Preissler, Johann Justin, Maler und Kupferstecher , wurde 1708
zu Nürnberg geboren, und von seinem Vater Johann Daniel un- terrichtet, bis er nach Italien sich begab, wo er acht Jahre dem Studium oblag. Er hielt sich längere Zeit in Florenz auf, und zeichnete da für Baron Stosch eine Menge Geminien zum Kupfer- stiche. Nach seiner Heimkehr malte er ein Altarblatt, welches die Grablegung Christi vorstellt, und ausserordentlichen Beifall erhielt, wahrscheinlich das Bild in der Stadtpfarrkirche zu Hersbruck . In einem Saale des Grafen von Wied malte er an der Decke die Apo- theose des Aeneas; dann auch einige Bildnisse, im Ganzen sind
aber seine Blätter zahlreicher als die Gemälde. Nach dem Tode seines Vaters wurde er Direktor der Akademie in Nürnberg , und starb als solcher 1771. Die berühmte Susanna Maria Dorsch war seine Gattin. A. B. Möglichatte sein Bildniss. V. D. Preissler hat es gestochen. P. A. Kilian stach nach ihm die Arche des Bua- ges, eine Verklärung und Christus bei Nikodemus; G. Rugendas den Teich zu Bethesda und Christus mit Dornen gekrönt; G. Seu- ter Christus vor Herodes; J. G. Thelot die Heilung des Lahmen, die enthüllte Natur und die Busse; Reinsperger Venus und Ado- nis; Seligmann, J. J. Hayd, G. M. und V. D. Preissler etc. Bild- nisse.
- Die Malereien an der Decke und an den Bogen der abge- brannten Jesuitenkirche in Antwerpen von Rubens gemalt,
grössere Compositionen und einzelne Figuren aus dem alten
und neuen Testamente, 20 Blätter mit Titel und den Bild- nissen von Rubens und Van Dyck, kl. qu. fol.
Eine Sammlung von 50 der schönsten Statuen in Rom, nach Bouchardon's Zeichnungen, fol.
Eine Sammlung von berühmten Statuen, die Preissler auf seinen Reisen in Italien gezeichnet hatte, 20 Blätter unter dem Titel: J. J. Statuae insigniores etc., qu. fol. Ein zwei- ter Titel lautet: Joh. Daniel Preissler's, ehemaligen Direktors der Maler- und Zeichenakademie zu Nürnberg, theoretisch
praktischer Unterricht im Zeichnen. Achter Theil mit 20
erstemal, was dahingestellt bleibt, da auf den meisten dieser von 1736 — 30 gestochenen, Platten Cum priv. Caes. Ma-
gm. steht. Die Stiche sind von J. M. Preissler und J. G. Euter. ; ;
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