Quaglio, Domenico

Quaglio, Domenico, Architekturmaler und Radierer , der berühm- teste Künstler dieser Familie, 1787 zu München geboren, sollte nach dem Willen seines Vaters, des Joseph Maria Quaglio, den Wissenschaften sich widmen; allein die seiner Familie gleichsam angeborene Neigung zur Kunst sprach sich so entschieden aus, dass der Vater mit ihm den Unterricht in der Perspektive , Baukunst und Theatermalerei beginnen musste. Mit seinem sechzehnten Jahre war er bereits ein fertiger Decorationsmaler, und beschäftigte

sich von dieser Zeit an elf Jahre hindurch mit der Theatermalerei , im Jahre 1810 gab er aber seine Stelle auf, um sich mit ganzem Fleisse der Ölmalerie widmen zu können, worin er in der Folge einen europäischen Ruf erlangte. Quaglio hatte schon frühe jede Mussstunde des Tages zu Landschaftsstudien nach der Natur be- nutzt, Abends nach den Modellen in der Akademie gezeichnet, und die übrige Hälfte seiner Abendstunden mit Versuchen im Ra- diren und Lithographiren sich beschäftigt. In ersterer Hinsicht verdankte er dem Hofkupferstecher Mettenleiter und dem Profes- sor C. Hess zeitige Fortschritte, und in letzterer Weise ging ihm Professor Mitterer voran. Seine ersten um 1810 lithographirten Blätter , Begräbnissorte vorstellend, gehören zu den frühen gelun- genern Proben dieser damals noch jungen Kunst. Eine bestimm- tere Richtung erhielt seine Neigung endlich durch die Bemühun- gen des Angelo Quaglio, der für das berühmte Boisserge'sche Werk über den Cölner Dom zeichnete, und von dieser Zeit an erwachte in Domenico eine solche Vorliebe für die Architektur des Mittel- alters, dass eine Landschaft, in welcher alterthümliche Gebäude dieses Stiles fehlen, zu seinen seltensten Werken gehört. Zuerst zeichnete er die mittelalterlichen Gebäude in Freising, Moosburg, Landshut und Regensburg, und unter den Gemälden, welche er nach jenen Zeichnungen ausführte, steht die Ansicht des Regens- burger Domes oben an. Dieses Gemälde erregte damals allgemeine Aufmerksamkeit, und auch die des Königs Maximilian, welcher das Bild für seine Privatsammlung in Tegernsee kaufte, und den Künstler ermunterte, seine Kunst vorzugsweise dieser Darstellung zu widmen. Quaglio malte von dieser Zeit an eine ganze Reihe von solchen ehrwürdigen, mittelalterlichen Baudenkmälern, mehrere im Auftrage des Königs, welche Höchstderselbe an verschiedene Höfe verschenkte. Er hatte den Künstler auch zu seinem Hofma- ler ernannt, und da ihm dadurch ein angemessener Gehalt zufloss, konnte er mit um so grösserer Lust seiner Lieblingsneigung nach- hingen. Er unternahm verschiedene Reisen in Deutschland, an den Rhein, nach den Niederlanden, nach Frankreich, Italien und der Schweiz, und von den Domen, Kirchen und anderen interes- santen Gebäuden, Strassen und Plätzen, die er bei dieser Gelegen- heit zeichnete, führte er mehrere in Öel aus; andere liegen uns in lithographirten Blättern vor, theils von ihm selbst, theils von anderen Künstlern gezeichnet, eine Sammlung, die ausser der künstlerischen Behandlung auch desswegen von hoher Wichtigkeit ist, weil dadurch der Nachwelt getreue Abbildungen von ehrwür- digen Denkmälern der Vergangenheit erhalten sind.

