Pippi, Giulio, genannt Romano, Maler und Architekt , geboren 1402, gestorben zu Mantua 1546. Die Jugendgeschichte dieses berühmten Künstlers ist unbekannt, und dass er in Rom lebte, schließen wir nur aus dem Beinamen Romanus. Doch man weiß, dass Giulio frühzeitig in Rafael Sanzio einen Lehrer und einen Freund gefunden, und dass er der berühmteste unter den Schülern seines Meisters geworden. Er nahm auch vielfachen Anlass an den Werken Rafael’s, so wie in seiner früheren Zeit über dem Geist des letzteren über ihn waltete. Allein ihm fehlte die Grazie und Keuschheit seines Meisters, man findet in seinen Werken das edle Gefühl und den reinen Sinn desselben nicht, und nur so lange Giulio in Rom war, hatte der classische Genius der Schule das ungestüme Feuer seines Geistes gezügelt, während aber die Schranken durchbrach, als der Tod den Meister dahinraffte. Jetzt zeigte er sich bald in seiner Wildheit, Rohheit, die nur noch in den allgemeinen Bezügen der äußersten
Form den Schüler Rafael’s erkennen lässt. Giulio hatte aber auch nicht das stille Gemüth eines Sanzio, nicht dessen Sinn, zur Dar- stellung des Himmlischen geschaffen, ihn beherrschte ein lebendig bewegter, kecker Geist, der sich mehr im Gewaltigen des Michelangelo aussprach, als im stillen, frommen Wirken Rafael’s. Es war besonders das Gebiet der Antike, in welchem er sich am lieb- sten bewegte. Er gehört, heisst es in der Beschreibung Rum’’s von Platner, Bunsen etc., I. 515, durch seine mythologischen Dar- stellungen, in denen er durch tieferes Eindringen in den Geist des Alterthums selbst den Rafael übertreffen möchte, unter die in ihrer Art einzigen Erscheinungen der Kunstwelt. Der antike Sinn scheint in ihm selbstständig wiedergeboren, indem er sich in dem Geiste des Künstlers auf eigenthümliche Weise, und im Charakter der neu italienischen Kunst des 16. Jahrhunderts spiegelt. Man bemerkt daher in seinen Werken wohl Studium, aber keine eigent- liche Nachahmung der Antiken. Er wusste die Vorwürfe der alten Fabel mit ungemein sprechendem Sinne aufzufassen; in seinen Compositionen herrscht eine reiche üppige Phantasie, ausgezeich- neter Schönheit in Gruppirung und Anordnung, und alles athmet in ihnen ein blühendes sinnliches Leben. Der Styl seiner Zeich- nung ist nicht minder trefflich, aber dennoch haben ihn neuere Kunstkritiker, wie Fiorillo u. A., manierirt genannt. Seine Zeich- nung ist durchaus correct, auch in seinen christlichen Darstellun- gen, obgleich diese von ungleich geringerem Werthe sind, als seine Bilder aus dem klassischen Alterthum. Es mangelt ihm an Begei- sterung für christliche Gegenstände, so gross, vortrefflich und uni- versell er auch ist. Dann steht er ebenfalls in der Farbengebung unter Rafael, und nur sehr wenige Bilder dürften sich von ihm finden, wo er auch hierin auf seiner übrigen Höhe sich erhält, Mit den Bildern der Sala di Constantino ist dieses nicht der Fall. Im Übrigen ist aber Giulio Romano an Geist, Kenntnissen und Charakter den übrigen Schülern Rafael’s überlegen, und jene Lücke in seinem Wesen abgerechnet, war er nach dem Tode des Meisters vor allen berufen, den Ruhm der Schule fortzupflanzen.
