Quaglio, Lorenz von

Quaglio, Lorenz von, Architekt und Maler, 1730 zu Laino in

Ober-Italien geboren, erlernte die Anfangsgründe der Kunst von seinem Vater Gio. Maria, und als er mit diesem nach Wien ge- kommen war, setzte er an der Akademie daselbst seine Studien fort. Im Jahre 1750 berief ihn Churfürst Carl Theodor nach Mannheim , wo Quaglio bis zum Jahre 1772 verschiedene Bauun- ternehmungen leitete, in dem bezeichneten Jahre aber unternahm er eine Reise nach Italien , um in Rom , zu Pompeji etc. die Ueberreste der alten römischen Bauwerke zu zeichnen, und dann auch, so wie später in Neapel , die Werke der neueren Baukunst zu studiren. Im Jahre 1778 kam er mit seinem Churfürsten als Hofarchitekt nach München , wo er in der Folge den Titel eines churfürstlichen Rathes erhielt, in den Adelstand erhoben wurde, und bis 1800 thätig war. In diesem Jahre wurde er in den Ruhe- stand versetzt, und Julius Quaglio an seine Stelle berufen. Im

*) Ueber mehrere der folgenden Künstler gibt Dr. Lucanus im Kunstblatte 1836 No. 71 und 72 Nachricht, und Dr. Sölty hat diese Angaben in seiner Schrift über die bildende Kunst in München 1842 S. 322 ff. benützt. Wenn wir in den

folgenden Artikeln Zusätze geben, so haben wir sie aus archivalischen Papieren entnommen, und durch anderweitige Forschungen gewonnen.

  1. Das Innere eines Tempels mit doppelter Bogenstellung mit einer großen, oben offenen Rotunda, fol.

  2. Eine unterirdische Gruft von einer Lampe beleuchtet, im östlichen Gewölbe vor dem Sarge ein betendes Mädchen, u. f.

  3. Mehrere Ruinen, links zwischen denselben eine Statue auf einem runden Piedestal, L. v. Quaglio invenit et d. — G. M. D. Quaglio D. et E. 1790, gr. qu. fol.

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