Im Jahre 1830 unternahm Quaglio im Auftrage eines Englän- ders eine Reise nach Italien, um die daselbst befindlichen alten Bauwerke vom 5. bis 12. Jahrhunderte zu einem grossen architek- tonischen Werke aufzunehmen. Er besuchte zu diesem Zwecke

Verona, Venedig, Ravenna, Rimini, Ancona, Lucca, Orvieto, Flo- renz, Siena, Rom u. s. w., und zeichnete gegen 120 Gebäude mit Grundplanen und Details, | Seine herrlichen Gemälde lassen uns in bewunderungswürdiger Genauigkeit, und in allem Zauber der Perspektive die grossen Mas- sen der Dome zu Köln, Ulm, Regensburg, Strassburg, Bamberg, zu Freiburg in der Schweiz und in Breisgau, zu Rouen, Rheims, Lausanne, Thann, Marburg, Orvieto u. a. w. bewundern; andere Gemälde zeigen äussere und innere Ansichten von kleineren mitt- telalterlichen Kirchen, Grüften, Schlösser und Burgen, Rathhäuser, öffentliche Märkte und Strassen mit merkwürdigen Gebäuden, Säle und Hallen, Thore etc. Im Besitze des Königs Ludwig von Bayern befinden sich die Bilder der Dome zu Regensburg, Worms und Or- vieto, und der Kronprinz Maximilian hat Ansichten seines romanti- schen Schlosses Hohenschwangau, wie es war und gegenwärtig ist, und in der Leuchtenberg. Gallerie sieht man das Bild des Doms in Como. Der König von Preussen besitzt ausser den beiden Ansichten des Do- mes zu Ulm und der St. Leonhardskirche zu Frankfurt, so wie des Schlosses und der langen Brücke zu Berlin, Ansichten von Marien- burg, die innere Ansicht des Domes zu Köln und der Hauptkirche zu Lausanne, den Prospekt des Münsters in Strassburg; die Ansichten des langen Markts und des Inneren des Junkerhofes zu Danzig, des Schlosses und Burgzimmers zu Elz an der Elz, und des Markt- platzes zu Halberstadt. Die Kaiserin von Oesterreich kaufte das Gemälde mit dem Heidelberger Schlosse, der Herzog von Cam- bridge die Ansichten des grossen Marktes zu Hannover und des Marktplatzes zu Hildesheim, Bankier Wagner in Berlin die Ansicht des Schlosses Marienburg, jene des Schlosses Rheinstein, des Fisch- marktes zu Antwerpen, des Stiegenhauses zu Kaisersheim bei Fa- ckelbeleuchtung und der Sebalduskirche zu Nürnberg. Professor Dr. Spieker zu Berlin besitzt die Ansicht der Kathedralen zu Thann und Rheims, letztere von der Südwestseite, dann jene von Mar- burg mit der Elisabethskirche, und der Grabmäler der Scaliger zu Verona, wornach Gropius ein grosses und bewundertes Diorama ausgeführt hat. Die herrliche Ansicht des Rathhauses zu Löwen kam zu Frankfurt in Privatbesitz, die Ansicht des Münsters zu Freiburg erwarb Herr von Quandt in Leipzig, Herr Brockhaus daselbst die Ansicht des Canals zu Brügge, Dr. Lucanus in Hal- berstadt jene der Kathedrale zu Rheims mit den Thürmen und dem Portale, und überdies gibt es noch mehrere andere treffliche Bil- der dieses Künstlers, die wir nicht aufzählen können. In seinem Nachlasse befand sich die höchst malerische Ansicht von Marien- burg von der Wasserseite, mit der alten Kirche, dann eine Ansicht der Churfürstenbrücke und des Schlosses in Berlin, die einzig vollendete Arbeit im Nachlasse des Künstlers. Sein letztes Ge- mälde ist die Ansicht des Schlosses Wüstenstein. Diese letzte Zeit seines Lebens nahm die Wiederherstellung und Ausschmückung des alten Ritterschlosses Hohenschwangau fast allein in Anspruch. Kron- prinz Maximilian hatte dazu vor allen diesen Künstler ausersehen, da er wohl wusste, dass wenige so tief in den Geist des mittelal- terlichen Bauwesens eingedrungen waren, als Quaglio. Diese Burg steht jetzt in allen Reizen der Romantik da, doch sah der Meister die liebliche Blume nicht mehr in ihrer vollen Entfaltung, da er inmitten seiner neuen Schöpfungen 1837 vom Tode dahingerafft wurde. Ohlmüller, der Erbauer der herrlichen Kirche in der Au bei München, hatte das Werk nach dem Plane und im Geiste Quaglio's vollendet, aber darauf starb auch dieser Meister in der Kraft der Jahre dahin. Er war Mitglied der Akademien zu Mün-

Quaglio, Domenico. Berlin, Leipzig u. s. w. Im Lokale des Kunstvereins zu München ist neben jenen der übrigen Stifter des Kunstvereins seine Büste aufgestellt.

