Pitteri, M.

Pitteri, M., Christus am Kreuze, sehr schön; sehr schöne Köpfe und Büsten, der Apostel und Evangelisten, so wie anderer Heiligen; die Evangelisten und Apostel, dann andere Heilige in kleineren Büsten, schöne Blättchen in 32.3 Maria und Joseph, die Apostel und Evangelisten, halbe Figuren, fast in Leinwand; der hl. Benediktus; der hl. Antonius; Vorlagen zum Zeichnen, 24. Blätter, mit erklärendem Text, 1760, von G. Albrizzi ‚zu Venedig‘ herausgegeben, qu. fol. z. St. Romuald betend, in halber Figur, fast in natürlicher Grösse; die junge Bärin; der Knabe mit der Birne; Büste eines Alten mit Stock und Rogenkranz; Büste einer jungen Frau; die Bildnisse Goldoni’s, des Malers Piazetta und jenes des Stechers Pitteri, alle gross.

Reinsberger, de, Gott Vater, Christus, Maria und die 12 Apostel, und die Evangelisten, Folge von 18 Blättern.

Renard, J., zwei Hirtenscenen.

Saiter, G., das Bildnis von Piazetta.

Sardi, P., Büste St. Augustins.

Scattaglia , A., Büste eines Mannes mit der linken Hand auf Tischbein, Büste eines Mannes mit Tabakpfeife.

Viero, T., männliche und weibliche Köpfe in natürlicher Grösse und ausdrucksvoll, wenigstens 12 Blätter.

Winkler, J. G., St. Matthias.

Zatta, J., Auf diese Weise sind folgende schöne und grosse Blätter bezeichnet: 1) Die Verkündigung Mariä. 2) Die Geburt Christi. 3) Christus als Jüngling im Tempel. 4) Christus am Kreuze. 5) Die Auferstehung. 6) Die Sendung des heil. Geistes. 7) Die Himmelfahrt der Maria; Im ersten Drucke vor dem Namen und der abgeschnittenen Platte.

Zuechi, halbe Figur eines Knaben, L’Euseigne en idee, nach dem Bilde der Dresdener Gallerie. 8 M

Ohne Namen des Stechers: Die Himmelfahrt der Maria, 4.3. 8 kleine Blätter für ein Officium B, Virginis Mariae, zart gestochen.; la concezione della S. Virgine, selten; die Kreuzab

Von Piazetta selbst in Kupfer gebracht:

  1. Büste eines Mannes, dessen Hut mit einer Feder geziert ist, in Dreiviertel-Ansicht. Piazetta f. 1738. Raülirt, in 16.; selten,

  2. Eine Folge von Köpfen in Mellan’s Manier; aber von feinerem Geschmacke.

Piazza; Albertino und Martino.

Und nach ihm Lanzi, nennt nur den Albertino und zwar

den Malern, welche im grossen Hofe des Schlotes zu

Mailand

Zeit des Herzogs Francesco Sfurza die bewaffneten

Baren gemalt haben.

Alle andern Schriftsteller übergehen diese beiden Brüder mit

Stillschweigen, obgleich sie eine ausgezeichnete Stelle in der

Italienischen

Geschichte verdienten. Nach Passavant’s Behauptung ist namenlich

einer derselben nicht nur würdig, neben Perugino und Fra

nza genannt zu werden, sondern noch ausgezeichnet; als diese,

wenn seiner trefflichen Darstellung strenger Charaktere,

seiner feinen Zeichnung des Nackten und seiner grossartigen

Gewandung.

Da aber Albertino und Martino meist gemeinschaftlich gearbeitet

haben, so ist bis jetzt noch nicht gelungen, mit voller Sicherheit

zu ermitteln, welcher von Ihnen der ausgezeichnetere war.

Nach dem, was Lomazzo von dem Erstern sagt, wird es wahrscheinlich,

dass dieser der ältere Bruder war, näherhin auch der

thümliche in seiner Kunst, während Martin der jüngere Bruder

wäre, der schon der entwickelten Kunstperiode aus dem Anfange

des 16. Jahrhunderts angehört, und zugleich ein größeres Talent

besass. Von ihren Lebensumständen wissen wir nur, dass Martino

drei Söhne, mit Namen Callisto, Scipione und Cesare

gehabt habe, die sämmtlich Maler waren, unter denen aber Callisto

gewöhnlich allein gehannt wird. Martino starb 1527, Albertino

soll bis zum Jahre 1558 gelebt haben, was wohl nicht wahrscheinlich ist.

In der nach Bramante’s Plan von Gio. Battista da Lodi

gebauten Kirche del Incoronata, sieht man in der Capelle des hl.

Anton eine Altartafel, welche in zweimal drei Felder geteilt,

einem Sockel steht. Das Mittelbild der unteren Reihe zeigt in

der Landschaft, die von zwei Engeln gekrönte heilige Jungfrau,

die mit dem Kinde auf dem Schoosse, und ein Vöglein, halbend,

nach dem Donator wendet, der anf der nächsten Tafel kniet,

von dem hl. Antonius empfohlen, dargestellt ist. Gegenüber

stehend, steht St. Bassiano; Bischof von Lodi. Diese drei Tafeln

sind weit ausgezeichneter als die übrigen und die der Prodella,

werden dem Martino zugeschrieben. Die etwas unter-lebensgroßen

Figuren sind von gutem Verhältnisse; und richtig gezeichnet,

die Charaktere haben alle etwas Seelenvolles; die Gewänder sind

geworfen und studiert. Die Landschaft, welche durch alle drei

Tafeln geht, ist kräftig im Vordergrunde, von einem blauen

Blau in der Ferne. Das Mittelbild der oberen Reihe stellt den

kreuzigten und Maria mit Johannes zu den Seiten dar; das

Bild links, Johannes den Täufer und den Apostel Paulus, das rechts

die Heiligen Sebastian und Rochus. Im Spockel sieht man die hl.

