Pitau, Nicolas

Pitau, Nicolas, 391

Dass das stark gelbe des Heiligen Joseph und das blassen Papier, und so zeigen sie sich am Gesichte der Heiligen Elisabeth, dem Rafael mit gutem Bedacht einen durchgehends tieferen Ton gab, so wie es sich für das greise Alter schickt, und dadurch das Gesicht der Jungfrau mehr hervorzuheben. Dennoch behauptet Watelet, Pitau habe durch dieses Blatt gezeigt, dass der Fürst der römischen Schule dem Stecher auch Lehren für die Firbung gegeben habe, und dass, um diese in seinen Werken zu finden, man sie nur verstehen müsse. Wenn nun Watelet geglaubt hat, dass Pitau diese Kunst verstanden habe, so ist er im Irrthum. Longhi behauptet im Gegentheile, dass er tief unter jenem großen Genius geblieben. Er zeigte sich geeigneter für andere Maler, und als Meisterstück erklärt Longhi den toten Christus mit den weinenden Engeln, nach Guercino. Ausser der treuen Nachahmung des Charakters des Urhebers ist dieser Stich durch weise Behauptung der großen Massen des Helldunkels, durch die natürliche, anständige Ungezwungenheit des Machwerks, durch den rührenden Ausdruck, durch das Verständniss der grandiosen Formen, durch die Kraft der Töne, und hier und da auch durch die Anwendung der Lötinten sehr schätzbar. Dann verdient Pitau auch besondere Anerkennung wegen einiger von ihm mit freiem Grabstichel, vieler Wahrheit und lsf5mer Behauptung der Localtöne, fast in der Art des Masson und Nanteuil gestochenen Portraits.

Pitau starb zu Paris . Seine Lebensgrenzen sind indessen nicht bei jedem Schriftsteller gleich gezogen.

  1. St. François de Sales, Fürstbischof von Genf. Parisiis 1602, fol.

  2. St. Vincent de Paula, nach St. François, fol.

  3. Ludwig XIV., König von Frankreich und Navarra, Kniestück, nach C. le Febvre 1670, gr. fol.

  4. Maria Theresia, Königin von Frankreich, nach Beaubrun, ungenanntes Brustbild. Oval, fol.

  5. Louis Dauphin, Sohn des Obigen, nach demselben, gr. fol.

  6. Louis Henry, Herzog von Bourbon, von der Weisheit und Religion umgeben. Fries, kl. fol.

  7. Zwei Prinzen des Hauses Bourbon, zwei kleine Ovale.

  8. Papst Alexander VII. auf einem Friedensstal, nach P. Mignard 1602, gr. fol.

  9. Christine, Herzogin von Savoyen, Oval, 1663, fol.

  10. Carolus Gustavus Wrangel, fol.

  11. Bildnis eines Mannes in Rüstung, in ovaler Einfassung mit Attributen, fol. Im ersten Druck vor dem ausgefüllten Wappenschild.

  12. Françoise Margueritte de Joncoux, in ovaler Einfassung, fol.

  13. Gaspar de Fieubet, Chancelier; nach demselben, 1662, fol.

  14. Jean François d’Estrades, nach N. Plutte-Montagne, fol.

  15. Jacques Fabier du Bulay, maître des requêtes, nach Ph. de Champagne 1668, Oval, fol.

  16. Nicolas Colbert, Évêque de Lucon (Lucionensium episc.), nach le Febvre, fol.

  17. Denis Sanguin, Évêque de Silves, nach demselben, fol.

  18. Henry Louis Habert de Montmort, de l’Académie française, nach Champagne, 1677, Oval, fol.

  19. Theodericus Bignonius, Comes Consistorianus, nach Champagne, 1660, Oval, fol.

  20. Pierre Seguier, Chancelier de France, nach N. Platte-Montagne 1608, gr. fol.

  21. Benjamin Prioli, der die Geschichte Frankreichs schreibt, nach C. le Febvre, kl. fol.

  22. Alexandre Paul Petau oder Petavius, Senator des französischen Gerichtshofes, nach demselben, fol. Ei

att.

  1. François de Villemont, Evêque de St. Malo, fol.

  2. Pierre de Cambout de Coislin, Episcop., nach le Fe

  3. Ambros Chapelle, Evêque d’Anvers, nach H. Per 1664, gr. fol. .

  4. Gaspar de Daillon de Lude, Evêque d’Albi, nach Egmont, gr. fol.

  5. Math. de Morgues, nach S. François, fol.

  6. Chev. Camille de Lilly, Kniestück im Oval, von Si umgeben, nach J. Daret, gr. fol. Ein Hauptblatt. *

  7. B. Farré, nach J. Daret, fol.

  8. Abbé de Luonne, kleine Büste.

  9. Topé, auf einem Buche, auf welchem man: Bibl test, fol.

  10. Die heil. Familie nach Rafael, das oben erwähnte Maria hält das Jesuskind auf dem Schoß, welch kleinen Johannes segnet; Elisabeth kniet und Joseph zur Thüre herein, Egressus . ... pacificis, fol. selten.