Domenico Quaglio ist der erste, welcher in neuer Zeit die Ar- chitekturmalerei wieder zu jener Stufe erhob, auf welcher wir sie bei den berühmtesten früheren niederländischen Meistern bewun- dern. Quaglio übertrifft diese sogar noch in der perspektivischen Zeichnung, und in der Wahl und Auffassung der Gegenstände, in welchen sich Erfindungsgeist und reiner poetischer Sinn ausspricht. Quaglio suchte stets im Bilde den Eindruck festzuhalten, welchen die von ihm dargestellten Bauwerke auf das Gemüth des Beschauers hervorbringen, aber sein schaffender Geist sah nur mit Wehmuthe den nagenden Zahn der Zeit, und daher half der Künstler seinem inneren lebendigen Gefühle für Vollkommenheit und malerische Schönheit gemäß gerne den Mängeln nach, wodurch jene herr- lichen Denkmäler an ihre Hinfälligkeit erinnern. Seinen Darstel- lungen fehlt es daher nie an Reiz und schlagender Wirkung, es gab aber immerhin einige Critiker, welche, wenn auch leise, Klage erhoben, dass seine Darstellungen nicht immer ganz treu seyen, Auch in klarer, durchsichtiger Behandlung und feiner Abstufung der Farben wollten Einige die berühmten niederländischen Meister des Faches vorziehen. Allein auch in dieser Hinsicht hat Quaglio einige ausgezeichnete Bilder geliefert. Einen anderen Theil seiner Werke machen die Zeichnungen aus, die gewöhnlich mit dem Stifte ausgeführt sind, wenige in Aquarell, da ihm diese Manier nicht so geläufig war. Seine Behandlung mit dem Stifte ist aber eine ganz eigenthümliche. Der Kronprinz Maximilian von Bayern besitzt eine grosse Anzahl solcher Zeichnungen, Ansichten ver- schiedener Burgen und Ruinen in Franken und Schwaben, solche von Hohenschwangau u. a. Poppel hat die Ansicht dieser romantischen Burg trefflich in Stahl gestochen, und auch in kleineren Abbildungen ist sie vorhanden. Domenico Quaglio hat zwei seiner berühmteren Bilder lithographirt, die Dome zu Thann und Rheims. Kraus lithographirte den Dom in Rouen, J. Hahn den Münster zu Freiburg in der Schweiz, lauter grosse Blätter. Von Borum lithographirt haben wir eine Folge grosser Rhein- und Maasansichten: Trarbach, Stadtmauer zu An- dernach, Huy an der Maas, Amthaus zu Ellfeld, Uerlingen am Bo- densee. Die kleinere Folge von Rhein- und Moselansichten ent- hält: Korden, Boppard, Kirche zu Alken, Oberlahnstein, Schloss Eltz, Schloss Laggnau, Bergmann lithographirte den langen Markt in Danzig, und den Marktplatz in Nürnberg, Otto Hermann die Burg Rheinstein, J. Tempelstädt Marienburg an der Nogat, W. Scheuchzer den Rathhaushof in Basel. Dann haben wir von Quaglio selbst verschiedene lithographirte und radirte Blätter, von welchen die ersteren zu den sogenannten Originallithographien, die anderen zu den vortrefflichsten Erzeug- nissen ihrer Art gehören.

Lithographien. 3) Denkmale der Baukunst des Mittelalters im Königreiche Bayern, Gesammelt und gezeichnet von D. Quaglio. Müne- chen 1816. 12 Blätter mit Ansichten des Portals der Stift- kirche in Moosburg, des Portals des Schottenflosters in Regensburg, der alten Gruft im Dome zu Freising, und Säulen und Capitäle jener alten Gebäude, fol. und qu. fol.

