Prestel, M. C.; die Söhne Jakobs

Prestel, M. C.; die Söhne Jakobs, Jupiter auf dem Thron, Pluto mit dem Cerberus, Jupiter und Leda, Meleager, later Blätter nach Zeichnungen des Cabinet Praun. — Constantin der Grosse zu Pferd, — Verschiedene Hirten in ein Landschaft.

R., ein alter italienischer Stecher, vielleicht M. di Ravent oder Romano? Die Einnahme von Carthago, dieselbe Composition, die Pencz gestochen. Im spätern Drucke von jenem mit Salamanca’s Adresse und selten, s. gr. qu. fol.

Ravenna, M. de, Valkan, der Amors Pfeile schmiedet, nach dem Bilde im Pariser Museum. — Der Satyr mit der Nymphe.

Reibius, S. a., die Geburt des Johannes, Copie nach Dürer.

Renard, M., die Beschneidung Christi im Pariser Museum, kleiner als Lepiecie’s Blatt.

Ribault, die heil. Jungfrau mit dem Kinde und Johannes, halbe Figuren.

Ricciani, B., Magdalena von Engeln in den Himmel getragen, Hauptblatt.

Simoneau, P., der Friede zwischen den Römern und Sabinern, der Raub der Sabinerinnen, zwei reiche Compositions auf einem Blatte, nach dem Bilde der Gallerie Orlean für Crozat gestochen.

Stella, Antonia, Romulus und Remus von der Wölfin säugt, sehr selten. — Der Triumph des Kaisers Sigismund nach dem reichen Werke des Palazzo del Te, 25 schlichte Blätter. 1675. Bartoli hat dieselbe Suite gestochen.

Tardieu, N., Scipio’s Enthaltsamkeit; Scipio belohnt seine Soldaten , zwei Darstellungen auf einem Blatte, nach Bildern der Gallerie Orleans, für Crozat’s Recueil. — Die Einnahme von Carthago, die Familie des Coriolan zu seinen Füßen, ehendaher. — Jupiter und Alcmene, ehendaher.

Thiry, Leon., imor Davent, eine Gruppe von 7 Aposteln. — Eine andere Gruppe von 6 Aposteln, Enks St. Peter mit Schlüsseln.

Troyen, Pluto auf dem Wagen, nach dem Bilde der Gallerie, jetzt in Wien.

Veneziano, Agost., die Anbetung der Hirten, das Bild, welches Bonasone gestochen hat. — Die vier Evangelisten auf Wolken, — Die Geschichte der Psyche, s. Meister mit dem Würfel. — Der junge Herkules erdrückt in der Wiege zwei Schlangen. — Angelica und Medoro — Eine junge Frau bei einer Vase sitzend.

Vicus, E., die Amazonenschlacht, reiche Composition, welche auch dem Rafael beigelegt wird.

Zancon, die Abundantia, Basrelief aus dem Palazzo di Giulio Romano dürfte sich auch im Kupferstiche versucht haben, er wahrscheinlich schrieb man ihm früher mit Unrecht.

Blatt zu, welches Joachim vorstellt, wie er vom Hohenpriester wegen seiner Kinderlosigkeit wegeh zurückgewiesen wird, qu. fol. B.'

Rumohr und ‚£

hiele (Geschichte der königl. Kupferstichsammlung“

in Copenhagen, S. 03, schreiben ihm ein anderes seltenes Blatt zu, welches die beiden Modellfiguren zu Amor und Psyche im Göttermahle der Farnesina vorstellt, ausgestreckt auf einem Polster, doch nicht starr, sondern belebt durch die Handlung, welche Ra- fael ihnen beizulegen dachte, oder Giulio selbst, wie von Rumohr zitiert. Die Umrisse dieser Figuren, auch der Augen und übrigen Teile des Gesichts, sind ungeschickt und derb in die Platte ein- gegraben; allein der unsicheren Hand ungeachtet verrathen diese Blätter doch eine so ganz unmittelbare, feine Naturanschauung, ein so deutliches Bewusstsein der eigenen Absicht, dass nothwendig jener ungeschickte Stecher anderseits ein grosser Künstler, und be- sonders eben des dargestellten Gegenstandes freier Meister war. Auch in den Schattenlagen der Figuren vermag das technische Un- geschick die höhere Einsicht und Meisterschaft nicht gänzlich zu verdunkeln. Einige Strichlagen, bestimmt die Gruppe hervorzuhe- ben, das Blatt gewöhnlicheren Käufern ansehnlicher zu machen, sind nach Rumohr offenbar in viel späterer Zeit von einem Editor gemacht, der besorgt worden, die Platte in den Verlag zu brin- gen, mag nicht früher in Anregung gekommen seyn; als nachdem seines Zeitalter schon vorüber war und alles, was ihm angehörte, bis auf das geringste, durch den Gegensatz nachfolgender Verwil- dungshöhe aufgehoben wurde, wie von Rumohr bemerkt. Das Format des Blattes ist qu. fol. Wir kennen nur zwei Exemplare; das eine aus der von Nagler’schen Sammlung in das königl. preussi- sche Kupferstichkabinett, und ein zweites besitzt R. Weigel in Leip- zig. Er wertet dieses Blatt in seinem Cataloge auf 8 Thlr.

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