Pittonvm vicentinvm mense september-MDLXI, 24 Blätter

Pittonvm vicentinvm mense september-MDLXI,, 24 Blätter,
qu. fol.

  1. Eine andere Folge von Ansichten Roms und dessen Umge-
    bungen, meist bezeichnet: Battista P. V. F. 1565, auch 1581,
    für Camozzi’s discorsi sopra la antiquita di Roma etc. Ve-
    netia 1583. 40 radirte Blätter, qu. fol.

  2. Sechs Landschaften von Rom im Geschmacke Titian’s, be-
    zeichnet, wie oben genannt, kl. qu. fol.

  3. Sechs ähnliche Landschaften, zum Theil aus dem Neapoli-
    tanischen, mit einem Monogramme, kl. 4.

  4. Eine Folge von 40 Blättern mit verschiedenen Emblemen
    auf italienische Fürsten und andere Edelleute, in zierlichen
    Einfassungen mit Titel: Battista Pittoni Imprese di diversi
    principi etc. con aleune stanze di Lodovico Dolce 1566. Gut
    radirte Blätter, gr. 4.

Eine Folge von 16 Blättern mit Arabesken und kleinen Ge-
nien, dann folgender Adresse: Al. molto mage°. et Eccellte.
Sr. Alessandro Fedrici nobile Triuigiano etc. Baptista pi-
toni vicenzo con gratia et priuilegio di venetia p., Ani XV.
B. P. V. F. 1561, kl. schmal qu. fol.

  1. Giovannı Battista, Maler von Venedig , war Schüler sei-
    nem Oheims Francesco, der aber sonst nicht bekannt zu seyn scheint,
    denn Lanzi sagt, dass er ihn nur Giambattista’s willen erwähne,
    den letzteren aber zählt Lanzi zu den ersten Malern seinet Zeit,
    da er sich durch das Studium fremder Vorbilder einen Styl erwor-
    ben, der durch eine gewisse Keckheit der Farbe, gewisse maleri-
    sche Reize und Lieblichkeit, die hier und da in seinen Arbeiten
    durchblicken, oft etwas Neues hatte. Schr gewählt, fährt aber

Praecipua aliquot Romanae antiquitatis etc., lpar Baptistam

Lanzi fort, könne man ihn nicht nennen, gewöhnlich aber sei correct, ausgeführt und wohlverstanden in der Composition. Er sonders ausgezeichnet fand man ihn in Staffeleibildern mit Figur unter Lebensgrösse, und auch in Altargemälden um so schön je kleiner die Verhältnisse sind. Das Martyrium des heil. Bar tholomeo im Santo von Padua nennt Lanzi in dieser Hinsicht allen. Doch auch in Gallerien findet man noch Bilder von ihm, die aber das Lob nicht bestätigen, welches ihm Lanzi ertheilte. In der königl. Eremitage zu St. Petersburg ist dessen grosses Bild „der Opferung der Iphigenia“ ein Beispiel mannerierter Übertreibung. Auch in der königl. Gallerie zu Dresden sind zwei Gemälde mit lebensgrossen Figuren: der Leichnam des Seneca aus der Badu gehoben, und Agrippina’s Leiche vor Nero geöffnet. Auch Kup fertiche findet man nach seinen Werken. P. Monaco stach die Geburt der heil. Jungfrau und die Steinigung des heil. Stephan; Bernardi das Opfer Gideon’s, Juda und Thamar, Samuel und Jona, Jakob’s Segen, Hagar und Ismael, und die Marter der Ursula; P. A. Kilians die Taufe des heil. Augustin; J. Al und P. Scataglia die Canonisation des heil. Johannes von Lucca; F. Brunet eine Madonna mit dem Kinde; G. Haid tion d’esquisses etc. Pittoni starb 1767 im 80. Jahre. Von ihm selbst radirt ist vielleicht:

  1. Gio. Nep. Canonico di Praga e Martire, schmal fol., rund. 3
  2. St. Johannes der Täufer lehrend, rund, kl. qu. 4.

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