Kirchhof in Nürnberg. 11) St. Martin in Landshut. 12) Mar- garethencapelle zu Nürnberg. 13) St. Clemens in Bingen. 14) Templerhof zu Bacharach. 15) Wernerkirche in Ober- wesel. 16) Dom in Frankfurt. 17) Münsterportal in Ulm, 18) Rathhaus daselbst. 19) Nürnberg und Festung Salz- burg. 20) Kirchhof daselbst.. 21) Gewölbe des Münsters in Strassburg. 22) Elz an der Mosel. 23) Paulsthor in Basel, 24) Frauenkirche bei Andernach. B. 1) Pfarrkirche zu Boppard. 2) Kirche zu Kiedrich im Rheingau. 3) Stifts- kirche in Oberwesel. 4) Kirche zu Kobern an der Mosel, 5) Ruine Godesberg. 6) Taufhalle im Dome zu Mainz. 7) Thérat;ach. 8) Stadtmauer zu Andernach, 9) Rathhaushof in Basel. |

  1. Der Marktplatz zu Nürnberg mit einer Prozession, in we- nigen 1Abdrücken vorhanden, da der Stein zerbrach, gr roy. fol.

  2. Der Dom in Regensburg, gr. roy. fol.

  3. Der Dom zu Freiburg in Breisgau, gr. roy. fol.

  4. Der Münster in Ulm, gr. roy. fol.

  5. Der Münster in Basel, gr. roy. fol.

  6. Der Einsturz der Isarbrücke bei München 1813, gr. qu. fol.

I Radirungen, in das grosse und kleine Werk des Künstlers getheilt. Viele Blätter sind selten, da die Platten nach wenigen Abdrü- cken abgeschliffen wurden.

  1. Ansichten merkwürdiger Gebäude in München, gez. u. rad. I, Heft 1811: 1) k. Residenz, 2) der alte Hof, 3) Altenhof- kirchc, 4) St. Michael, 5) U. L. Frauenkirche, 6) St. Peterskirche; II. Heft: 1) k. Residenz, 2) Schranenplatz, 3) Isarthor,
  2. Sendlingerthor, 5) die Trausnitz bei Landshut, 6) Heil. Blut bei Kelheim. Im ersten Drucke vor der Aufschrift der Blätter sehr selten. Im zweiten Drucke mit der Schrift, und im dritten dazu * Zeller's Adresse. Diess ist das grosse Werk.
  3. Eine gothische Halle, mit zwei Spitzfenstern, welche die Aussicht auf Bäume gewähren. In Mitte der Halle erhebt sich eine Säule, an welcher ein Ritter lehnt, Eine weibli- che Figur kommt die Treppe herab, links steht ein Ritter mit seiner Dame, und am Rande der Platte sitzt ein Kna- be. Dom. Quaglio inv. fece 1807. H.5 Z.6L., Br. 4 Z. 8 L.
  4. Eine vorgothische Kirche am See, links unter hohen Bäumen ein Haus, rechts kleinere Bäume. Auf dem Wasser ist ein Mann mit dem Kahne. Mit dem Namen des Künstlers, H. 4 Z. 4 L., Br. 60 Z.
  5. Baumreiche Landschaft mit Gebäuden nach links hin ste- hend, mit abschüssigen Dächern nach der entgegenschen- den Seite; rechts treibt ein Bauer zwei Kühe am Kornfahre

Quagliö, Domenico. » 6un rechts an der Mauer «ind zwei andere mit Pferden. ÄV._ 14) 15 —” Copie nach Boissieu, ohne Namen. H. 3 Z. 11 L., Br. 4 Z. 10 L. Sehr selten, da die Platte abgeschlifen wurde. Baumreiche Gegend mit einem Kloster zur Rechten, wo man den spitzbogigen Eingang desselben sieht. An der langen Mauer in der Nähe desselben sitzt ein Mönch im Buche lesend. D. Quaglio inv. fec. H. 4 Z. 9 L., Br. 4 Z. 10 L. Eine gothische Kirche mit thurmähnlichem Erker, da wo ein anderes Gebäude mit abgestuftem Giebel mit derselben sich verbindet. Links unter dem Thor zum kleinen Ge- bäude geht ein Mann mit seinem Kinde, unter dem Cruci- fixe an der Mauer sitzt ein Weib bei dem Kinde, rechts gehen zwei Männer mit dreispitzigen Hüten beim Thor zum grösseren Gebäude vorbei, und weiter nach rechts sitzt neben der Mauer ein Mann am Tische. Dom. Quaglio inv. fec. 1806. H. 4 Z. 11 L., Br. 3 Z. 5 L. Italienische Gebäude innerhalb einer Mauer, die sich am Wasser die ganze Breite des Blattes hinzieht. Rechts in der- selben ist eine Nische mit einer Vase, gegen den Mittel- grund hin. ist ein Thor, unter welchem eine weibliche Fi-

