Putinati, Francesco, Medailleur zu Mailand , wurde um 1775 geboren, und von der Natur mit einem ausgezeichneten Talente begabt, was auch die zahlreichen Werke beweisen, die wir diesem Künstler verdanken. Es sind dieses Medaillen , die in Styl und Behandlung zu den trefflichsten ihrer Art gehören, und äus- serlich erhaben gearbeitete Nachbildungen berühmter historischer Compositionen. Wir haben von ihm auf solche Weise eine kleine Copie des Abendmahles von L. da Vinci, wo in den kleinen Köpfen der Apostel die Verschiedenheit des Charakters recht gut bezeichnet, der perspektivische Hintergrund und die üb- rigen reichen Nebenwerke mit grosser Sorgfalt ausgeführt sind. Später bildete Putinati auch das berühmte Gemälde der Schule von Athen auf solche Weise nach, und 1827 die Ehebrecherin nach Tizian, ein durch Anderlonis Stich näher bekanntes Bild. Von sei- nen durch Reinheit der Zeichnung und Schönheit des Gepräges ausgezeichneten Denkmünzen können wir folgende aufzählen:
Medaille mit dem Bildnisse Papst Leo XII. Restitutori Basilicae Ostiensis, eines seiner vorzüglichsten Werke.
Gedächtnissmünze auf den Maler Giuseppc Bossi, 1818.
Zwei ähnliche Schaumünzen auf den berühmten Bildhauer Antonio Canova, beide preiswürdig.
Medaille mit dem Bildnisse des Grossherzogs von Sachsen- Weimar, im Avers die kleinen gegeneinander gewendeten Profilköpfe des Leonardo da Vinci und Giuseppe Bossi, 1817.
Denkmünze auf den Architekten Rudolfo Vantini, wegen der von ihm erbauten Porta orientale zu Mailand, 1827.
In Silber drei Thaler schwer, eines der herrlichsten Werke dieser Art.
- Medaille auf den Architekten Angelo Casarotti, für die, bei Bassano erbaute Brücke, 1821.
- Medaille auf den berühmten Maler Giovanni Migliara, 1830.
- Eine solche zu Ehren des Marchese Savoriti wegen seines Hauses in der Stadt Vigevano zum Besten der Schulen geschenkten
Die Preismedaille der Akademie von Venedig, mit den Bild- nissen Titian's und Palladio's,
Die Medaille auf das Jubiläum der Heiligsprechung des Ja- hannes von Nepomuk zu Prag, 1820,
Medaille auf die Inauguration des Erzbischofs von Mailand, Grafen von Gaisruck, mit dem Bildnisse des Prälaten in Hochrelief, und der Abbildung des Mailänder Domes am Re- vers. Diese herrliche Medaille findet sich in allen drei Metallen;
Die Schaumünze, welche 1816 zur Begrüssung der Gross- herzogin Louise von Weimar geprägt wurde.
Medaille auf die Jubelfeier der Geburt des Carl Eugen, Her- zog von Würtemberg, des Gründers der Hohen-Carlsschule, mit dem Bildnisse des Herzogs, und der Legende am Re- vers: Carolinae. Conditori. Edocti. Memoures. Grati. XL 1D. Febr. MDCCCXXVIIL Diese Jubelfeier begingen die noch lebenden Lehrer und Schüler der Schule, Putschinin, Matwef, Maler zu St. Petersburg, war Schüler der Akademie daselbst, und ging dann zur weiteren Ausbildung nach Italien. In Rom malte er eine Auferstehung Christi, und Alexan- der bei Diogenes, zwei Bilder, die zu vielen Erwartungen berech- tigten, welche aber in der Folge nicht ganz befriedigt wurden. Putschinin malte wenig, da er als Professor an der Akademie zu St. Petersburg sich viel mit dem Unterrichte beschäftigte, und übereiess an der Tapetenmanufaktur bethätiget war. Starb 1797 im hohen Alter. Puttin, Hans van der, Medailleur, von A. Gulden, dem Fortsetzer der Neudorffer'schen Künstlernachrichten, Putt genannt, war einer der vorzüglichsten Medailleure des 17. Jahrhunderts. H. Reitz jun. ertheilte ihm Unterricht, er übertrifft aber den Meister, was sicher auch mit vielen anderen früheren Kunstgenossen der Fall gewesen wäre, wenn Putt nicht in der Zeit des Verfalls der Kunst gelebt hätte. Er schnitt verschiedene Bildnisse in Stahl, wie jene des Markgrafen Christian Wilhelm von Brandenburg, als Admini- strators des Stiftes von Magdeburg, des Markgrafen Christian von Brandenburg-Culmbach, des Herzogs Friedrich Ulrich von Braunschweig u. a. Dann fertigte Putt auch Büsten in Gyps und Thon, deren ei- nige in Erz gegossen wurden. Seine Erzbüste des Königs Gustav Adolph von Schweden ist eines der Hauptwerke dieser Art. Dann bossirte er auch mehrere kleinere Bildnisse in Form von Medail- lons, die er ebenfalls in Erz gässen liess, und dann ciselirte. Als Bossirer war sein Ruf weit verbreitet. Nicht so glücklich war er mit seinen in Stahl geschnittenen Bildnissen, da er dem Stempel nicht die gehörige Härte zu geben wusste. Es zersprangen ihm mehrere seiner Stempel beim Prägen. H. van der Putt lebte lange in Nürnberg, im Jahre 1650 begab er sich aber nach Cassel, wo er bald darnach starb.
Der seelige Fidelis von Sigmaringen, Mit Dedication an den Prager Erzbischof, Grafen Ferdinand von Khünburg,
Die Vermählung von Joseph und Maria, große These der Universität Prag, unter dem Grafen von Sternberg vertheidigt,
- Von zwei Platten, s. gr. roy. fol.
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