Prestel, Johann Theophilus, auch Gottlieb und Amadeus genannt, Maler und Kupferstecher , wurde 1730 zu Grünenbach im ehemaligen Gebiete von Kempten geboren, und zu Reute in Tirol von den beiden Zeiler in den Anfangsgründen der Malerei unterrichtet. Im Jahre 1760 begab er sich nach Venedig, wo sich Nogari seiner annahm, da er den jungen Künstler in einer Kir- che gerade über dem Copiren eines seiner Altarblätter traf. Nogari wollte ihm zuletzt auch eine junge Verwandte, die er als Erbin eingesetzt hatte, zur Frau geben, allein Prestel verschmähte sie, und so jagte Nogari den Ingrato Tedesco aus dem Hause. Auf den Rath eines anderen Gönners, des Jos. Wagner, verliess er jetzt Venedig , ging nach Rom , und von da nach Neapel , kehrte aber zuletzt wieder nach Rom zurück, und verblieb da, einige Jahre, bis er 1766 nach Florenz sich begab, und nach einigem Aufenthalte in Bologna nach Deutschland zurückkehrte. Anfangs arbeitete er in Augsburg , 1770 wollte er sich aber in Nürnberg niederlassen, da seine Bildnisse in Oel und Pastell Beifall fanden. In Nürnberg verehelichte er sich mit Maria Catharina Höll, welche von diesem eigensinnigen und sonderbaren Manne viel zu leiden hatte. Im Jahre 1775 hielt er sich zu Zürich auf, wo er auf La- vaters Empfehlung durch Bildnissmalen viel verdiente, aber auf einmal trieb ihn die Unbeständigkeit seines Charakters wieder nach Nürnberg, wo er statt des Pinsels den Grabstichel ergriff. Anfangs stach er nur im Umrisse, was ihm wenig Beifall brachte, und so verlegte er sich auf das Aetzen und die damals beliebte Röthelma- nier. Auch in der Tuschmanier war er sehr erfahren, und aus allen diesen Kunstweisen bildete er sich zuletzt eine eigene, welche sei- nen Namen trägt. Er ahmte Handzeichnungen nach, dies nach einem verbesserten System von Le Prince, aber so eigenthümlich, dass man füglich von einer eigenen Prestell'schen Manier sagen konnte. Sein Unternehmen fand selbst in Frankreich und England Anklang, aber dennoch war in Nürnberg der Absatz geringe, was dem Künstler die bittersten Verlegenheiten bereitete, bis er 1783 mit Beihülfe des Kunsthändlers Hüsgen in Frankfurt sich nieder- lassen konnte. Seine Gattin arbeitete mit beispielloser Geduld ihm zur Seite, konnte aber zuletzt die Launen und Kränkungen desselben nicht länger mehr ertragen, und begab sich 1783 mit ihrer Tochter nach England. Sie fand in London mit ihren Blättern so grossen Beifall, wie Prestel, und nach ihrem 1784 daselbst er- folgten Tod stiegen ihre Platten um das fünffache. Der wunder- liche Prestel blieb jetzt beständig in Frankfurt, und arbeitete mit seinen Schülern eifrig fort. Später kehrte auch seine Tochter zu- rück, die den edlen Sinn ihrer Mutter und das Talent ihres Va- ters in sich vereinigte. Sie arbeitete mit dem Vater und den Brü- dern, und so brachten alle diese vereinten Kräfte, trotz der trauri- gen Kriegsperiode, welche Prestel durchzumachen hatte, eine grosse Anzahl von Kupferstichen zu Stande, die durch die technische Be- handlung eben so sehr befriedigten, als sie durch ihre Gegenstände das Interesse erregten. Die Platten sind fast alle nach grossen
Blätter grösstentheils nach eigener Erfindung.
Prestel in seinem Atelier vor der Staffelei. A. D. Prestel ad vivum. Radirt, fol.
Seine Büste. J. Th. Prestel pinx. et sculp. Noribergae 1777 » für Lavater's Physiognomik punktirt. Oval, fol.
Die heil. Jungfrau zeigt zwei Engeln das Jesuskind. Prestel fec. Radirt. Oval, gr. 8.
Heilige Familie, wo Johannes mit dem Lamme spielt. Pre- stel fec. Radirt. Oval, kl. fol.
