Poitevin, Pierre Alexandre, Architekt, wurde 1828 in Bordeaux
geboren, und von Percier unterrichtet, dem er in seinen zahlrei- chen Arbeiten mit Glück nacheiferte. Poitevin ist Architekt des De- partement de la Gironde und der Stadt Bordeaux, dann Professor an der Akademie daselbst, und in dieser seiner Stellung stand er an der Spitze vieler Bauunternehmungen. Im Jahre 1809 erhielt sein Entwurf zum Monumente des Pierre Paul Riquet, des Er- bauers des Canals von Languedoc, die von der Specialschule der
Architectur ausgesetzte Medaille, und später zog ihn die Regie-
rung in ihren Bereich, zuerst das Departement de Lot-et-Garonne, bei Gelegenheit des Baues des Justiz-Palastes in Agen . Dann baute er das Gefängnis, den Justiz-Palast und das Stadthaus in Marmande, vergrößerte das Hospitium daselbst und leitete auch den Bau des großen Detention-Hauses von Eysses. Hierauf
führte er im Departement de la Gironde verschiedene Bauten aus. .
Er restaurierte die Gewölbe und die Sakristeien der Cathédrale St. Antoine, änderte das Schloss von Cardillac in ein Gefängnis für Weibspersonen um, baute das Lazarett Marie-Thérèse bei Pain- he, lieferte die Zeichnung zum Piedestal der Statue Ludwig XVI. in Bordeaux , so wie den Plan zur Pfarrkirche St. Nicolas daselbst, jenen zum Monumente des Erzbischofs Davieu in der Cathé- drale zu Bordeaux. Poitevin errichtete auch die Fassaden der Kir- chen St. Eloi und St. Seurin im gotischen Stil, und restaurierte überdies mehrere andere Kirchen und Öffentliche Gebäude in Bordeaux. Dann setzte er die Rostralsäulen auf dem Platz Lud- wig XVI., und lieferte zahlreiche Pläne zu Privatgebäuden. Ein anderes prächtiges Werk, ein colossaler Fest-Pavillon, den er 1828 bei der Durchreise der Herzogin von Berry in Bordeaux, von Holz errichtet hatte, ist wieder abgerissen worden. Mehrere seiner Werke sind im Recueil des édifices publics abgebildet und be- schrieben.
Lepoitevin, Eugène, s. Lepoitevin.
Treau, Etienne, Landschaftsmaler von Corbigny in Nivernois,
erwarb sich um die Mitte des 18. Jahrhunderts in Paris Beifall.,
Im Jahre 1750 wurde er Mitglied der königl. Akademie daselbst.
Z. Medailleur, der gegen Ende des vorigen Jahrhunderts in Marseille gearbeitet zu haben scheint. Folgende Medaillen sind im Trésor de Numismatique et de Glyptique, Med. de la Rev. fran. pl. XCI. No. 4, XCI. No. 9 abgebildet.
- Au Ie Consul Bonaparte Vaing. Pacificer. Marseille Reconnaissante, bei jener Gelegenheit geprägt,
als dem ersten Consul im Jahre X der Republik eine Säule
mit dessen Büste errichtet wurde,
- Bonaparte Ier Cons. A Vie. An X dela Repe. Im Avers ist die Büste Napoleon’s, im Revers steht, dass der Departements-Prefekt Charles Delacroix diese Medaille auf die Eröffnung des Canals von Arles habe prägen lassen. Im Abschnitt liest man: Cambaceres et Lebrun 2e et 3e Consuls A Vue Chaptal Ministre De L’Intérieur,
£uo Diese beiden Medaillen haben Poize’s Namen.
N, s, Panzon.
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