Pulzone, SCIPIONE, Maler von Gaeta, war Schüler von J. del Conte, scheint aber besonders Rafael's und Andrea del Sarto's Werke studiert zu haben, indem aus seinen Arbeiten die Nachah- mung dieser Meister sich kund gibt. Scipione da Gaeta hatte besonders als Bildnissmaler Ruf. Er malte die Päpste Gregor XII und Sixtus V., auch andere hohe Personen zu Rom , Neapel und Florenz, und führte diese Gemälde mit dem grössten Fleisse aus; es gehört aber wohl nur zu den Curiositäten, wenn sich in den Augen die Fensterscheiben spiegeln, wie dies Baglione von Por- traits dieses Künstlers bemerkt. Dann malte er auch Altarbilder, die ihm aber nicht so gut gelangen, und Fiorillo bemerkt, Pul- zone hätte sich unsterblich gemacht, wenn er beim Portraitmalen allein geblieben wäre. Lanzi nennt indessen auch dessen Gekreuzigten in der Vallicella ein Bild von feinstem Geschmacke, und die Himmelfahrt in S. Silvestro auf Monte Cavallo ein Gemälde von schöner Zeichnung, vieler Anmuth in den Tinten und von schöner Wirkung. Auch Zimmerbilder finden sich von ihm, die nach Lanzi für selten und kostbar geachtet werden. B. Thibaut stach nach ihm den Gekreuzigten mit Maria, Johannes und Magdalena.
Pulzone starb um 1600 in Rom, 38 Jahre alt. Punt, Franz, Maler von Schleiss in Tirol; lernte anfangs bei H. Podevi in Schlanders , kam aber dann zu Z. Zeiler, und machte da glückliche Fortschritte. Später ging er zur weiteren Ausbildung nach Wien, starb aber daselbst um 1784, erst 24 Jahre alt. Die- ser F. Punt erregte grosse Hoffnungen, und seines liebenswürdigen Charakters wegen allgemeine Theilnahme. In dieser Hinsicht schildert ihn Meusel, N. Miscellen 167, von der vortheilhaftesten Seite, und auch in artistischer Beziehung wird er gerühmt, indem in seinen Bildern Seele und Ausdruck herrscht, selbst auch in der Zeichnung verdienstlich sind. Seine Färbung ist aber nicht mar- kig, und von wenig Klarheit,
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