gur steht, und da, wo nach links hin die Gebäude aufhö- ren, erhebt sich ein grosser Baum. Links an der Mauer steht eine Sphinx. Domen. Quaglio inv. fec. 1804. Rechts am Rande steht No. 1. H. 4 Z. 4 L., Br. 5 Z. 6 L. Eine grosse gothische Halle, welche die Aussicht auf das im Garten stehende Schlossgebäude gewährt. Links unter dem Bogen, der in das grössere Gebäude zu führen scheint, steht ein Knappe mit der Hellebarde. Links steht: 180, — Dom. Quaglio fec. 1807. H. 4 Z. 4 L., Br. 3 Z. 8 L. Selten, da die Platte abgeschliffen wurde. Italienische Gebäude, von welchen das grössere zur Linken ein rundbogiges, geschlossenes Thor hat. Dem Hauptthore zu nach rechts hin zieht eine Prozession von wenigen Fi- guren über die Brücke, Rechts sieht man das Wasser und Bäume im Vorgrunde neben der Brücke, D. Quaglio inv. fec. 1806. H. 4 Z. 3 L., Br. 5 Z. 5 L. Der Hof eines gothischen Gebäudes, wo die in Mitte des Blattes sich erhebende Säule das Dach trägt. An beiden Seiten der Säule gehen Wasserstrahle in Becken, und hin- ten schliesst eine Arkade die Aussicht auf grössere Gebäude, von welchen man nur die Dächer sieht. Rechts am gothisch verzierten Eingange ist der Ritter mit seiner Dame, die ei- nen Knaben an der Hand hält. Links kommt ein Mann und eine Frau von den Bäumen her. Dom. Quaglio inv. fec. 1807. H. 5 Z. 10 L., Br. 4 Z. 7 L. 6 Landschaft mit mehreren Bäumen, rechts erhebt sich der grosse Baum, in dessen Nähe das Weib mit einem Knaben sitzend bindet; links geht ein Mann mit dem Bündel auf dem Rücken über den Steg nach den Gebäuden des Grund- stückes zu, An der grösseren Hütte sind Baumstämme. D. Quaglio fec. H. 5 Z. 11 L., Br. 4 Z. 5 L. Landschaft mit Bäumen und Unebenheiten. Rechts vorn geht ein Weib mit dem Korbe auf dem Kopfe auf den Mann zu, der in kurzer Entfernung auf dem Hügel sitzt. Links stehen auf einer Erhöhung fünf Bäume, von welchen Jener gegen den Mittelgrund zu der grösste ist.

  1. Landschaft mit vielen Bäumen, welche die Breite des Bild- blattes einnehmen, Links kommen drei Jäger; heraus, und rechts vorn ist ein Wassertheil. Daselbst ragt ein runder Turm über den Bäumen empor. D. Quaglio 1807 fec, 1810,

H. 3 Z. 3 L., Br. 4 Z. 10 L. ,

  1. Baumreiche Landschaft mit einem hohen gothischen Ge- bäude zur Linken, über dessen Thor eine Altane sich zeigt. Der mit den Aesten an das Gebäude reichende Baum ist der grössere, und zwischen diesem und einem kleineren sieht man zwei Personen, die aus dem Walde herauskommen, D. Quaglio inv. fec. H. 3 Z. 5 L., Br. 4 Z. 2 L.

  2. Eine von Bäumen umgebene Kirche mit einem Sattelturm, Der Thurm ist mit einer Uhr versehen, im Giebel des Lang- hauses ist ein rundes Fenster, und der Eingang führt durch ein mit Ziegelrinnen gedecktes Vorhaus. In Mitte des Vor- grundes steht ein Mann bei einem Sitzenden. Der Baum rechts am Rande ist der höchste. D. Quaglio inv. fec. 1808 H. 4 Z. 11 L., Br. 3 Z. 7 L.

