Pozzi, Massimiliano, Bildhauer und Bruder des Vorigen, wurde
1770 zu Mannheim geboren, von seinem Vater in den Anfangs-
gründen der Zeichenkunst unterrichtet, und dann auf der Akade-
mie seiner Vaterstadt weiter gefördert. Anfangs arbeitete er mit
seinem Vater in Stucco, widmete sich aber in der Folge der Bild-
hauerkunst, und gelangte hierin zu grossem Rufe. Von Mannheim
aus begab er sich nach München, und hier sind seine ersten be-
deutenderen Arbeiten zu suchen. Er modellirte die Büste der Chur-
fürstin und für deren Zimmer einige Basreliefs. Auf dem Gottes-
acker zu München ist das marmorne Denkmal einer Frau von
Stumm von ihm gefertiget, und mit einem Basrelief geziert. Von
München aus besuchte Pozzi auch andere Städte Deutschlands,
Frankreichs und Englands, und hinterliess überall Proben seines
Talentes, deren mehrere in öffentlichen Blättern gerühmt wurden.
Zu seinen vorzüglichsten Arbeiten gehört eine colossale Büste des
Weltumseilers Otto von Kotzebue, für den kaiserlich russischen
Reichskanzler Grafen von Ramanzow in St. Petersburg in Marmor
ausgeführt; ferner das marmorne Grabmal des in Mannheim gebliebenen
Fürsten von Schwarzenberg in der Stadtkirche von Weinheim an der
Bexbühgstrasse, und das grosse
Monument des Herrn von Stumm in Marmor. Für den Herzog
von Dessau führte er mehrere Büsten in Marmor und Alabaster
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