Poggini, Domenico, Goldschmied, Bildhauer, Edelsteinschneider und Medailleur von Florenz, der Bruder des obigen Künstlers und Schüler von Gio. dalle Corniole, blieb in seiner Vaterstadt, und ar- beitete da vieles für Cosmus I., während Gio. Paolo in Madrid seu Glück fand. Er schnitt für diesen Fürsten Stempel zu Mün-
Zinn und Medaillen, lieferte ihm auch Goldschmiedearbeiten, meh- rere nach Zeichnungen von B. Cellini. Dann war er auch als Bildhauer und Giesser berühmt, wie Vasari im Leben des Miche- langelo behauptet. Poggini machte für den berühmten Caufall Buonarotti’s die Statue der Poesie , und selbst einige Gedichte b- jener Gelegenheit. Auch den B. Cellini feierte er in einem 6i- dichte, während Cellini den Dichter pries. So rühmlich indessen das Zeugnis ist, welches man seiner Kunst ertheilt, so klebt dennoch ein Mackel an, weil er dieselbe auch missbraucht habt soll. Man will in ihm nämlich einen der geschicktesten Falsi- faturen des 16. Jahrhunderts erkennen, der antike Gemmen und Medaillen auf das täuschendste nachahmte. Es könnte indessen scheinen, dass Poggini mit Domenico di Polo verwechselt wird. Der letzteren Zeit seines Lebens kam Poggini nach Rom in Dienst des Pabstes Sixtus V. Aus jener Zeit ist die Iechaille mit dem Bi- der Camilla Peretti, der Schwester des Pabstes. Am Revers m- man die Fassade von S. Lucia und die Jahrzahl . Später er nicht viel mehr gearbeitet haben.
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