Platner, Ernst Zacharias

Platner, Ernst Zacharias, Maler, wurde 1773 in Leipzig geboren, besuchte daselbst unter Oeser die Akademie, setzte 1790 sein Studium in Dresden fort, und ging dann 1797 nach Wien, wo er, bis er endlich 1800 nach Rom sich begab, wo eine Reihe von Jahren der Kunst und der Geschichte seine Thätigkeit geweiht war. Bei seinen malerischen Darstellungen nahm sich Platner besonders die Meister zum Vorbilde, welche vor Rafael in aller Einfachheit Grosses geschaffen haben, Herz und Sinn zu fesseln wussten. Unter seinen Compositionen nannte man besonders zwei, welche Szenen aus der Geschichte der Hagar vorstellen: die Verstoßung der Kinder und ihre Noth in der Wüste. Das erstere dieser Gemälde warb ihm 1808 in Rom ausgezeichneten Beifall; man nannte es wahres Bild des patriarchalischen Lebens. Andere rühmten sein Streben nach Grossheit und Bedeutsamkeit, fanden aber, der Künstler zu sehr an gewissen steifen Formen hänge. Um Eigenthümliche in den Werken der Meister jener Zeit zu werten, muss man aber die Verhältnisse kennen, unter welchen damals die Kunst gestaltet hat. Platner ergab sich indessen der Malerei nicht ausschliesslich; größer war noch seine literarische Thätigkeit. Er ist einer der ausgezeichnetsten Mitarbeiter an der Beschreibung von Rom gewesen, welche von 1830–37 zu erster Zeit in drei Bänden erschien. C. Bunsen, E. Gerhard und Röstel waren die übrigen Teilnehmer. Im Jahre 1823 wurde Platner zum sächsischen Agenten am römischen Hofe ernannt.

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