Giulio’s frühere Thätigkeit in Rom fällt mit jener Rafael’s zusam- men, denn dieser Meister bediente sich bei seinen grossen Unter- nehmungen häufig dessen Beihilfe. In der Sala di Constantino malte er nach Rafael’s Zeichnung (mit unbedeutenden Auslassun- gen) die Schlacht des Constantin mit Maxentius bei der milvischen Brücke. Die Ausführung des Bildes ist kühn und tüchtig, zwar hart und scharf, wie es die Eigenthümlichkeit des Giulio ist, was aber hier dem wildbewegten Ganzen keinen zu grossen Abbruch thut. Dies ist das Hauptbild des Saales, und an dieses reiht sich die Erscheinung des heil. Kreuzes, ebenfalls von Giulio ausge- führt. Dieser Künstler hatte auch die Oberaufsicht bei der Aus- führung der biblischen Scenen an der Decke der vaticanischen Logen, wozu Rafael die Zeichnungen gefertiget hatte. Der Mei- ster selbst hat da nur wenig gemalt, das meiste Pippi und andere Schüler. Von ihm ist die Erschaffung der Welt, die Geschichte des ersten Menschen, die Geschichte des Noah, jene des Joseph und vielleicht auch die des neuen Testaments. In der Farnesina malte er einige Darstellungen aus der Geschichte der Psyche, eben- falls nach Rafael’s Cartons.
Dann hat Pippi auch nach Zeichnungen Rafael’s Bilder in Öl ausgeführt, was aber nicht immer mit strenger Gewissheit gesagt werden kann. Im Museum zu Paris ist ein Bildchen der heil. Fa- milie, wo das Christkind auf der Wiege stehend den Johannes
Knecht. Die Ausführung wird dem Giulio beigemessen, 00 wi von jenem der Madonna col divino amore im Museum zu Neapel Bin anderes, nach Rafael’s Tod von Pippi ausgeführtes treffliche Bild des Museums in Neapel ist unter dem Namen der Madonna della gatta (mit der Katze) bekannt. Auch die Vierge au lézir (Madonna della lucerta, mit der Eidechse) im Museum zu Madrid soll Giulio ausgeführt haben. Eine als Copie dieses Künstlers be geichnete Wiederholung, hart und kalt gemalt, ist im Palaste P gu Florenz. Man erkennt ferner auch seinen Theil an der Au führung der berühmten heil. Familie, welche Rafael 1518 für Franz von Frankreich unternommen hat. Im Pariser Museum ist &i Bildniss der Johanna von Arragonien, welches, mit Ausnahme di Kog\fe.‚ dem Giulio beigelegt wird. Zu Oakoverhall in Den ?y;s ire ist eine Cnupie von Rafael’s Bild der Perle im Museum ı
adrid, in der Grösse des Originals. Dr. Waagen erkennt in &ı ser Nachbildung mit Bestimmtheit die Mand des Giulio. An Gi lio Romano gemahnt auch die Madonna mit der Blume in &1 Sammlunq) zu Holkham, die da für Rafael gilt. Herr Munro ! London besitzt eine Maria mit dem auf äor Wiege stehendt Kinde, welches dem Johannes den Spruchzettel mit dem „Ecce 4 nüs dei‘“ reicht. Die Köpfe sind schr lieblich, Zeichnung u! Ausführung, so wie die freskoartigen Farben sehr in der Art d| Giulio. Mit Francesco Penni vollendete er nach Rafael’s Tod 4 schon 4505 übernommene Bild der Krönung Maria für S. Ma: di Monte Luce in Perugia, gegenwärtig im Vatikan. Von Gl soll die obere Hälfte mit Christus und Maria auf Wolken gem! sein. Giulio dürfte auch einige der vorhergenannten Bilder e& nach dem Tode des Meisters in Oel ausgefuhrt haben, denn ! war mit Fattore der Erbe der Zeichnungen Rafael’s. Sie muss! desswegen auch der Verpflichtung des Meisters nachkommen, 4 dieser mit den Nonnen von Monte Luce eingegangen hatte. V Rafael’s Tode an lebte er noch in voller Unabhängigkeit eini Jahre in Rom, auf mannigfaltige Weise beschäftiget, sowohl ! der Malerei , als in der Baukunst. Hieher gehören