Pocksspergt, Melchior

Pocksspergt, Melchior, auch Bocksberger geschrieben, Jenaer, der im 126. Jahrhunderte zu München lebte. Die Nach- weise über diesen Künstler waren früher so dürftig, dass wir im Archiv des Hans Bocksperger über die Existenz desselben einen Zweifel aussprechen zu dürfen glaubten. Spätere Forschungen belehrten uns indessen eines Besseren, denn wir fanden in früher unbewegten Papieren der Münchner Malerzunft wirklich eines Meisters Bocksbergers oder Pocksspergers erwähnt. Einmal heißt es, M. Bocksberger 1550 sechs Reichsthaler Meistergeld bezahlt, 1560 nahm er (Pockssperger geschrieben) den christographischen in die Lehre, und ist er als Meister des Hans Zollner getragen. Nach einer Notiz aus Regensburg dürfte der Künstler in letzteren Zeit auch in Regensburg gearbeitet haben, und gestorben seyn; allein wir vermuthen eine Verwechslung mit Hans Bocksberger. Im Jahre 1574 soll Melchior Pockssperger Rathhaus von aussen, den Bischofshof und das Haus gemalt haben. An den beiden ersten Gebäuden sind Überreste alter Gemälde zu sehen, aber es ist ungewiss, ob Pocksberger.

POCKSSPERGER, s. auch Bocksberger und Melchior Peterle. Jedemem Artikel ist ein seltenes Holzschnittwerk angezeigt, welches wir zur Zeit, als der Druck an die Bocksberger kam, noch kannten.

Poco e Buono, s. Nanni.

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