Poehm, Martin. — Poelenburg, Cornelis. 437
sicht bekommen und Tag und Nacht studiert hatte, reifte der Ent- schluss, in diesem Fache die möglichste Ausbildung sich zu ver- schaffen. Von dieser Zeit an — nun auch im Dienste seines Für- sten, den er häufig auf Jagden begleitete — schnitzte er zahlreiche kleine Tier- und Jagdstücke, die ihrer großen Naturwahrheit wegen in den berühmtesten Cabinetten aufbewahrt wurden. Dann schnitzte er auch eine menschliche Figur aus Lindenholz, Horn oder Bein, die in mehreren Exemplaren von 6 — 7 Zoll Höhe vorkommt, verschiedene Vögel, Schmetterlinge von Holz und nach der Natur gemalt, verschiedene Insekten etc. Er hatte auch ein Werk ausgearbeitet, welches 42 Stellungen des Hirsches enthält.
Nach dem Tode seines guten Fürsten lebte Poehler — auch Pöhlmann genannt — ganz abgeschieden in Arnstadt , obgleich er einen Ruf ins Ausland und an den Dresdner Hof erhalten hatte.
Im Jahre 1784 oder 1786 starb er. In Meusel’s Mus. X. 195 — 219 ist ein weitläufiger Aufsatz über diesen Mann.
Rhm, Martin, Kupferstecher , von dessen Existenz Christ (Monogrammen-Lexicon) wissen will. Er erklärt ein altes, aus PM be- stehendes Monogramm auf einen solchen Künstler, wovon die Be- wichtigung bedarf.
Egbert van der, Maler von Rotterdam , ist, obgleich ein Künstler von Bedeutung, nach seinen Lebensverhältnissen unbe- kannt. Er malte ländliche Wohnungen, Küchenstücke, Marinen und Landschaften bei Tag- und Mondbeleuchtung, Ansichten von Dörfern im Abendsonnenlicht, und besonders Feuersbrünste. Seine Werke sind indessen nicht alle von gleichem Werthe, da er manch- mal in der Zeichnung mit Unachtsamkeit verfuhr. Seine Composi- tionen sind aber wohlgefällig, und selbst unbedeutenden Dingen wusste er durch glückliche Anordnung eine interessante Seite ab- zugewinnen. Grusse Meisterschaft entwickelte er in der Beleuch- tung seiner Gegenstände, und er ist hierin oft wahrer im Ton, als A. v. Ostade. Seine Färbung ist warm und kräftig, und sein Vor- trag frei und geistreich. Am berühmtesten machten ihn seine Feuersbrünste, mit allen ängstlichen Getümmel und allen Schreck- nissen solcher Vorfälle. Im Jahre 1654 malte er den Brand von Delft, und so war der Künstler bis in die achtziger Jahre thätig. Seine Werke findet man in den ansehnlichsten Cabinetten und Gallerien. W. F. Schlotterbeck stach nach ihm ein brennendes Dorf bei Nacht, während die Soldaten plündern, ein vorzügliches Effektblatt in Aquatinta. Chataigner radirte eine unter dem Namen: La ferme bekannte Landschaft, und Niquet vollendete das Blatt.
Albert, Kupferstecher, der in der ersten Hälfte des 17. Jahr- hunderts arbeitete, aber nach seinen Lebensverhältnissen ebenfalls bekannt ist. Er ist mit Obigem, der manchmal auch Albert genannt wird, kaum eine Person, etwas älter.
Die heil. Jungfrau mit dem Kinde auf dem Schoosse, vor ihr steht St. Joseph mit einer Fackel, nach A. Elsheimer., A. Poel fecit, qu. fol.
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