einige Fresc malereien mythischen Inhaltsı die Gemälde, mit welchen er 4 von ihm erbaute Villa Lante ausschmückte, und ein grosser Fril in einem der oberen Säle der Farnesina, welcher ihm wenigs!e' mit grösster Wahrscheinlichkeit zugeschrieben wird, beide tüd tige und gediegene Werke, wenn auch sie bereits mehr dır Kraft und Leben, als durch Anmuth und Zartheit ausgezeichnet s Eine Abbildung der erstern Bilder s. Peintures de la Villa Lam de l'invention de Jules Romain, par les freres Piranesi, dess. f Th. Piroli. Den Fries stach B. Pinelli: Il _ Fregio di Giulio N mano dip. nella Farnesina. Roma 1813. Bedeutender als die Werke ist ein Altargemälde, welches Giulio unmittelbar nach N fael’s Tod für S. Stefano in Genua ausführte. Es ist diess ® Martyrthum des heil. Stephan, welches man als ein würdiges Se tenstuck zu Rafael’s Transfiguration bewunderte. Es musste us! Napoleon die Reise nach Paris antreten, befindet sich aber * 1815 wieder in Genua. Der jugendlich schöne Heilige, siege! über das äussere Leiden, ist durch ein nur über ihn hereinbr chendes Licht beleuchtet. Ihm näher sitzt der Befehlshaber, w im Grunde werfen und zielen die römischen Soldaten. An die Bild reiht sich nach Dr. Kugler ?Genh. der Malerei 1I. 260) ' gleicher Vortrefflichkeit und jedenfalls auch aus der ersten Z von Giulio’s Selbstständigkeit eine heil. Familie in der Dresdn' ‚Gallerie, wo die Mutter das Kind, um es zu waschen, in “ Wanne stehend hält, und der kleine Johannes das Wasser scherse"
hineingiesst. Es ist dies ein Bild voll kecher Lust, schön gezeichnet und tüchtig gemalt. Man hat die Komposition dem Rafael zuschreiben wollen; sie ist aber, trotz ihrer Vortrefflichkeit, nach Kugler dem milderen Sinne dieses Meisters nicht entsprechend. Dieses Hauptbild kannte schon Vasari. Giulio malte es für den Herzog Friedrich, und dieser schenkte es der Isabella Boschetta,
An diese Bilder reihen wir noch mehrere andere, die größtenteils aus der früheren Periode des Künstlers stammen dürften, da in Mantua die von ihm unternommenen Bauten und die reiche, malerische Ausschmückung derselben zur Ausführung von Kirchen- und Staffeleibildern ihm wenig Muße gelassen haben werden. In S. Prassede zu Rom ist die Geisslung, eines der trefflichsten Werke des Künstlers, auf Holz gemalt. In der Sakristei der S. Peterskirche zu Rom ist eine Madonna mit dem Kinde, welche ebenfalls Aufmerksamkeit verdient. In der Kirche dell’Anima da- selbst ist das grosse Altarblatt sein Werk, und in Trinita de’ Monti zierte das berühmte Bild mit Christus, welcher der Magdalena als Gärtner erscheint, die Kapelle Massimi. Beide wurden von Palmaroli restauriert. Im Palast Borghese ist die Darstellung ei- nes reizenden nackten Weibes.
In der Gallerie Manfrin zu Venedig sind einige schöne grosse Bilder mythischen Inhalts, und eines der vorzüglichsten die Pandora, dem Jupiter vorgestellt, im sechsten Bande von Reveil’s Musée in Umriss gestochen.
Über das Bild der Anbetung der Hirten, ehedem in St. Andrea zu Mailand, s. unten die Gallerie des Louvre,
In der k. k. Gallerie zu Wien ist eine heil. Familie mit fünf lebensgrossen Figuren, das lebensgrosse Kniestück einer Madonna mit dem Buche in der Hand, während Jesus einen Blumenkranz hält; die Attribute der Evangelisten mit der symbolischen Taube, ein öffentlicher Platz des alten Rom mit Kampfspielen, denen Pocobus auf dem Sonnenwagen zusieht, mit zahllosen kleinen Fi- guren. Alle diese Bilder wurden als Giulio’s Arbeit erklärt.
