Plümb (Blum), H. J. — Plümb oder Plaimb

Plümb (Blum), H. J. — Plümb oder Plaimb, J. P. 423

vor den Blick, wo die rebellische Mannschaft vor ihrem großen Führer niederstürzt, und dieser dem Himmel für seine Ret- tung und erfüllte Hoffnung dankt. Das Thema ist ein herrliches und ebenso glücklich durchgeführt, in lebendiger Bewegung. Dennach glaubten einige Kunstrichter, das Bild sei von geringerer malerischer Tiefe, als der erschlagene Roland. Letzterer ist auch von größerer Dimension. In einer späteren grossartigen, streng gegulften Composition führt uns der Künstler nach Neapel vor das Blutgerüst des Hohenstaufen Conradin, und in demselben Jahre (1857) führte er nach E. F. Lessing’s Composition einen Carton aus, nach welchem im Schlosse des Grafen von Spee zu Heltorf die Eistürmung einer Bresche zu Iconium in Fresko gemalt wurde. Eines seiner neuesten Werke ist der Tod des Columbus , ein er- greifendes Bild. Über dem Sterbelager des ehrwürdigen Entde- ckers der neuen Welt hängen die Ketten, die Belohnung für sein heldenmüthiges Wagniss,

So wie mehrere andere Düsseldorfer Künstler, so hat auch Plüd- demann in Kupfer radirt. In den Liedern eines Malers mit Rand- zeichnungen seiner Freunde (R. Reinick) Düsseldorf 1838, ist von ihm eine Radierung zu Reinick’s Gedicht: Ständchen, 4. Im Album deutscher Künstler in Original-Radierungen, Düsseldorf 1839 — 40, ist von ihm das Blatt, welches die ersten Kreuzfahrer vorstellt, wie sie Jerusalem erblicken, qu. fol. kommt auch einzeln vor.

Dann haben wir von ihm eine Kopie in Umriss von Dürer’s be- rühmtem Stiche: Ritter, Tod und Teufel, fol. M (Blum), Hans Jörg, auch Plaimb und Plümb ge- nannt, Maler von München, war Schüler von Melchior Lach- mayer, und er selbst trat 1619 in die Reihe der Meister jener Stadt. Er musste das ganze Meistergeld von 11 fl. 25 kr., 24 dl. bezahlen. Im Jahre 1620 nahm er den Simon Beckh als Schüler an, seine späteren Schicksale kennen wir aber nicht. Lipowsky hatte weder von diesem, noch von den folgenden bayerischen Künstlern Kunde, sie erscheinen aber sämmtlich in den Akten der Zunft der Maler und Bildhauer in München.

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