  3. Landschaft mit alten Gebäuden zur Linken, an welchen dem Mittelgrunde zu ein runder Thurm sich erhebt. An diesen schliessen sich die Bäume der entgegengesetzten Seite, durch welche sich die Umfangsmauer hinzieht, Am Ufer des den Vorgrund einnehmenden Wassers steht ein Herr und eine Frau, vor welchen zwei Männer sich neigen. Rechts vorn erhebt sich ein hoher Baum. D. Quaglio inv. fec. 1806. H. 4 Z. 4 L., Br. 3 Z. 6 L.

Eine Folge von vier Blättern 1808 geschlössen. Ansicht von Kufstein. H. 2 Z. 14 L.—5 Z., Br. 4 Z. 1—2 L.

  1. a. Das auf das Felsen errichtete Schloss, am Fusse dessel- ben das Dorf mit zwei Thürmen. Unten steht: D. Quaglio fec. 1810.

  2. b. Das bereits der Bedachung beraubte Schloss mit einem voll- kommenen runden Thurme. Links geht die Brücke über den Fluss, an dessen Ufer sich einige Gebäude erheben. Links: D. Quaglio fec. 1810; rechts das Monogramm.

  3. c. Das Schloss im Gebirge, zu welchem rechts und links hin- auf Vorwerke führen; rechts unten ist das Dorf mit zwei Thürmen, links unten am Berge, ein Haus. D. Quaglio fec 1810.

  4. d. Das Schloss mit vier runden Thürmen. Am Ufer des Flus- ses nach links hin zieht sich hohes Mauerwerk, und der Kuppelturm ragt zu der Hälfte empor. Im Vorgrunde nach rechts hin ist ein Schiff am Ufer, in dessen Nähe drei Män- ner gehen. Links unten ist der Name des Künstlers etwas undeutlich.

  5. Die Ansicht der Kirche und des Jesuiten-Collegiums in München. Die Kirche reicht rechts bis zum oberen Platten- rand. H. 2 Z. 11 L., Br. 4 Z. 5 L.

  6. Die Ruine eines grossartigen alten Gebäudes, mit einer die ganze vordere Seite einnehmenden Brücke, die über ein einziges Joch hingeht, durch welches Wasser fliesst. Links

Nagler's Künstler-Lex. Bd. XII 10

— r

Quaglio, Domenico:

an derselben, neben dem Baume, ist eine Nische, und über die Brücke, nach der Thüre des rechts sich erhebenden hohen Gebäudes, zieht Volk. Dom. Quaglio inv. fec., H. 4 Z. 3 L., Br. 3 Z. 7 L. *

Ansicht eines gotischen Gebäudes, mit einem grossen Schlag- schatten, der von der oberen rechten Ecke nach der linken unteren geht. Links oben ist eine perspektivisch sich hin- ziehende Reihe von Bogen, die am Thurme endet; unten daselbst ist ein Baum im Lichte und ein Wagen fährt zum Thore des grösseren Hauses heraus. D. Quaglio inv. fec, H. 4 Z. 4 L., Br. 3 Z. 7 L. Die Platte wurde abgeschliffen.

Landschaft mit einem nach rechts ablaufenden Hügel. Links oben erhebt sich eine Baumgruppe, und am Abhange steht ein Haus, Ein Mann kommt bei demselben über den Berg herab. DQ (verschlungen) inv. fec., H. 5 Z. 2 L., Br. 2 Z. 5 L.

Ansicht eines altdeutschen Hauses mit einer Altane, vier Fenstern an der Hauptansicht und mit einem Giebelfenster. Auf der hinteren Seite erhebt sich ein gothischer Thurm, und links vorn ist eine Terrasse mit Bäumen, zur Seite. Vorn in der Mitte gehen zwei Figuren, und auf der Terrasse ste- hen zwei andere, Dom. Quaglio inv. fec. H. 2 Z. 7 L., Br. 3 Z. 8 L. | a

Ansicht eines alten Wohngebäudes, zu welchem eine Brücke führt, über welche drei Personen gehen. Unter der Thüre des Hauses stehen zwei Figuren, und eine andere geht ne- ben der Brücke herab zum Wasser, Rechts sind zwei Bäume, Eben so bezeichnet. H. 2 Z. 4 L., Br. 3 Z. 8 L.