In der Gallerie Lichtenstein daselbst ist ein Johannes der Täufer in der Wüste, ein Bild in voller Farbenpracht, nach jenem Rafa- els wiederholt. Die gräflich Thurn’sche Sammlung bewahrt das
f::-l(;l.e mit St. Jakob von Compostella, der gegen die Mauren
In der königl. Pinakothek zu München sind drei vorzügliche Bilder von Giulio’s Hand: Johannes der Täufer in der Wüste an einer Quelle sitzend, lebensgroße ganze Figur; Theseus verlässt die schlafende Ariadne, um sich auf Naxos einzuschiffen; das Bustbild einer weiblichen Figur, wahrscheinlich zur Darstellung einer Judith.
In der königl. Gallerie zu Dresden sieht man ausser der oben erwähnten heil. Familie, wo das Kind gebadet wird, oder der Ma- fıa mit dem Becken, die heil. Cäcilie, Copie von Rafael’s berühm- tem Bilde in Bologna, ganze Figuren in Lebensgrösse; Simson mit dem Eselskinnbacken im Kampfe mit den Philistern, und Pan mit der Rohrpfeife als junger Hirt neben dem Satyr sitzend, le- bensgroße Figuren in einer Landschaft.
In der Gallerie des königl. Museums zu Berlin ist ein grosses Bild aus der letzten Zeit des Künstlers. Es stellt ein nacktes Weib auf dem Lager, von einem alten Weibe belauscht, dar, ergisch gezeichnet, aber kalt und grau gemalt, ohne Lust und
Pippi, Giulio.
Stimmung, nach Dr. Kugler nur ein Bild gemeiner Lascivität. Einzig die Gestalt, und besonders der mit humoristischer Derbheit gezogene Kopf des alten Weibes, gibt einen Beleg für die edle
Haltung des Künstlers. Nach dem früheren Cataloge der Sammlung von Sanssouci kam dieses aus jener Gallerie nach Berlin. In Sanssouci wurden ihm noch folgende Bilder zugeschrieben: Orpheus und Euridice, ganze Figuren, die Vermählung der heil.
Catharina, die Erziehung des Bacchus, und Orion.
Professor Schaffert in Baden besass 1850 ein wenige Jahre vorher wieder aufgefundenes herrliches Bild der Madonna mit Jesu und Johannes, ganze Figuren in ungefähr halber Lebensgröße. Pippi malte dieses Bild nach Rafael’s Zeichnung, die in Landor’s Leben dieses Künstlers nachgebildet ist.
In der kaiserl. Eremitage zu St. Petersburg wird ihm das treffliche Bild einer heil. Familie zugeschrieben, bei deren Darstellung das Naive eines kindlichen Spiels zum Motiv diente; eine Szene Gott Vater vorstellend, wie er den ersten Bewohnern des Paradieses droht; eine Madonna mit dem auf einem Tische stehenden Kinde; ein kleines Schlachtgemälde, und das lüsterne Bild einer Leda mit dem Schwane.
