Pohlen, GEORG, Maler zu München , genoss den Unterricht Hans Gröber, und wurde von diesem freigesprochen. kam er in Dienste des Herzogs Georg II. von Bayern. Künstlers wird in keinem anderen Werke erwähnt.
Pühlke, Carl Wilhelm, Landschaftsmaler von Berlin , widmete sich um an der Akademie seiner Vaterstadt der Kustl, *
machte unter Leitung des Professors Hensel in kurzer Zeit glänzende Fortschritte. Schon 1832 sah man von ihm auf der Berliner Kunstausstellung ein treffliches Bild, über welches sich die Critik auf das vortheilhafteste aussprach. Es ist dies ein Waldstück mit einer Köhlerhütte, welches in der Abgeschiedenheit einer derben Natur durch das intensive, in Schatten gefangene Licht, das tiefe gesättigte Grün, den durchgreifenden Ton wilder Ruhe und düsterer Einsamkeit, einen sehr poetischen Eindruck macht. Von dieser Zeit an sah man von Pohlke mannigfaltige Bilder, in denen sich eigenthümliche Kraft und Selbstständigkeit offenbarte. Es sind dies Landschaften, Architekturbilder, Ansichten von Städten etc. mit grosser Ausführlichkeit dargestellt. Pohlke unternahm auch verschiedene Reisen in Deutschland , sah Italien und Frankreich , und machte überall zahlreiche Studien und Skizzen. Seine Zeichnungen sind gewöhnlich in Sepia ausgeführt, vortrefflich in ihrer Art. Dann zeichnet er auch Bildnisse, die sich durch ihre grosse Wahrheit der individuellen Natur auszeichnen.
Pohlmann, s. Puhlmann.
Poilly, s. Poitevin.
Kupferstecher , dessen Lebensverhältnisse uns unbekannt sind, stach die Transfiguration von Rafael.
François de Poilly, Zeichner und Kupferstecher, geb. zu Abbeville 1622, gest. zu Paris 1693. Dieser berühmte Künstler war der Sohn eines Goldschmiedes, der ihn zeichnen lehrte, bis er 1639 nach Paris sich begab, um unter Leitung des P. Daret sich der Kupferstecherei zu widmen. Letzterer war Schüler von C. Bloemaert, und auch Poilly nahm sich diesen Meister zum Vorbilde. Er verfuhr, nur in der Behandlung ein wenig breiter, mit gleichem Machwerk, kreuzte, wie dieser, die zweite Linie fast immer im rechten Winkel mit der ersten, und bemühte sich auch nach Bloemaert’s Weise die Lokaltöne anzudeuten, wie es die Stecher des Rubens schon zu tun angefangen hatten. Poilly leistete mit einfachen Mitteln Treffliches, und bewirkte bei einer schönen und leichten Anlage des Stiches durch seine zwei, fast rechtwinklig sich durchkreuzenden Strichlagen namentlich eine Bestimmtheit und Reinheit der Form, wie sie nur der vollkommene Zeichner geben im Stande ist. Die Schwierigkeiten der Darstellung eines mannigfaltigen Lichtspiels vermied er, auf die Subtilitäten des Stiches liess er sich nicht ein; dagegen aber sind seine Arbeiten wie aus einem Gusse, trefflich in ihrer Art, wenn sie auch nicht zu den ersten Meisterwerken der Chalkographie zu zählen sind. Seine Blätter sind sehr zahlreich, denn er hatte viele Schüler, die ihm folgten und ganz in seiner Weise arbeiteten, da er eine eigene Gabe hatte, denselben seine Kunst begreiflich zu machen. Die meiste technische Arbeit enthalten die ersten 100 Stiche, welche er vor seiner Abreise nach Rom fertigte, und 33 andere Blätter, welche Poilly um 1657 in Rom ausführte. Darunter sind auch Titelblätter, Thesen und andere kleine Brodartbeiten; denn der Künstler lag in Rom mehr den Studien ob, als der Arbeit mit dem Gravierstock. In Rom fertigte er indessen auch eines seiner Hauptwerke: das Blatt mit St. Carolus Borromäus, der den Pestkranken das Abendmahl reicht. Nach seiner Rückkehr stach er in Paris wenigstens noch 93 Platten, denn so viel zählt R. Hecquet, der 1752 ein Verzeichnis von Poilly’s Blättern herausgab, neben den oben
Poilly, François de.
Genannt noch auf, im Jahre 16609 wurde er Graveur ordinaire
u. Roi, J. L. Roullet stach 1690 das Bildnis des Künstlers, nach einer eigenhändigen Zeichnung desselben, welche er 1680 fertigte. Folgende Blätter gehören zu seinen vorzüglichsten. Die Abdrucke mit des Stechers eigener Adresse gehören immer zu den früheren
- Die heil. Jungfrau mit dem Kinde auf der Wiege, das
Bildnisse.
Ludwig XIV., König von Frankreich, Büste, nach P. Mignard, 1660, oval, fol. Im ersten Drucke vor der Schrift.
Ludwig XIV., Medaillon von allegorischen Figuren umgeben und gehalten, nach P. Mignard, für eine These
chen, qu. roy. fol.
Das Bildnis desselben, Medaillon unter einer Palme
Adler gelitten. Das Portrait von R. Nanteuil ges
roy. fol. .
Ludwig XIV. in seiner Jugend, nach J. Nocret, fol. .
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