Prieur, Barthelemy

Prieur, Barthelemy, Bildhauer zu Paris , war Schüler von G. Pi- ron, bis er mit P. Ponce nach Italien sich begab, um in Rom sei- ner weiteren Ausbildung obzuliegen. Wie lange, und wann er sich da aufgehalten, ist nicht bekannt, doch weiss man, dass der Künstler um 1650 — 70 in Paris seinen Ruhm behauptet habe. In der Gallerie des Louvre sieht man jetzt von ihm eine gewun- dene Säule von weissem und rothem Marmor, welche in der Co- lonekerkirche das Herz des Connetables Anne de Montmorency in einem Gefässe trug. Die Verzierung des Schaftes ist sehr reich, das Ganze aber geschmacklos. Prieur fertigte auch das Monument des Connetable in der Hauptkirche zu Montmorency, nach J. Bul- lant's Erfindung. An diesem Monumente sah man dann von Prieur's eigener Erfindung die Bronzestatuen des Friedens (jetzt im Louvre ), des Ueberflusses und der Gerechtigkeit, lauter manierirte Bildwerke. Sein Werk ist auch das Monument der Marie Barbangon de Cany, der Gattin des Kanzlers de Thou, in der Statue der Verewigten bestehend, am Grabmale des Kanzlers, welches zu St, Andre des Arcs stand. Die Statue wurde unter Lenoir in das französische Museum gebracht, mit dem Basrelief des Monumentes, welches die Geschichte vorstellt, die auf ein Buch schreibt: Jacobi Augusti Thuani historiarum sui temporis LCXXXVIII. Abgebildet bei Lan- don, XVI. 101. Im historischen Museum zu Versailles ist die Sta- tue von Albert de Gondy, Cardinals de Retz, gestochen von Con- quy für Gavard's Gal. hist. de Versailles.

Prieur zeichnete sich besonders in Büsten aus. Im Museum des Louvre ist die Büste Heinrich II., im Harnisch mit reichen Ver-

zierungen, von grosser Naturwahrheit und tüchtiger Arbeit. Die Büste Heinrich's IV., die man ebendaselbst sieht, ist ebenfalls im

Emailmaler, dessen Lebensverhältnisse unbekannt sind, der mit dem folgenden Adrian vielleicht eine Person ist. In der kö- nigl. Kunstkammer zu Berlin ist von ihm ein kleines Portraitme- dallion, mit der Inschrift auf der Rückseite: Prieur fecit 1645. Es ist das Bildniss eines Feldherrn mit dem goldenen Hute, S. Kug- ler's Beschreibung der Kunstkammer S. 153.

Email, Adrian le, Maler, ein Franzose von Geburt, wird unter die Schüler des H. Rigaud gezählt, was unrichtig ist, wenn es nicht noch einen jüngeren Künstler dieses Namens gegeben hat, A. le Prieur arbeitete schon 1666 in Copenhagen, und wahrscheinlich in Paris oder anderwärts noch früher, während H. Rigaud erst 1659 geboren wurde. Er blieb bis 1687 in Copenhagen, und malte viele Bildnisse in Miniatur; auch König Friedrich III. P. Drevet stach nach ihm das Bildniss des Ministers Claude le Blanc; Cl. Drevet jenes von P. Calvriac; C. Duflos das Portrait eines Kriegs- controllers etc.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_mYbrAAAAMAAJ