Heilige Familie, wo ein Engel dem Kinde eine Birne reicht, Prestel inv. fec. 1767, ovale, qu. 8.
Die heil. Jungfrau mit dem Kinde, in halber Figur. P. F.
St. Hieronymus im Buche lesend, halbe Figur, kl. 4.
Die heil. Familie auf der Flucht in Aegypten ruhend, der Engel reicht Früchte, Schön radirt, Oval, 8.
St. Petrus ertheilt einem Pontifical den Segen. Helldunkel, Prestel fec., qu. fol. Mit und ohne Numer.
Verschiedene leblose Dinge, dabei ein Todtenkopf. Prestel fec., fol.
Eine arme Bürgerfamilie in einer Stube, Gruppe von fünf Figuren. Links bezeichnet: W. Herrmann, Prestel fec. 1767. In von Haeften's Manier radirt. fol.
Eine Bacchantin mit der Flöte, Prestel fec. Lavismanier, 8.
Ein Weib, welches einem Jüngling ein Bild zeigt; halbe Figuren, 8.
Ein Bettler mit Hut und Stock, halbe Figur. Ohne Na- men, 8.
Bauern in ihrer Stube beim Essen, qu. 8.
Bauern, welche Tric-Trac spielen. Prestel fec., gr. qu. 8.
Ein Gärtner mit einem seiner Hunde an der Leine. Prestel fec.
Die Alte, welche ihre Suppe isst, hinter ihr ein Knabe, Prestel fec., kl. 4.
Zwei Hirten, bei der Heerde. Prestel fec., kl. 4.
Vier Bauern neben den Fässern sitzend, in Lavismanier. Prestel fec. 1775, gr. fol.
Eine Gruppe von vier singenden Bauern, in Lavismanier, Prestel fec. 1775, gr. fol.
Blätter eines Orientalen, die Hand an die Ordungsterr gelegt,
52 Busten alter florentinischer Maler, 8 Blätter, 70 Vögel auf einem derselben, Prestel fec., gr. 8.
Büste eines Geistlichen mit dem Käppchen, 17.
Die Halbfigur eines bärtigen Alten, en face. Prestel fec.
Die Halbfigur eines bärtigen mit Lorbeer bekränzten Man-
nes. Prestel fec. 1773, 8.
Kopf eines Mannes nach links gerichtet, Prestel sc., 12.
Bildniss des Johann Georg Schlosser, im Profil nach Becker, Crayonmanier, fol,
Blätter nach italienischen Meistern,
- Tod des venetianischen Generals Gualierata, nach A. Man-
tegna. Cab. Praun, ; 40) Die Schöpfung der Eva, nach Michel Angelo. Cab. Praun. 41) Judith am Zelt des enthaupteten Holofernes, nach demsel-
ben. Cab. Praun.
Moses, nach einer Skizze Michel Angelo's. Cab. Praun.
Eine Landschaft nach Titian, fol. Cab. Prestel,
Der ewige Vater befiehlt dem Noah die Arche zu baue:r, nach Rafael. Cab. Praun.
Die Kreuzabnehmung mit den zwei Leitern, nach Rafael's . Zeichnung aus dem Praun'schen Cabinet.
Der Kindermord, Gruppe nach einer Rafael'schen Zeichnung.
Cab. Praun,
- Die Verklärung Christi, erste Idee von Rafael's Bild. Cab,
Praun.,
- Der Tod des Ananias, nach der Originalzeichnung Rafael's
aus dem Praun'schen Cabinet, 1777.
Eine Gruppe aus Rafael's Composition des Opfers in Listra, Cab. Praun.
Sapphia geht als Kind in den Tempel, nach Rafael. Cab.
Praun,
- Gruppen aus Rafael's Schule von Athen, in Helldunkel.
Cab. Praun,
- Grosses Studium nackter Figuren zu Rafael's Darstellung der
— Saracenen. Cab. Ligne.
- Cardinal Gio. de Medici kehrt von seiner Gesandtschaft ins
Vaterland zurück, nach Rafael's Zeichnung der Sammlung
‚des Fürsten de Ligne. Helldunkel.
Die heil. Familie Rafael's in der königl. Pinakothek zu
München, fol.
