Puligo, Domenico

Puligo, Domenico, Maler von Florenz , war Schüler von R. Ghir- landajo, verdankte aber diesem weniger, als dem Andrea del Sarto, welcher Rathgeber und Freund unsers Künstlers war. Er nahm auch vielfach an den Werken Andrea's Theil, wodurch er sich die Weise desselben so zu eigen machte, dass seine Bilder, nament- lich mehrfach vorkommende Madonnen und heilige Familien, nicht selten als Arbeiten del Sarto's galten und noch gelten. Mehrere dürften indessen von diesem Meister gezeichnet seyn; die eigenen Compositionen sind gerade in der Zeichnung mangelhaft. Die Fi- guren sind allzu schlank, mit kleinen Händen und Füssen verse- hen, der Faltenwurf ist von jenem del Sarto's verschieden, und die Umrisse verlieren sich ins Unbestimmte, so dass die Gegen- stände in einen dicken Nebel eingehüllt scheinen. Diese Kennzei- chen gibt Fiorillo an. Colombini stach zwei Bilder dieses Künst- lers, das eine Maria auf einer Erhöhung mit dem Kinde stehend von sechs Heiligen umgeben, das Altarblatt in der Capella Roffia zu St. Magdalena de Pazzi zu Florenz; das andere die stehende Mater dolorosa mit dem Kinde, St. Catharina und einen Heiligen dar- stellend.

Domenico starb 1527 im 52. Jahre. Pulmann, Georg, Bildhauer aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhun- derts. Er war Hofbildhauer des Erzherzogs Carl von Oesterreich, welchen er auch in der Plastik unterrichtete. In diesem Jahre.

wurde er gefährlich krank, erlangte aber seine Gesundheit wieder, und schenkte deswegen eine drei Ellen hohe Marienstatue in die Kirche zu Warta. Dieses erzählt B. Balbin in seiner Kiviva War- tensis. Pragae 1655, p. 255.

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