Über die Bilder der königl. Gallerie des Louvre in Paris s. Waagen, Kunst und Künstler III, 445 ff., ausführliche Nachric Da sieht man die Anbetung der Hirten, welche aus der Capel Buschetti in S. Andrea zu Mailand in den Besitz Carl’s in England gelangte, und nachmals mit der Jabach’schen Sammlung in jene Ludwigs XIV. kam. Zu den beiden Seiten des Vorgreif des sieht man Johannes den Täufer und den heil. Longinus, w in der Ferne die Verkündigung der Engel an die Hirten. Gegen stände dieser Art sagten dem feurigen, mehr auf das Dramatische und Sinnliche gerichteten, Geist des Giulio nicht zu. Der Ausdruck ist daher hier übertrieben, und doch unbedeutend, die Charaktere und Formen kräftig, aber nicht fein. In der sonst meisterlichen Zeichnung finden sich, außer den Uebertreibungen, zu spitz vorn ausgebogene Finger. Die Färbung ist von ungemeiner Tiefe und Sättigung, die Lichter glühend, die Schatten schwarz. In einem Bilde der Maria mit dem Kinde und dem kleinen Johannes haben die Charaktere, welche denen in der Madonna dei Cappucci Jabri sehr ähnlich sind, zwar ein gefälliges, keineswegs aber heiliges Ansehen. Der sehr warme Ton ist in den Lichtern Fleisches heller als meist, die Rundung der Theile und Verschmelzung der Töne sind meisterlich, Gewänder und Hintergrund dunkel. Das Bild der Beschneidung, mit vielen Figuren in einem Tempel mit gewundenen Säulen, stammt aus dem Nachlasse bekannten Finanziers Fouquet. Es wurde von Ch. le Brun ge und später Ludwig XIV. überlassen. Dieses Bild ist in den Charakteren theils kräftig, theils edel, in den Motiven aristokratisch, Zeichnung und Gewändern von vielem Style, in der Haltung dagegen, in der Färbung bunt und unwahr. Die Lichter im eichen sind weisslich, die dunkelgrauen Schatten sprechen für die Anwendung des sehr nachdunkelnden Russes, dessen Giulio öfter zum Nachtheil seiner Malereien bediente. Bedeutender der Triumph des Titus und Vespasian über Judäa. Hier sind energischen Charaktere und das Dramatische an ihrem Platze, es spricht sich darin die Begeisterung der Zeit für römische Ursachen aus. Zu den Kupfern der Imperatoren sind ihre Medaillen benutzt. Der Fleischton ist hier besonders braun, Rundung und Verschmelzung der Theile ausserordentlich, eine bläuliche, gebirgige La
schafft sehr schön ausgeführt, die Wirkung des Ganzen aber bunt.
Dieses Bild kaufte Jabach aus der Sammlung Carl’s I., und dann
erwarb es Ludwig XIV. Eine schöne, in den Formen sehr durch-
gebildete, in der Farbe sehr kräftige, und gesättigte Composition
ist jene, welche Vulkan vorstellt, der die Pfeile des Amor schmie-
det, womit Venus dessen Kücher füllt. Eine Nymphe des Ueberflusses
in einer Nische, grau in grau, gilt in Paris für Rafael, ist aber
eher von Giulio; ein treffliches Bildchen. Dann sieht man im
Louvre auch das Bildnis des Künstlers, eine echt italienische
Physiognomie, dessen plastische Auffassung fast an Härte grenzt.
Die Lichter sind sehr warm, die Schatten grau. Der Aufstellung
geharren drei Männer zu Pferde in römischer Tracht, zwei Schilde
grau in grau, das eine mit dem Raub der Helena, das andere
mit einem Seegefecht.
In der Gallerie Orleans waren 7 friesartige Bilder, welche der
Herzog von Bridgewater kaufte. In der Gallerie des Herzogs ist
aber nur noch der saugende Herkules, die anderen sind zerstreut,
nämlich: der Raub der Sabinerinnen, die Frauen versöhnen die
Römer und Sabiner, Coriolan und seine Mutter vor Rom, die
Enthaltsamkeit des Scipio, Scipio seine Soldaten belohnend, Sci-
pio belagert Carthago. Von zwei anderen Bildern dieser Sammlung
steht das eine die Geburt des Herkules, das andere die Geburt
des Jupiter vor, letzteres im Besitze des Grafen Northwick.
In der Sammlung von Crozat sah man die Erschaffung der Eva,
und drei badende Nymphen.
Auch in England finden sich mehrere Bilder von Giulio Ro-
mano, wo die Crozat’sche und Orleanssche Sammlung zerstreut
ist. Dr. Waagen gibt über diese Kunstschätze im ersten und zwei-
ten Bande seiner Kunstreise Aufschluss. In der National-Gallerie
in London ist eine kleine Charitas aus der Villa Aldobrandini.