Die Predigt des heil. Johannes, nach Francia Bigio's Zeich- nung aus dem Cab. Praun,
Joie zerschneidet das vergiftete Gewand des Herkules, nach Maturino's Zeichnung des Cab. Praun.
Magdalena in der Wüste, Idee zum Bilde Correggio's in Dresden, Cab. Praun.
Das Opfer des Abraham, nach P da Caldera's Zeichnung aus dem Cab. Praun.
Eine biblische Scene, nach demselben. Cab. Praun.
Scipio verwundet in der Mitte seiner Krieger, nach demsel-
ben 1782. Cab. Praun.
- Jupiter und Leda, nach einer Zeichnung von G. Romano,
gr. 470
bl
F. 3 d
Einige schreiben: dem J. G. Prestel eine Copie der ganzen kleinen Passion von Dürer zu, nämlich jene, welche seit Hel- ler unter dem Namen der Bundeleischen bekannt ist. Diese schönen und seltenen gegenseitigen Copien sind wahrscheinlich älter als Prestel, und vielleicht sind von ihm nur die Platten retouchirt. Die retouchirten Abdrücke sind aber
übrig geblieben.
Die heil. Jungfrau mit dem Kinde, dabei St. Anna, oben Gott Vater in der Glorie, auf dem Täfelchen das Zeichen Dürer's. Von der Gegenseite copirt, aber ohne Schein des
- heil. Geistes. H. des Stiches 4 Z. 5 L., der Platte 4 Z.
6 L.; Br. des Stiches 2 Z. 9 L., der Platte 2 Z. 10 L.
Die säugende Maria, verschleiert auf der Rasenbank sitzend, am Striche das Zeichen Dürer's. Von der Gegenseite, ohne
- Jahrzahl 1503 im Täfelchen. H. 4 Z. 3 L., Br. 2 Z. 8 L.
Maria auf der Rasenbank am Baume sitzend, das Kind hält eine Birne. Von der Gegenseite und ohne die Jahrzahl 1513. H. des Stiches 4 Z. 5 L., der Platte 4 Z. 6 L.; Br. des Stiches 2 Z. 9 L., der Platte 2 Z. 10 L. Die ersten Ab- drücke haben rechts No. 2. '
Der heil. Philippus (1526). Von der Gegenseite, mit dem Zeichen C M (verbunden), was wohl Catharina Maria Pre- stel bedeutet, Heller glaubt das Zeichen sei falsch. Es gibt auch Abdrücke ohne dasselbe, H. 4 Z. 4 L., Br. 2 Z. 8 L. Der heil. Bartolomäus (1523). Von der Gegenseite, mit und ohne Zeichen C M, dessen wir in der obigen Num. er- wähnt haben. H. 4 Z. 4 L., Br. 2 Z. 8 L.
Der heil. Thomas (1514). Von der Gegenseite, mit C M bezeichnet, wie oben, es gibt aber auch Abdrücke ohne dieses Zeichen. H. 4 Z. 4 L., Br. 2 Z. 8 L.
Eine zweite gegenseitige Copie ist ohne Jahrzahl. H. 4 Z. 3 L., Br. 2 Z. 8 L. In den Contre-Drücken ist das Dü- rer'sche D umgekehrt. '
Der heil. Simon (1523). Von der Gegenseite, mit dem Zei- chen C M, und ohne dasselbe. H. 4 Z. 4 L., Br. 2 Z. 8 L.
St. Paulus (1514). Von der Gegenseite, oben rechts das Zei-
chen C M, und ohne dasselbe. H. 4 Z. 4 L., Br. 2 Z. 8 L.
St. Christoph (mit rückwärts gekehrtem Haupte) mit dem Kleinen Heilande durch den Fluss wadend, in Mitte des Blattes (1521). Von der Gegenseite copirt, mit dem Zeichen MF oder AF (Maria fecit, Amadeus fecit?). H. 4 Z. 6 L., Br. 2 Z. 9 L.