Figur des Heilandes und der zwölf Apostel. Alle diese Bilder

werden dem Albertino zugeschrieben. Im Durchschnitt zeigen

Köpfe in denselben eine gewisse Anmuth im Ausdruck und in

Bewegung, aber die Zeichnung ist schwach, der Torso des Christus

und des Sebastian ist zu stark, die Arme schwach. Die

Gewänder sind rundlich gebrochen, und überhaupt ist die Behandlungsart

weniger geistreich als in den zuerst genannten Bildern.

Im Chore derselben Kirche bewahrt man auch noch eine heilige

Kirchenfähne hinter Glas und Rahmen, welche ebenfalls

den Gründern der Malerschule zu Lodi verfertiget wurde,

zeigt auf der einen Seite die heilige Jungfrau vor Christus kniend,

der ihr eine Krone aufsetzt; vier musicirende, und viele andere

Engel umgeben die Gruppe; Passavant hält dieses Bild unbezweifelbar

für ein Werk desselben Meisters, der den oberen Teil der

Fähne gemalt hat.

Piazza; Albertino und Martino.

beschriebenen Altartafel gefertigt hat. Es zeigt dieselben lieblichen Köpfe, denselben Faltenwurf, und dieselben Fehler in den Proportionen, nämlich etwas starke Köpfe und schwache, nackte Beine der Engel. Im Allgemeinen ist es aber ein sehr ansprechendes, originell componirtes Bild. Lanzi erklärt diese Fahne als Werk „des Bramante“, Passavant vindicirt es dem einen der genannten Meister.

In der Kirche del Seminario ist ein Bild, welches den Tod der Maria vorstellt, und dem Martino zugeschrieben wird, und in der Kirche S. Agnese ist von beiden eine grosse Altartafel, welche auf ähnliche Weise, wie die Incoronata eingetheilt ist, nur krönt die Tafeln noch ein Aufsatz mit einem Giebel. Im Fries steht die Inschrift: Ven. Fratris. Nicolai. Galliani. lussio. MDXX.

Der Sockel zeigt die halben Figuren der Apostel, das untere Mittelbild, die würdige Gestalt des heil. Augustinus zwischen zwei Engeln, welcher sitzend, bekämpfte Arianer zu seinen Füssen hat. Links auf der Seitentafel stehen die Figuren des heil. Bassiano und Tomaso de villa nuova, rechts die des Bischofs S. Ubaldo und des Einsiedlers Nicolo da Tolentino. Im Mittelbilde der zweiten Reihe ist Maria mit dem Kinde von beinahe Raffael’scher Schönheit und Anmuth dargestellt; umgeben von musicirenden Engeln, während hauptsächlich die göttlichen Gespenster verehrt, und rechts der Donator Galliani knieend anbetet. In den Seitenfeldern stehen links S. Gatharina und Monica, rechts S. Agnese und Rosa d’Illyr. Falco. Die Lunette, mit der halben Figur des ewigen Vaters, hat zu der Mitte noch die Darstellung der Verkündigung, diesem ausgezeichneten Werke dürfte nach Passavant Martino alle Haupttheile ausgeführt haben, denn durchgehends ist die Zeichnung richtig, die Modellirung sehr ausgebildet, und die Färbung kräftig, aber klar; in den Schatten selbst düster. Leider haben die Bilder durch’s Reinigen etwas gelitten.

Das Hauptwerk dieser Brüder bewahrt die Kirche all’ Incoronata zu Castiglione, etwa drei Stunden von Crema, und schmückt daselbst den Hochaltar, und ist auf ähnliche Weise, wie die Altartafel in S. Agnese eingetheilt. Auch die Predella enthält die Figuren der Apostel, mit Christus in der Mitte. Das untere Mittelbild zeigt die in einer Landschaft sitzende heil. Jungfrau, mit auf ihrem Schoß stehendem und sehendem Kinde. Zwei Engelknaben halten eine Krone über ihrem Haupte. Im Felde links steht Johannes der Täufer, eine Gestalt von männlichem Anspruch und von schöner grossartiger Haltung; rechts Rochus von ausgezeichneter Schönheit. Diese untere Reihe der Bilder, welche weit meisterhafter als die obere ausgeführt ist, lässt schöner, correkter Zeichnung kaum etwas zu wünschen übrig. Die Färbung ist sehr kräftig, aber klar; die Carnation, sonst frisch erhalten, geht in den Schatten ins Schwärzliche. Die Gewänder, sorgfältig angeordnet, sind zum Theil von einem lebhaften, aber zarten Roth und Grün. Die kleineren Bilder der oberen Abtheilung sind, obgleich schön, von geringerem Kunstwerth. Das mittlere Bild zeigt den Gekreuzigten und Maria mit Johannes zu den Seiten, auf dunklem Grunde; im Felde links St. Petrus, rechts S. Agnese. In der Lunette ist die halbe Figur des Gott.Vaters, eine Meisterliche Darstellung, in den Seitenbildern die Verkündigung, und im Giebel der heil. Geist zu sehen.

Es lässt auch dem geringeren dieser Piazza ein Altarbild in der Pfarrkirche zu Codogno zuschreiben zu dürfen. Es stellt das auf der Erde liegende Christkind dar, welches die heil. Jungfrau

und zwei kleine Engel verehren. Im Hintergrunde ist die Verkündigung an die

ten. Irrig wird das Bild öfters dem Marco da Oggione zugeschrieben, obgleich es nicht im Geringsten an die Schule des Leonardo

erinnert.

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