Preissler, Daniel. — Preissier, Georg Martin. Er ihm so wohl gefiel, dass er um das Meisterrecht nachsuchte. 25. Mai. 1654 reichte er das Probestück ein, den Tod Abel's vor- stellend, in lebensgrossen Figuren. Dieses Bild gefiel allgemein, und das Schiedsamt erklärte den Urheber als Meister der Stadt. Preissler war aber immer gegen den damals noch herrschenden stren- gen Zunftzwang, aber erst wurde die Malerei als freie Kunst erklärt. Im Jahre 1658 zierte er die Flügel der grossen Orgel in der St. Sebalduskirche mit den Bildnissen der damals zu Nürnberg lebenden Tonkünstler, und diese belobte Arbeit verschaffte ihm von Seite des Rathes mehrere wichtige Aufträge. Im Jahre 1660 musste er für die Spitalskirche die Sendung des Heiligen Geistes und für die Schlosskirche eine Himmelfahrt Christi malen, zwei Bilder, die als Meisterstücke (damaliger Zeit) bewundert wurden. Seine histori- schen Bilder sind indessen selten, da der Künstler nur 38 Jahre alt wurde. J. A. Böner hat sein eigenes Bildniss gestochen. Joa- chim und Jakob von Sandrart, Hainzelmann, B. und P. Kilian, J. D. Preissler haben andere Bildnisse nach ihm gestochen. Preissler, Daniel, Maler zu Prag , ein aus einem Strafprotokoll der Prager Malergesellschaft bekannter Künstler. Er musste 1668 wegen Excesses 6 fl. bezahlen. S. Neue Bibliothek der schönen Wissenschaften und Künste XX. 292. Preissler, Georg Martin, Zeichner, Maler und Kupferstecher , Johann Daniel's Sohn und Schüler, wurde 1700 zu Nürnberg ge- boren, und hier übte er auch seine Kunst. Er malt Bildnisse und historische Darstellungen, deren einige nach Italien gingen, wo sich der Künstler selbst einige Zeit aufgehalten hatte. Den an- deren Theil seiner Werke machen die Kupferstiche aus, die er für das Dresdner und Florentiner Galleriewerk u. s. w. ausführte. Ueberdiess war Preissler Lehrer der Zeichenkunst an der Akademie in Nürnberg, wo er 1754 auch starb. V. J. D. Preissler hat sein Bildniss gestochen.
Albrecht Dürer, hinter dem Tische stehend, Kniestück, nach D. Ferretti's Zeichnung für das Museo fiorentino oder die Serie de' ritratti gestochen. Die ersten seltenen Abdrücke sind vor aller Schrift, die späteren haben unten Dürer's Namen.
Raphael Sanzio, nach dem eigenen Bilde in der florentinischen Gallerie, von Campiglia gezeichnet, 1741 für das Mus. fior. gestochen. Ein Hauptblatt, im ersten Drucke vor der Schrift, fol.
Peter Paul Rubens, für das Mus. fiorent. gestochen. Im frühen Drucke vor der Schrift selten.
Bildniss des Zeichners und Malers Campiglia, fol. Im er- sten Drucke vor der Schrift. Imago Philippi de Stosch etc. Ab E. Bouchardon Gallo e marmore exculpta, Romae 1727. J. Preissier del., fol.
Statue des Grafen von Schulenburg, nach Zucchi, fol.
Johannes Martinus Linck, Ictus Prim. Norimb., nach Hirsch- mann, fol.
Georg Daniel Heumann, Zeichner und Kupferstecher, G. M. Preissler ad vivum del. et sculp. Norimb. In schwarzer Manier, fol.
J. W. Widmann, Rathsherr, nach P. Decker, fol.
Magdalena Widmannin, sitzend mit einer Rolle in der Hand, Kniestück, nach P. Decker, gr. fol.
Georg Burckard Loeffelholz, Knieestück, gr. fol.
J. W. Loeffelholz, nach J. D. Preissler, fol.
Gustavus Tezelius, in halber Figur am Tische, nach J. L.
1 Hirschmann , 1733, fol.
?1mund Holzschuher, halbe Figur, nach demselben, 1746,
Ulrich Sebastianus Fürer, halbe Figur, nach demselben,
Georg Christoph Pömer a Diepoltsdorff, Kniestück, nach ei- ner Zeichnung, 1730, gr. fol.
Johann Wilhelm Pömer, Senator, Kniestück, nach eigener Zeichnung, gr. fol.
Johann Heinrich Russe, Banquier, Kniestück, gr. fol.
Lazarus ab Imhof, Kniestück, nach Schuster, 1735, gr. fol.
Johann Sigismund Pfinzing, Kniestück, nach P. öckcr, 1750, gr. fol.
Simon Friedrich Behaim de Schwarzbach, gr. fol.
Johannes ab Eberz, 1741, fol.
Johannes Christoph ab Öchsenstein, fol.
Anna Catharina von Scheidlin, 1752, fol.
Carl Wilhelm de Woelckern, fol.
J. M. Silberrad, nach Schuster, fol.
G. Ph. Merli, fol.
Ernest Sal. Cyprianus, fol.
La Madonna della scudella, nach Rafael.
Loth mit den Töchtern, nach demselben.
Cosmus II. empfängt seine Generale nach der Einnahme von Bologna, nach B. Franceschini, s. gr. qu. fol. Im ersten Drucke vor der Schrift.
Die Statuen und Basreliefs im Recueil des marbres antiques de Dresde, 1733—
Die Blätter mit Abbildungen von geschnittenen Steinen zu dem Werke des Baron von Stosch, nach den Zeichnungen
von J. J. Preissler, mit dem Bildnisse des Herausgebers.
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