Posi, Paolo

Posi, Paolo, Architekt, wurde 1708 in Siena geboren, und in Rom zum Künstler gebildet, wohin er in jungen Jahren kam, dessen ganzen Leben hindurch blieb und den Ruf des ersten Architekten behauptete, obgleich sein Geschmack nichts weniger als reizvoll nennen ist. Er huldigte noch immer dem bizarren Wesen des Jahrhunderts, und gefiel sich in Ausschweifungen aller Art. Doch er war Architekt der St. Peterskirche, Baumeister des Hauses Colonna, als welcher er für das Zelterfest die Feuerwerke leitete, und Herr des goldenen Sporns. Nach seinem Plane wurde die Kirche

und das Kloster der Jesuiten in Sinigaglia erbaut, die Villa des Abbate Farsetti zu Sala, und andere Gebäude dieses Abtes errichtet. Dann modernisierte er den Palast Colonna und die Kirche von S. Catharina in der Strada Giulia zu Rom. Zahlreicher sind die Grabmonumente, Altäre und Fontainen, die nach seinen Zeichnungen ausgeführt wurden, lauter Proben seiner barocken Ideen. Wir nennen die Monumente des Cardinals Carraccioli zu Aversa, des Cardinals Imperiali in S. Agostino und der Prinzessin Odescalchi- Chigi in S. Maria del Popolo zu Rom. Letzteres hat D. Cunego gestochen. Dann fertigte er auch mehrere Zeichnungen zu Trauer- gerüsten. Zeichnungen zu den genannten Feuerwerken hat J. Vasi gestochen. Posi starb 1776 in Rom.

Von ihm selbst radirt ist die Vignette des Titelblattes einer Ge- dächtnissschrift auf den Tod des Königs August von Polen. Rom 1733, fol. Selten.

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