  11. Der tote Heiland von den Engeln beweint, nach Gu das oben erwähnte Hauptblatt des Künstlers, qu. ! ersten Drucke vor der Schrift.

  12. Der Heiland am Grabe von Engeln gehalten, nach ] racci. Ebenfalls ein Hauptblatt, s. gr. fol.

  13. Die Transfiguration. Hic est filius etc. Titelblatt.

  14. Christus mit der Samariterin in Unterredung, nach Champaigne, gr. qu. fol.

  15. Jesus in Mitte seiner Jünger, nach J. B. de Champsi

  16. Christus in einer Engelsglorie von Maria und Johann geben, welche für St. Bruno und seine Genossen nach Ph. Champaigne 1657, gr. fol. Schönes Blatt, ohne Weyen’s Adresse,

  17. Die heil. Jungfrau. Brustbild nach le Brun, fol.

  18. Die heil. Jungfrau mit dem Kinde im Arme, nach A.

F., fol.

  1. Maria mit dem gewickelten Kinde auf dem Schoß, Figur, nach Champaigne. Schönes Blatt, gr. fol.

  2. Maria mit dem Kinde im Buche lesend, nach Gu Oval, fol.

  3. Die heil. Familie, wo das Jesuskind den kleinen Jo liebkoset , nach Champaigne, gr. fol.

  4. Die heil. Familie mit musicirenden Engeln, nach . Dyc“. fol.

  5. Die wandernde heil. Familie; Joseph trägt das Ri Korbe auf dem Rücken, gr. fol.

  6. Die heil. Familie, wo ein Engel dem Kinde ein Kö mit Blumen reicht, nach E. Villequin, gr. fol. Im Drucke vor dem Wappen und dem Namen Poilly’s.

  7. Die Verkündigung Mariä, nach Ph. de Champaigne zwei Platten, s. gr. fol. Cab. du Rot.

  8. Das Jesuskind in Wolken auf dem Globus sitzend Turonensis, fol.

  9. Der heil. Hieronymus schreibend, nach demselben, gr. fol.

  10. St. Sulpitius in einer Versammlung von Bischöfen, nach J. de Champaigne, qu. fol.

  11. St. Benedikt im Staunen über das Wunder mit der Kugel, nach Ph. de Champaigne, gr. fol.

  12. St. Carolus Borromäus, fol.

  13. St. Elias, Prophet, nach einer Statue, gr. fol.

  14. Das heil. Schweisstuch und die Dornenkrone, fol.

  15. Eine grosse These, nach S. Bourdon, s. gr. fol.

  16. Einige Grabmäler der Herzöge von Bretagne, fol.

  17. Nicolas, Sohn des Obigen, war ebenfalls Kupferstecher, aber von geringerer Bedeutung als der Vater, obgleich es ihm nicht an Talent gebrach. Arbeitete um 1605 — 1745.

i) Marc René, Marquis d’Argenson, nach H. Rigaud, 1718. Mit Dedication an Ch. de Valence, gr. fol.

  1. Louis Alexandre de Bourbon, Comte de Toulouse, admiral de France, nach Gobert, N. Pitau junior sc 1701, fol.

  2. Olivier Cromwell, nach A. van der Werff, fol.

  3. M. de Noailles, archevêque de Paris, nach N. de Largillière, fol.

  4. Ch. Mavelot, Guyer et graveur de Mme. la Dauphine, nach L. Augier, s. gr. fol.

  5. Claudius de Bourdaloue, Évêque, nach demselben, fol. Im ersten Drucke vor Desrochers Adresse.

  6. B. Bossuet in einer Einfassung mit Attributen, kleines Blatt.

  7. Abbe Bignon, in ovaler Einfassung, nach H. Rigaud, s. gr. fol. Im ersten Drucke vor der Schrift.

  8. Ludwig XIV. im Oval, voti ‘dem trauernden Frankreich ge- tragen, für die Leichenrede des Königs gestochen, nach H. Rigaud, s. gr. fol.

  9. F. L. de Conti, von der Religion und dem Genius des Krie- ges begleitet, nach H. Rigaud, Vignette der Trauerrede, s. gr. Im ersten Drucke vor der Schrift und der Einfassung.

  10. L. J. duc de Vendôme, Medaillon von den Attributen des Krieges und der Marine umgeben, nach Rigaud, für dessen Leichenrede gestochen, s. gr. fol.

  11. Philipp V., König von Spanien, Medaillon nach Rigaud, s. gr. fol.

  12. L. F. Marechal de Bouflers, Medaillon mit Attributen, nach Rigaud, für dessen Trauerrede, s. gr. fol.

  13. Frédéric Leonard, Marie-Anne Désessard und ihre Tochter, alle drei sitzend, nach H. Rigaud, fol. Diese Platte hat Pitau nicht vollendet, es ist fast Alles im Umriss. Im Cahinet Paignon Dijonval war ein Abdruck.

  14. Mehrere Bildnisse für Larrey’s Histoire d’Angleterre. Rot- terdam 1607, nach Van der Werff, fol.

  15. Moses empfängt die Gesetztafeln, nach B. Picart, Buchtitel.

  16. Martyr, Büste in Medaillon, nach Van der Werff, fol.

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