Quaglio, Giovanni Maria, Architekt und Maler, wurde 1772 zu Launo geboren, und von seinem Vater, dem obigen Künstler, in den Anfangsgründen unterrichtet, worauf er in die Schule des H. Boos kam, wo er in kurzer Zeit solche Fortschritte machte, dass ihm der Churfürst Carl Theodor eine Pension verlieh, um in Rom seine Ausbildung zu vollenden. Er zeichnete da unter Leitung des päpstlichen Baumeisters Cav. San Simone die vorzüglichsten Gebäude Roms, versuchte sich auch in eigener Construction, und nachdem Quaglio in Rom seine vorzüglichsten Studien gemacht hatte, begab er sich nach Neapel , um auch daselbst die Hauptwerke der Baukunst kennen zu lernen, und die antiken Denkmäler der Umgegend zu zeichnen. Bei dieser Gelegenheit fiel er sardinischen Wörbern in die Hände, und war so lange zum Militärdienste gezwungen, bis der Churfürst von Bayern seine Freiheit ermittelte. Nach seiner Rückkehr hielt sich der Künstler einige Zeit in Mannheim auf, wurde aber 1790 an Anton Pinchet ti's Stelle als Hoftheatermaler in München angestellt, und trug als solcher viel zum Glanze der Bühne bei. Im Jahre 1803 erhielt er die Stelle eines Professors der Zeichnungs- und Kriegsbaukunst an der damaligen Militärakademie in München, 1805 wurde er Ober-Ingenieur beim technischen Central-Strassen- und Wasserbau-Bureau, trat er in Kriegsdienste, und wurde zuletzt Hauptmann der königlichen Nationalgarde II. Classe, als welcher er starb. Im Jahre 1811 gab er eine praktische Anleitung zur Perspektive und Anwendung auf die Baukunst heraus. Dieses Werk erschien in Mitterer's Kunstanstalt.
S. Gassner stach nach ihm vier effektvolle Aquatintablätter, äussere und innere Ansichten von ägyptischen Begräbnisshallen bei Fackelbeleuchtung, qu. fol.
Quaglio selbst hat einige Blätter in Aquatint gestochen. Das im Artikel seines Vaters No. 3 erwähnte Blatt gehört ihm wahrscheinlich dem Stiche nach an.
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