Der heil. Christoph mit dem Heilande auf der Schulter nach rechts den Fluss durchschreitend (1521). Von der Gegen- seite copirt, mit dem in der vorhergehenden Nummer erwähn- ten Zeichen des Copisten, aber ohne Jahrzahl, nur mit Dü- rer's Zeichen. H. der Platte 4 Z. 6 L., des Stiches 4 Z. 5 L. Br. 2 Z. 10 L., 2 Z. 9 L.;
Prestel, Joh. Theophilus.
oben herab aus F. C. N. M. bestehenden Monogramme unten rechts, welches auch auf einigen Abdrücken nicht zu finden ist, die hier die ersten sind. Das Hauptunterscheidungszeichen dieser Copie vom Originale besteht darin, dass der Prälat nach links vorgestellt ist, während er im Originale nach rechts sich wendet. H. 7 Z. 5 L., Br. 5 Z. 6 L. Prestel machte auch Abdrücke in Helldunkel. Die Drucke mit einer Holzplatte zeigen aufgesparte Lichter, der übrige Raum ist hellbraun. Nach der Anwendung der zweiten Platte erscheint dieser grünlich.
Die Enthauptung des heil. Johannes, nach dem Holzschnitt (1510). Gegenseitige Copie im Kupferstiche. Es gibt Umbrüche, die auf der Originalseite erscheinen. H. 6 Z. 11 L., Br. 4 Z. 11 L.
Die Herodias überreicht das Haupt des Johannes, nach dem Holzschnitt von 1511. Copie im Kupferstich. Die Contre-Drücke wie oben. H. 7 Z., Br. 4 Z. 7 L.
Die Heiligen Stephan, Gregor und Laurentius, nach dem Holzschnitt, Copie im Kupferstich von der Gegenseite, ohne Zeichen und Tafel, mit dem umgekehrten D, welches im Gegendrucke in richtiger Stellung erscheint. H. 7 Z. 10 L., Br. 5 Z.
Die heil. Anna mit dem schlafenden Kinde (1519). J. G. Prestel del, et sc., nach dem Gemälde des Cabinets Praun. H. des Stiches 6 Z. 10 L., Br. 5 Z. 4 L.
Der büßende St. Hieronymus, nach einer Zeichnung von 1510. Helldunkel von mehreren Platten. H. des Stiches 8 Z. 9 L., Br. 6 Z. 2 L. Brustbild eines alten Mannes mit grossem Bart, das Haupt auf die linke Hand gestützt. Unten steht: No. 22. Dessin de Hanns Hofmann. Gravé d'après l'Original de meme grandeur. — E _ Museo Prauniano — Theophile Prestel sc. 1777. H. des Stiches 16 Z., mit der Einfassung 10 Z., Br. 11 Z., mit der Einfassung 14 Z. 1 L. Dürer fertigte die Zeichnung 1521 zu Antwerpen, und H. Hofmann hat sie nur copiert.
Das Bildniss Alb. Dürer's, Brustbild mit Pelzrock und Halskrause nach rechts sehend, 1550 von Melchior Lorch gestochen und von Prestel von der Gegenseite copiert, mit dem Zeichen Lorch's. H. 6 Z. 9 L., Br. 5 Z. Diese Copie existirt auch in Helldunkelabdrücken von zwei Platten.
Alle diese von No. 75 — 111 genannten Blätter sind nach Dürer.
Die 12 Apostel, nach Zeichnungen von Israel van Meckelen, Facsimiles, je zwei auf einem Blatte, 6 Blätter 1779 Cab. Praun.
Die heil. Barbara, Facsimile einer Zeichnung A. Altorfer's.
Der Leichnam Christi von Maria, Magdalena, Johannes und einem Engel beweint, nach A. van Dyck's Altarbild in Nürnberg radirt, gr. fol.
Büste eines Mannes im runden Hute, die linke auf die Brust gelegt, Facsimile nach van Dyck 1780. In Zeichnungsmanier, fol.
Die Flucht der heil. Familie, Facsimile einer Zeichnung von Nic. Berghem. Cab. Ettlinger, 4.
Jesus von drei Henkern gefoltert, nach J. Jordaens. Braun- und weiss getönt, gr. fol.
Landschaft mit Felsen und Sträuchern, nachgeahmte Zeich- nung von H. von Kulmbach (?). Cab. Praun,
Kaiser Mathias belehnt die Stadt Frankfurt mit Grundgütern, gemalt von J. G. Kreuzfelder. Umriss nach einem grossen Bilde, gr. fol.
