Puccio, Pietro di, Maler von Orvieto , ein Künstler , dessen Exi- stenz erst in neuerer Zeit, besonders durch Dr. E. Fürster vollkom- men erwiesen wurde, in dessen Beiträgen zur Kunstgeschichte. Leip- zig 1835, S. 124. Pietro, der Sohn des Puccio, malte an der Nord- wand die Geschichten der Genesis, welche früher dem Buffalmacco zuschrieben wurden und daher auch in C. Lasinio's Prachtwerk über den Campo santo unter dessen Namen gestochen sind. Man sieht da Gott Vater, der den Weltkreis trägt, die Erschaffung der Menschen, den Sündenfall und dessen Folgen, den Brudermord und den Tod des Cain, die Erbauung der Arche, die Sündfluth und Noah's Opfer. Ueber der zweiten Capellenthüre derselben Wand malte P. di Puccio die Krönung Mariä, von welcher sich aber fast nichts als der Entwurf erhalten hat. Diese Malereien lassen einen Künstler erkennen, dem es ebenso ernst ist um eine würdige Darstellung heiliger Aufgaben, wie er zugleich das Leben in liebenswürdiger, heiterer Naivetät aufzufassen versteht. Diese Bilder sind auch durch einen eigenthümlichen Sinn für harmoni- sche Farbe und durch verschiedene Vorzüge in der technischen Aus- führung sehr bemerkenswerth. Pietro ist von den älteren Meistern der Einzige, welcher wirklich a buon Fresco, stückweise auf nassen Kalk, gemalt hat. Diese Arbeiten sind und in den folgenden Jahren ausgeführt.
Pucetti s. Puccetti.
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