Der Kreuzgang eines Klosters im gothischen Style. Das Gewölbe der Halle wird von zwei Säulen getragen, und durch die Oeffnung hat man die Aussicht auf das rechts sich hinziehende Gebäude mit einer Pforte, und links hin blickt man auf einen mit Bäumen besetzten Platz. Ein durch die schöne Beleuchtung effektvolles Blatt, ohne Namen des Künstlers. H. 4 Z. 2 L., Br. 3 Z. 2 L.

Eine waldige Gegend mit einem Wasserfalle. Dieses seltene Blatt ist ohne Namen, und nicht ganz vollendet. H. 2 Z. 1 L., Br. 3 Z.

Landschaft mit einer Anhöhe, auf welcher links ein mit einer Mauer umgebenes Gebäude mit einem Kuppelthurme steht. Am mittleren Abhange ist der Eingang zu diesen Bauten, mit zwei stehenden Figuren. Weiter nach rechts steht auf dem letzten Hügel ein Baum, und unten am Fusse desselben vier Taxbäume. Links unten sitzt ein Mann bei einer Frau, Ohne Namen. H. 2 Z. 8 L., Br. 2 Z. 11 L.

Ein Trauermonument, nach links unter einer Cypresse; links sitzt auch eine Trauernde an einem kleineren Baume. Rechts oben steht die Zahl 6, und der Name Quaglio links unten. Der Taufname, oder was immer, ist ausgekratzt. H. der Platte 2 Z. 4 L., Br. 1 Z. 9 L.

Landschaft mit einem Gebäude zur Rechten, vor welchem zwei neben einander stehende Bäume stehen. Links ist ein Hügel und Gesträuch. D. Quaglio. H. 1 Z. 8 L., Br. 2 Z. 4 L.

Ansicht einer Art von Tempel, zu welchem eine Treppe führt, und zu den Seiten sind zwei Terrassen mit Gebüsch. Das Ganze sieht man durch einen halbkreisrunden Bogen.

Links D. Quaglio In. fec.,"rechts D, Q. verkehrt. H. 1 Z. (42) Landschaft, mit einem Rundgebäude, das zwischen Bäumen und Gesträuchen sich erhebt, und zu welchem von der Linken her am Vorgrunde hin der Weg sich zieht, Links beiß eing. Baumgruppe und umherum Gesträuche; Am Rande dieser selben Seite sieht man die Spuren des ausgekratzten Na- mens, rechts stehen die Buchstaben D. Q..H. 1 Z. 1 L., Br. 2 Z. 34 L. ı

(43) Ansicht einer kleinen Stadt am Fusse hin, über welchen eine Brücke zum Stadtthore führt. Links ist Gebüsch mit einem Zaun am Wasser umgeben. D. Quaglio inv. fec. H. 1 Z. 1 L., Br. 2 Z. 34 L. ;

(44) Ansicht von Gebäuden, nur mit leichten Strichen angezeigt. Vorn in Mitte des Blattes ist ein rundbogiges Thor, links erheben sich zwei Bäume vor Gesträuchen, Ohne Namen, H. 1 Z. 41 L., Br. 2 Z. 14 L.

(45) Ansicht eines Schlosses links auf dem Berge; über welchem durch das Gebüsch die Treppe führt. Rechts unten ist das Tor, Ohne Namen. H. 1 Z. 9 L., Br. 1 Z. Y L.

(46) Ein Blatt mit zwei Köpfen mit Bart. Der eine zur Rechten ist im Brustbilde mit Gewandung. Der andere zeigt da nur einige Striche. Skizze, ohne Namen. H. 1 Z. 2 L., Br. 1 Z. 5 L.? Selten,

(47) Ein weiblicher Kopf mit dem Schleier, der bis an die Stirne reicht. Skizze, ohne Namen. H. 1 Z. 6 L.? Br. 8 L.? Selten,

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