Der Engelsturz, nach R. la Fage, qu. fol.
Das Fest der Satyrn und Nymphen, nach R. la Fage. In Zeichnungsmanier, roy. qu. fol.
Eine Gruppe von Reitern, Zeichnung von Rubens, fol.
Der keusche Joseph, nach einer Zeichnung von Lairesse, fol.
Die Anbetung der Hirten, nach der Zeichnung eines unbe- kannten altdeutschen Meisters, gr. fol.
Die Bauern vor der Schenke, wo ein Alter mit der Wirthin scherzt, nach der Zeichnung von A. van Ostade, und mit Tusch mehr überarbeitet, gr. fol.
Mehrere Hirten an einem grossen Baume, nach einer Zeich- nung von J. von Helmont, fol.
Der Sturm, nach A. Cuyp, qu. fol.
Le Soir. Felsenlandschaft mit einem Wasserfalle, Figurou und Vieh, nach Ruysdael. Aquatinta, gr. qu. fol.
Le Matin. Eine andere Landschaft nach Ruysdael. Das Gegenstück beide nach Gemälden des Grafen von Stadion.
Gruppe wilder Pferde bei einem Stalle, Facsimile einer Zeich- nung von Ph. Wouvermans, qu. fol.
Landschaft mit einem Flusse, nach einer Tuschzeichnung von J. van Huysum, qu. fol.
Das Haus auf dem Alpen, nach Dietterich. Aquatinta, gr.
Verschieden radirte Landschaften nach J. A. Dietzsch, in der einen sieht man einen Bauer zu Pferde, in der anderen sprechen zwei Männer mit einem Weibe, kl. fol.
Zwei Landschaften mit Kühen, Ziegen und Schafen, in La- vismanier, nach J. G. Wagner, kl. qu. fol.
Die Hirten des Berges Ida, nach Wagner, roy. qu. fol.
Vue du Rhin près de Bâle, und
Untersee dans le Canton Bern, beide nach F. Schütz in Zeichnungsmanier gestochen, gr. qu. fol.
Ansicht von Frankfurt, Vue du pont à Francfort sur le Rhein, nach H. Schütz, schönes Aquatintablatt, gr. qu. fol.
Landschaft mit Bäumen und Vieh, nach H. Roos, für das Industrie-College in Wien gestochen, qu. fol.
Die Ruinen des Schlosses von Henneberg, nach Radl. Aqua- tinta, gr. qu. fol.
Die Ruinen der Kirche von Bergen, nach Radl. Aquatinta, gr. qu. fol.
Das Schloss Steinheim, nach demselben, fol.
Ansicht der Grotte bei Hellbrunn, nach Scheffinger, fol.
Drei Landschaften nach F. Kobell. Radirt und Aquatinta, fol. Zu einer Folge von 12 Blättern aus Artaria's Verlag.
Eine Landschaft nach Moucheron, fol. Prestel Maria Catharina, Malerin und Kupferstecherin, die Gattin des Obigen und Theilnehmerin an dessen Arbeiten, bis sie endlich der unerträgliche Charakter dieses Mannes von sich trieb, Dass sie nach London gegangen und daselbst gestorben sei, haben wir im Artikel des Gottlieb Prestel gesagt, und hier zählen wir da- her nur ihre Blätter auf. Ihre Gemälde sind in Pastell und Aquarell
Ausgeführt. Mehrere derselben sind in den im Artikel J. G. Pre- stel's genannten Werken.
Eine Dame im langen Schleppkleide, nach einer Zeichnung M. Schongauer's von 1472 aus dem Cabinet Praun, 1780,
Eine Gattamelatta 1440 vom Volke beweint, nach A.
Mantegna, in Lavismanier, gr. qu., fol.
- Die Schule von Athen, Rafael's erster Entwurf zu diesem
Gegenstande, qu. fol. Cabinet Praun.
Diogenes auf der Stufe sitzend, nach Vasari's von Rafael entlehnter Zeichnung, kl. qu. fol. Cab. Praun,
Maria im Himmel von mehreren Heiligen umgeben, nach
Francia B.igio's Zeichnung aus dem Cab. Praun, 1778, fol.