In der Bridgewater-Gallerie ist das Gemälde der Gallerie Orleans,
welches die erwachte Juno vorstellt, wie sie den saugenden Herku-
les von ihrer Brust reißt. Im Hintergrunde sind zwei graziöse Knaben,
die auf einen Baum klettern, so wie ein dritter mit zwei Satyrn.
Dieses Bild von mäßiger Größe ist für Pippi besonders warm und
in der Färbung. In Hamptoncourt sind drei berühmte Com-
positionen: der kleine Jupiter an der Ziege Amalthea saugend, Ju-
piter und Juno im Begriff, den Götterthron einzunehmen, und die
Geburt von Diana und Apollo. Diese ziemlich derb und roh ausge-
führten Bilder aus der Schule des Giulio werden überdies noch
durch Retouchen entstellt. Lord Northwick besitzt das Bild des
Beugebornen Jupiter, zu dessen Seiten Corybanten singen und
musizieren; im Hintergrunde eine reiche, herrliche Landschaft mit
der Aussicht auf das Meer. In dieser geistreichen Composition
spricht sich ganz der kühne, poetisch-leidenschaftliche Sinn des
Giulio aus, dabei ist die Ausführung fleißig, die Färbung sehr
kräftig und ungewöhnlich klar. Dieses Bild stammt aus der Gal-
lerie Orleans; es befand sich später in der Sammlung Erard zu
Paris, Sir Thomas Baring besitzt eine Maria mit dem Kinde,
einstück, das in den hellen Lichtmassen der Gewänder etwas Fres-
kenartiges hat, und dem Giulio beigelegt wird. Dr. Waagen
kennt in der Gefühlsweise und im Machwerk mehr den Perin
aga,
Giulio Romano als Architekt und Maler.
So wie Rafael, so übte auch Giulio die Architektur, und er
erlangte hierin noch größeren Ruf als der Meister. Dieser war Ra-
Pippi, Giulio.
fael; denn Vasari sagt: „Nachdem er von seinem Lehrer die schwei eten Gegenstände in der Malerei gelernt, gelang es ihm bald auc Gebäude perspektivisch darzustellen, sie auszumessen und d Grundrisse davon zu entwerfen. Oft liess Rafael seine Schäf durch ihn im Grossen ausführen, und dadurch gewann Giulio ı dieser Arbeit nach und nach Geschmack, wurde geschickt, und
Jangte endlich dahin, ein vortrefflicher Architekt zu werden.“
nun auf solche Weise Meister und Schüler an Einem Werke ı
Jleich thätig waren, so konnte es leicht kommen, dass dassell
erk beiden zugleich zugeschrieben wurde. Dies ist unter and rem mit der anmuthigen Villa Madama der Fall, die für den Cı dinal Julius von Medicis erbaut wurde. Vasari schreibt dem G' lio nur die Leitung des Baues zu, was aber die Decoration b trifft, hat Pippi den grössten Antheil. Schade nur, dass dies Srächtige Gebaäude gegenwärtig in schlechtem Zustande sich beß
et, eine Art moderner Antiquitäten geworden ist. Allein tro seines Verfalls wird das anmuthige Casino, welches Rafael und ! Romano errichteten, noch immer bewundert. Die Fagade stell! | nen %ronen durch Nischen und Fenster getheilten und mit ein jonischen Säulenordnung gezierten Halbkreis in Form eines Th ters dar. Von da gelangt man in das Vorhaus, welches zu ei! schönen offenen Gallerie führt, die Vasari Loggia bellissima nen! In die Gewölbe derselben malte Julius jene herrlichen Composit nen, welche Gottheiten aus der Fabelwelt darstellen, aber den U tergang drohen. Die Villa Madama enthält neben den Logen d Vatikans Allces, was man von Decoration Classisches sehen kan Giulio schmückte es mit Gio. da Udine auch mit Arabesken © Stuccaturen, in demselben Geschmacke, wie die Logen des Va kans. Auch der Pallast Cicciaporci, ehemals Alberini, in der
de Banchi, wurde von einigen dem Rafael, von anderen dem G: lio beigelegt. Fast von gleicher Eleganz ist auch der kleine Pı Jast Cenci (alla Dogana) auf Piazza dı S. Eustachio, beide abgeb det in Ferrerio’s Sammlung von römischen Pallästen No. 34 und { Für Baltassaro Turini von Pescia baute Pippi ein Casino, jetz! ı ter dem Namen der Villa Lante bekannt, Barin sind einige War malereien von Giulio und seinen Schülern. In einem Zimmer #t man vier Brustbilder, angeblich die Bildnisse der verschiedes! Geliebten Pippi's.
