Poggi, Cesare

Poggi, Cesare, Maler von Mailand , wurde um geboren, und

auf der Akademie der erwähnten Stadt zum Künstler herangeführt.

Poggi hat schon eine bedeutende Anzahl von Bildern geliefert,

die ihm Ruf erwarben, so dass man ihn jetzt zu den vorzüglichsten

Künstlern der neuen mailändischen Schule zählt. Er malte

Meinige und profane Darstellungen, die neben großen Vorzügen

auch ihre Mängel haben, besonders jene der früheren

des Künstlers. Früher Beifall wurde ihm durch einige Bilder

Poggibonzo. — Poggini, Domenico. 443

der Art des Carravaggio zu Theil, die ihrer kräftigen und charak- teristischen Darstellung wegen Lob verdienen, wie drei Karten- spieler, halbe Figuren in Lebensgrössse. Auf der Mailänder Kunst- ausstellung von sah man ein Bild von furchterregender Wahr- heit, römische Räuber vorstellend, wie sie von Bewaffneten ver- folgt werden, mit kühnem Pinsel gemalt, in der Art des Salvator Rosa. Andere gut colorirte und mit breitem Pinsel gemalte Bil- der, die um jene Zeit entstanden, stellen die Rückkehr des ver- schwenderischen Sohnes dar, wie er nackt und reumüthig vom Va- ter aufgenommen wird, und den Cajus Marius, der seine Brust dem Stahl des Cimber darbietet. Weniger glücklich war er 1829 mit einer heiligen Darstellung, Christus am Kreuze mit Magdalena und Johannes in mittlerer Grösse vorstellend. Dieses Bild wird im Kunstblatt 1830 beurtheilt und in vielen Dingen getadelt. Es hat durch einen gewissen Effekt des Lichtes und der Farbe, der den Blick auf sich zieht. Auch sein Bild der büssenden Magdalena, 1820 ausgestellt, ist nichts anderes, als ein hübsches Weib mit ziemlich angenehmem Ausdruck des Schmerzes. An diese Gemälde teilen sich mehrere andere und auch Bildnisse,

s. Montorsoli.

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