Constantin zu Pferde, einzelne Gruppe aus Rafael's Schlacht gegen Maxentius, s. gr. imp. fol. Cab. Praun.
Die Söhne Jakobs in einer Landschaft, nach G. Romano's Zeichnung aus dem Cab. Praun, gr. qu. fol.
- Jupiter, Pluto, Leda, Meleager, vier Blätter nach Zeichnungen von G. Romano, 1781, gr. 8. Cab. Praun,
Die Erschaffung des Adam, nach Pontormo's Zeichnung aus
dem Praun'schen Cabinet, gr. qu. fol.
Johannes der Täufer nimmt von seinen Verwandten Abschied, um in die Wüste zu gehen, nach P. Caldara, in Lavisma- nier, gr. qu. fol.
Die Heilung der Kranken am Teiche Bethesda, nach Vasari's Zeichnung aus dem Cab. Praun, 1777, gr. fol.
Die Tugend, als junge an den Felsen gebundene Frau, nach J. Ligozzi's Zeichnung im Cab. Praun, gr. fol.
Ein junges Weib kämpft gegen einen auf einem Drachen liegenden Mann, nach demselben, 1781. Vortreffliches Blatt, mit Gold gehöht, fol. Cab. Praun,
Eine Frau führt mehrere Männer vor einen Löwen in der Nische, nach A. Altdorfer's Zeichnung, Bister, kl. fol.
Eine heil. Familie, nach H. Brosamer's Zeichnung, fol.
Die Geburt Christi. Oben rechts an der Mauer 1548. Die Originalzeichnung, aus der Praun'schen Sammlung, ist von Dürer, die Prestelin, hat aber das Blatt nach einer Copie derselben Festulum, als Dessin d'un vieux maitre betitelt. Mit dem Namen der Künstlerin, von zwei Platten. H. 11 Z. 7 L., Br. 8 Z. 1 L., Die Originalzeichnung ist in der Al-
bertinischen Sammlung zu Wien.
Die heil. Anna mit dem Kinde, welches eine Frucht hält, die heil. Jungfrau steht links. Nach Art einer Federzeich- nung, mit und ohne folgende Schrift: Dessin d'Albert Dürer No. 7. Grave d'apres l'Original de meme grandeur. E Mu- seo Prauniano Norimb, Marie Catherine Prestel sc. 1770. H. 9 Z. 2 L., Br. 6 Z. 4 L.
Die Verschwörung der Schweizer. Werner Stauffacher, Wal- ther Fürst und Arnold von Melchthal, Zeichnung aus dem Praun'schen Cabinet, 1780. H. 8 Z. 6 L., Br. 6 Z.
Die heil. Familie nach L. Cranach, nach einer Zeichnung des Praun'schen Cabinets 1777. H. 10 Z., Br. 15 Z. 60 L. Heller glaubt, die Zeichnung sei ursprünglich von Cranach und nicht von Dürer, wofür sie gilt.
Ein kniender Heilige vor dem Pabste, nach G. Cesari's Zeichnung, 4, Cab. Praun.
einer Zeichnung von J. Vignali, fol. Cab. Praun.
Jupiter, Juno und Merkur, nach Dosso Dossi, qu. fol, Cab. Praun.
Venus und Amor, nach Parmeggiano's Zeichnung des Praun'schen Cabinets, Al. fol,
Venus im Bade, nach H. Carracci's Zeichnung, qu. fol.
Cab. Praun, 28) Laokoon und seine Söhne von Scopa umwunden, nach R. la Fage, in Lavismanier, gr. qu. fol.
Die Grazien, imitirte Zeichnung von B. Spranger, qu. fol.
Joseph und Putiphars Frau, nach G. Lairesse, in Lavisma-
nier, gr. fol.
Ein römischer Kaiser auf dem Throne und Gefangene vor demselben, nach F. Bordard, gr. fol.
Drei Henker, welche einen Verurtheilten schlagen, Facsimile einer Zeichnung von J. Jordaens, gr. fol.
Der Bauer, welcher sich am Arme operiren lässt, nach Ostade's Zeichnung, gr. 8.
