwas kräftiger der König.
Fridericus Henricus D. G. princeps Aur. Comes Nass.,
8 Z., Br. 5 Z. 4 L.
Amalia de Soum, dessen Gemahlin, und Gegenstück mit dem Namen des Künstlers, wahrscheinlich Copien nach den Blättern des C. Visscher nach G. Honthorst,
Ferdinand von Oesterreich, Infant von Spanien, Gouverneur
Maria, Prinzessin von England, Gemahlin des Prinzen Phi- lipp von Nassau, nach van Dyck, in ovaler Einfassung, mit der Umschrift: Anno aet. suae 10, 1641, fol.
Der Admiral W. H. Tromp, aet. 41 a. 1630, nach J. de Vlieger, fol. —
Volckerus d'Osterwyck, Ministre de la parole de Dieu à Delft, nach Palamedes, fol.
Johannes de la Cave: Rien ne m'étonne, C. Queborn d.
Leonhard Fodineus, Pastor zu Delft, nach Palamedes, fol.
Dionysius Spranck Husius etca. C. V. Queborn pinx. et sc. S. Kloel exc. Oval, fol. )
Constantine de Haen, nach Chr. Queborn, kl. 4. Selten. —
Die Anbetung der Hirten, oder die Geburt Christi. Ecce jacet ... et, nach H. van Balen. Crispin v. d. Quebo- ren sc. A. Waester excud, Schöne Composition, im Cha- rakter des Rubens, fol.
Embleme für Bücher, nach J. Hessels.
Die Blätter der Academie de l'Espce, par Thibault. Bru- xelles 1628, fol.
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