Ponte, Francesco da. — Ponte, Leandro da, 407
Valk, G., das Begräbniss Christi, nach dem Bilde des Cabinet Reynst, ähnlich jenem in Padua,
Viero, Th., die Geburt Christi.
Visscher, C., der Engel befiehlt Abraham das Land zu verlassen, nach dem Bilde des Cabinet Reynst. — Gott verheißt Abraham’s Nachkommen das gelobte Land, ebendaher.
Varsterman, L., Christus mit dem Kreuze, — St. Franz kniend. — St. Catharina von Siena .
Francesco da Ponte, genannt Bassano , der Sohn des obigen Künstlers, und dessen Schüler, arbeitete anfangs im Hause seines Vaters, so wie Leandro und seine beiden anderen Brüder, und in jener früheren Zeit galten alte Werke unter dem Namen des Bassan Vecchio. Doch zeichneten sich Francesco und Leandro auch in eigenthümlichen Compositionen aus, vornehmlich kirchlicher Gegenstände. Der Vater rühmte sich des ersteren wegen seiner Erfindungsgabe, und betrachtete ihn stets als denjenigen, der am geeignetsten war, den Ruhm der Schule fortzupflanzen. Er liess sich in Venedig nieder, wo er sich selbst neben Paolo Veronese und Tintoretto hielt. Daselbst sieht man nämlich im Dogenpalaste (sala di scrutinio) eines seiner besten Werke, ein Deckengemälde, das die Einnahme von Padua zur Nachtszeit vorstellt. Lanzi sagt, dass ihm bei seinen Arbeiten im Dogenpalaste der Vater mit seinem Rathe viel geholfen habe. Er reiste nach Venedig , liess ihn, wo es nöthig war, die Tinten verstärken, die Perspektive verbessern, und die letzte Hand an die Arbeit legen. Francesco war manchmal übertrieben, besonders an den Schattenstellen. Auch schöne Altarbilder malte er, ist aber nach Lanzi’s Urtheil hierin minder kräftig, als der Vater, wenigstens im Gemälde des Paradieses in Gesu zu Rom. Dagegen bewunderten die Fremden den hl. Apollonius in der St. Agnese Kirche zu Brescia als eines der schönsten Bilder des Meisters. Es gibt indessen noch andere namhafte Gemälde Francesco’s. Darunter zählt Kugler (Besch. der k. Gal.-. Jerie in Berlin S. 824) besonders zwei Bilder der Gallerie des k. Museums in Berlin, wovon das eine, die Darstellung des barmherzigen Samariters, naturwahr und mit einer schönen Energie in der Farbe ist. Das andere enthält eine trefflich gemalte Viehheerde, die von Merkur bewacht wird, und in der Ferne Europa auf dem Stiere. In der k. Gallerie zu Dresden sieht man von ihm die Himmelfahrt der Maria, die Anbetung der Hirten, und ein Genrebild, welches eine Familie vorstellt, die ihre Schafe füttert. Auch gestochen wurden einige seiner Werke.
Francesco da Ponte war öfter mit düsterer Schwermuth behaftet, und so stürzte er sich 1501 verzweifelt aus dem Fenster und kam um, erst 43 Jahre alt.
Pazzi stach sein in der florentinischen Tribune befindliches Bildniss.
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