Rauchende und trinkende Bauern unter der Laube vor dem Hause, nach einer Skizze von Ostade, gr. fol,
Die Lüstlerin, nach der Zeichnung von J. van Ostade aus Hüsgen's Cabinet, gr. qu. fol. S. auch die Radirungen des Ad. van Ostade.
Die Bettlerfamilie, Facsimile einer Zeichnung von A. van Venne aus dem Cab. Mathes, gr. 8.
Eine alte Frau beim Lesen eingeschlafen, Facsimile einer Rothsteinzeichnung von G. Dow, 1780, kl, fol.
Drei Männer tragen Gefässe zu dem Thron eines Königs, nach A. Bloemaert, in Lavismanier, kl. fol.
Ein Mann zählt beim Lichte Geld, nebenan sitzt eine Frau bei dem Kinde, das in der Wiege schläft, schönes Schwarz- kunstblatt, fol,
Die Kirche des heil. Lorenz ausserhalb den Mauern Roms, nach G. Poussin, gr. qu. fol,
Evening. Der Hirt mit der Heerde und Ziegen, nach Rosa di Tivoli, Aquatinta, gr. roy. qu. fol.
Morning. Der Hirte bei den Schafen, Ziegen und einem Pferde, nach demselben, und Gegenstück,
A Wood scene. Grosse Landschaft mit Heerstrasse im Walde, Figuren und Vieh, nach P. Brueghel, in Bister, gr. qu. roy.
Landschaft nach Hobbema, Hobbema's Cottage, Lavismanier, gr. u. fol,
Landschaft mit Merkur und Argus, nach S. Rosa, Aqua- tinta, gr. roy. fol.
Landschaft mit einem Fluss, Facsimile einer Zeichnung von J. van Huysum, kl. qu. 4. Aus Ettlings Zeichnungskabinet.
Eine Marine, nach W. van de Velde, kl. qu. fol. Aus Ettling's Zeichnungskabinet.
Zwei Landschaften mit Ruinen am Ufer, Facsimiles von Zeichnungen des Th. Wyck, kl. 4.
Felsenlandschaft am Wasser, Facsimile einer Zeichnung von Everdingen, aus Ettling's Cabinet, gr. qu. 8.
— 52) Zwei Landschaften mit Jagdscenen, nachgeahmte Zeichnungen von Aug. Hirschvogel, qu. fol.
Ansicht des Tempels della Pace in Rom, nach Dieterich,
Hochgebirgslandschaft mit einem Schlosse und weiter Ferne, _ nach R. Savery, in Kreidemanier 1781, qu. fol.
Gruppe einiger Reiter, Studium aus einem Rubens'schen Jahigemälde, oder einer Zeichnung desselben. In Zeich- nungsmanier, qu. fol.
Landschaft mit Viehherde und Hirtenfamilie, nach Morland,
Aquatinta, qu. roy. fol. Im frühen Drucke vor aller Schrift.
A view of the Black-Lead Mine, in Cumberland, nach _ Loutherburg, Aquatinta, qu. roy. fol.
Der Kirchhof, nach Gainsborough, mit Dedication an Sir J. Reynolds 1790. Aquatinta, qu. roy. fol.
Evening, gruss Landschaft nach J. Moucheron, in Lavis- manier, gr. qu. fol.
Vue de la perte du Rhône, nach L. Belanger, in Lavisma- nier, gr. qu. fol.
Retreating shower. Waldlandschaft mit Vieh, nach W. Hod- ges, in Lavismanier, 1780, gr. qu. fol.
Der Hirt und die Hirtin bei der Herde, nach de Roye, in Lavismanier, 1780, gr. qu. fol.
Die ziehende Herde aus dem Dorfe, nach demselben und Gegenstück.
— 68) Vier Landschaften mit ländlichen Figuren, nach J.
Gebirgslandschaft nach Weirotter, in Lavis, kl. qu. fol.
Drei Baumstudien, radirt, ohne Namen, fol.
Landschaft mit einem Manne und einer Frau im Vergründe sitzend, radirt. Ohne Namen, gr. fol.
Altes hohes Haus mit grossen Bäumen am Wasser, links im Grunde Bäume und eine Brücke, nach Rademaker. Aqua- tinta, qu. fol.
Bildniss eines Mannes im Profil, halbe Figur im Medaillon, Beer del., gr. 4.
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