Podesta, Giovan Andrea, Zeichner, Maler und Kupferstecher , wurde in Genua geboren; doch nicht um , wie man gewöhnlich an- gibt. Der Künstler soll nämlich schon 1630 Mitglied der Akade- mie in Rom gewesen sein, wohin er gekommen ist, nachdem er in G. A. Ferrari die Anfangsgründe der Kunst erlernt hatte. Ganz sicher ist, dass der Künstler bereits im Kupferstechen sehr fahrend war, und von dieser Zeit an dürfte er sich immer mehr mit der Nadel, als mit dem Pinsel beschäftigt haben. Er behan- delte die Nadel sehr zart und malerisch, allein seine Zeichnung ist nicht korrekt, besonders in den Extremitäten. Das Todesjahr des Künstlers ist unbekannt.
Bartsch, P. gr. XX. 169 ff., beschreibt nur acht Blätter von Podesta, indem er nie mehr finden konnte. Gori nennt noch zwei andere, nach Annib. Carracci, allein sie sind beide nicht von Po- desta. Das eine wenigstens, welches Merkur vorstellt, wie er dem Hermes einen Apfel reicht, ist sicher von G. B. Galestruzzi; das an- dere, St. Jago mit einem Knaben, dürfte nach Bartsch ebenfalls von einem anderen Künstler sein. Einige dieser folgenden Blätter haben die Adresse von Franc. Salucci, die Bartsch bemerkt; die Adresse von Rossi entging ihm.
St. Franz zeigt seinem Oberen das Brot, welches er für die Armen zurückgelegt, und in ein Rosen verwandelt worden ist. Vor der Klosterpforte und gegenüber sind die Armen ver- sammelt. Ann., Carr. Pinxit: Ohne Podesta’s Namen. H. 10 Z. 6 L., Br. 9 Z. 1 L.
Ein Bacchanal; rechts tragen Kinder den betrunkenen Silen. Andrea Podesta inv. e f. 1640. Magnificentissimo Principi Paulo Jordano II. Bracciani Duci. And. P. D. D. D. 1640. Mit der Adresse. H. 9 Z. 9 L., Br. 14 Z. 6 L.
Ein anderes Bacchanal, wo man einen Opferpriester sieht, der Rauchwerk in das vor dem Altare stehende Gefäß wirft.
Magnificentissimo Principi Paulo Jordano II. Bracciani Duci. And. P. D. D. D. 1640. In gleicher Größe.
Ein dritter Bacchanal, mit einem Satyr im Vorgrunde, der auf dem Bauche liegend sich speit, so wie der Hund. Mag- nificentissimo Principi Paulo Jordano II. Bracciani Duci. And. P. D. D. D. 1640. Eben so gross wie die beiden vor-
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