Polyeuctus, Erzgiesser

Polyeuctus, Erzgiesser, der um die Zeit des Demosthenes zu lebte. Die Athener ließen durch ihn die Statue dieses fertigen.

Polygnotus, der erste Maler Griechenlands von grossem Ruhm war aus Thasos gebürtig und Schüler seines Vaters Aglaophon. Die Zeit, in welche seine Anfänge fallen, lernen wir aus Plinius kennen; dieser Schriftsteller ist es im Gegenteil, der eine nolugische Verwirrung verursacht, wenn er sagt, dass Polygnot vor Ol. 90 gelebt hat, also zur Zeit des Phidias und Polyclitus die Plastik bereits auf der Stufe der vollendeten Schönheit stand, während Polygnot noch weit davon entfernt war. Um diesen Widerspruch auszugleichen, setzen die Weimar’schen Kunsthistoriker (Jenaer Literaturzeitung 1805 III S. 3. 4. der Einleitung) Polygnot um 50 Jahre früher, und so nimmt man jetzt allgemein die Lebenszeit des Künstlers um Ol. 80 an. Seinen Ruhm gründete Athener als Maler, obgleich er sich auch mit der Bildkunst in Er schaffung hat. Die Zeit seiner Ankunft in der bezeichneten ist nicht bekannt; man glaubt aber, es sei dies Ol. 70 gesch als Cimon Thasos erobert hatte; denn Polygnot war Cimon’s seiner Schwester Elpinice Freund, mit welchem er nach Athe kommen seyn könnte. Von jetzt an erhob sich da eine Schule Malern (ἀπογραφῆς), die Plutarch im Leben des Pericles m Färbern und Stickern (βαφῆς, ἔντυποι) zusammenstellt. Polygnot begann seine Arbeiten für die Stadt wahrscheinlich gleich seiner Ankunft, vielleicht in der Pökile, weil da Cimon die bestellte. Da sah man neben Micon’s Gemälden das Gemälde (Erheischung) Helden über die Gewaltthat des Ajax an Cassandr die gefangenen trojanischen Frauen. Unter letzteren war L die schönste, das Bildnis von Polygnot’s geliebter Elpinice, Schwester Cimon’s. Diese muss indessen damals nicht mehr leben gewesen sein, da sie wenige Jahre später Pericles ein eib nennt, was Hirt (Archäologie S. 167) nicht in Wirklichkeit nimmt, sondern dass Elpinice anstatt einer Bittenden für Bruder bei Pericles einzukommen, vielmehr vor ihm ein freies Lächeln geltend machte. Im Tempel der Dioscuren (Analemma) zu Athen malte er die Thaten dieser spartanischen Heroen

Polygnotus. 479

ihre Vermählung mit den Leucipiden. Er mälte mit Micon ebenfalls im Tempel des Theseus, und wahrscheinlich schmückte er auch die Halleg bei den Propyläen. Die darauf sich beziehende Stelle des Pausanias ist sehr dunkel. Er scheint da die Polyxena auf dem Grabe des Achilles geopfert, und die Unterredung des Ulysses mit der Nausikaa gemalt zu haben.

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