Puhlmann, Johann Gottlieb, Historienmaler , wurde 1733 zu Potsdam geboren, und daselbst in den Anfangsgründen der Kunst unterrichtet, bis er endlich Gelegenheit fand, zu Rom unter Battoni sich weiter auszubilden. Nach seiner Rückkehr erhielt er (1787) die durch M. Oesterreich erledigte Stelle eines königl. Gallerie-Inspektors in Potsdam, 1790 kam er in gleicher Eigenschaft nach Ber- lin, mit dem Titel eines königl. preussischen Hofrathes, und zu- letzt wurde ihm auch das Rectorat der königl. Akademie übertra- gen. Im Jahre 1790 gab er eine Beschreibung der Gemälde der königl. Bildergallerie und des weissen Saales im königl. Schlosse zu Berlin heraus. Puhlmann malte auch viele Bilder , von welchen jene seiner früheren Zeit nicht immer sehr günstig beurtheilt wur- den. In den Bemerkungen über die Berliner Kunstausstellung von 1788 heisst es, dass der Künstler wenig von Battoni habe; sein Colorit sei bunt, in den ersteren Werken in den weiblichen Ge- stalten weiss und roth, in den männlichen gelb und braun. Erfin- dungsgeist wird ihm aber nicht abgesprochen, nur scheint er in der Anordnung nicht immer glücklich gewesen zu seyn. Diese Ge- mälde bestehen in heiligen und profanen Darstellungen, in Vor- gängen aus der griechischen, römischen und deutschen Geschichte und Mythologie, in Volksscenen, in Landschaften mit verschiede- ner Staffage u. s. w. In der letzteren Zeit seines Lebens lebte Puhlmann wieder in Potsdam, und starb daselbst .
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