Poggini, Giovanni, Goldschmied und Medailleur von Florenz, der Bruder des Domenico, arbeitete mit diesem anfangs mehreres nach B. Cellini’s Zeichnungen, scheint sich aber in der Folge ausschliesslich auf die Stempelschneidekunst verlegt zu ha- ben, indem seine Medaillen zahlreich sind. Diese sind aber auch von grosser Schönheit und Wahrheit der Form. Niemand wusste Bildnisse in Miniatur charakteristischer zu fassen und die indivi- duelle Natur treuer zu geben, als Poggini. Wir haben von ihm Bildnissmedaillen auf Alfonso II. von Este und der Lucrezia de’ Medici, so wie ihrer Kinder Lucrezia und Eleonora, Andere Me- daillen zeigen die Portraite der Bona Sforza von Arragonien, der Margarita d’Austria, der Prinzessinen der Fürstenhäuser Gonzaga und Urbino, und vieler anderer schöner Damen seiner Zeit.
Später (1558) begab sich Poggini nach Madrid in die Dienste des Königs Philipp II. Im Jahre 1550 fertigte er aus Auftrag dieses Fürsten eine Denkmünze auf den Friedensschluss zwischen Frank- reich und Spanien , mit dem Bildnis Philipp’s auf der einen, und jenem von Clemens VII. auf der anderen Seite. Dann haben wir von ihm noch eine andere Medaille mit dem Bildnis dieses Königs, und eine solche mit dem Portraite von dessen vierter Gemahlin, der Anna von Portugal . Auch andere Glieder der königlichen spa- nischen Familie und einige Grosse des Reiches porträtierte Poggini,
Er nennt sich auf den von ihm gefertigten Medaillen häufig C. aul Pog., bei Lochner und Füssly heisst er aber irrig P. Poc, und Andere zählen ihn eben so irrig zu den holländischen Mei- stern. Auf diesen Irrthum hat Bolzenthal, Skizzen zur Kunstge- schichte, Berlin 1840, aufmerksam gemacht. Das Todesjahr des Künstlers ist unbekannt. Vasari, nennt ihn nur kurz im Leben Leoni’s. Starb um 1580.
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_cvNRGQRp4uYC/