Diese Bauten leitete der Künstler wahrscheinlich in den näch!! Jahren nach Rafael’s Tod. Er galt damals als der vorzüglich italienische Künstler, der berufen war, nach dem Absterben 4 Meisters den Glanz seiner Schule aufrecht zu erhalten. Er dazu auch volle Gelegenheit bekommen, denn was die Pabste } lius II. und Leo X. dem Rafael Sanzio waren, das war ihm Fr rich Gonzaga von Mantua; nicht blos, weil er diese Stadt ® vielen trefflichen Werken geziert hat, sondern weil er sıch bı im Sinne des ursprünglichen grossen Stifters eine Schule beg'“ det, die höchsten und würdevollsten Aufgaben der Kunst i9 ©! sischem und universellem Geisto zu bearbeiten fortgefahren. fael’s Geist hat sich indessen nicht ausschliesslich rein und unl mischt in dieser Schule erhalten; sie ist nur in Form und Behs? Jung ienor Rafaol’s verwandt. Aber dennoch war Giulio's Erf‘ ein glänzender, da er‘auch in Mantua mit philosophisch- p“ echer Begeisterung das seinem Naturell am meisten zusagende © biet der Mythe des Alterthums auf eine Weise bearbeitete, 4! diese Kunst dem Publikum gegenüber die würdevollste Stelle &' nimmt, da die Kraft seines Geistes auch die Architektur und ‘ Ornament durchdrang, und alle künstlerischen Thätigheiteo wech!
Die vorzüglichsten der unter Giulio in rühmlicher und rastloser Thätigkeit versammelten Männer — Gehülfen, die seine Begei- sterung teilten — waren Piero del Vaga, Rinaldo, Battista und Camillo Mantuano, F. Primaticcio, G. Clovio, F. Guisoni, B. Pagni, T. Ghisi, J. Andreasi, Bertoni, und kurze Zeit auch Fran- cesco Penni.
Die Zeit, in welcher Giulio sich nach Mantua begab, und wann er Rom verließ, weiß man nicht genau. Einige Schriftsteller geben als Ursache die unzüchtigen Zeichnungen an, welche Marc Antonio gestochen und Pietro Aretino mit Sonetten begleitet hätte, worüber Papst Clemens VII. so sehr in Zorn gerieth, dass er den Stecher ins Gefängnis werfen ließ, aus welchem er erst nach geraumer Zeit auf Bitte des Ipolito de Medici und des Bildhauers B. Bandinelli befreit wurde. Giulio Romano soll wegen der Zeichnungen ein gleiches Los gefürchtet haben, und nach Mantua fliehen sein. Fiorillo u. A. erklären diese Erzählung für eine Fabel, ohne hinlängliche Beweise gegen die Echtheit dieser Angabe zu haben; denn die Behauptung, dass diese Stiche erst erschienen seien, als Giulio schon in Mantua war, dürfte nicht für ausgemacht anzunehmen sein. Man weiß nicht, wann die Stiche erschienen sind, ob gleichzeitig mit den Sonetten des Aretino oder nicht. Die Originale sind ausserordentlich, denn es wurden in Rom die Abdrücke mit den Platten verzichtet. In der k. k. Sammlung zu Wien ist nur ein einziger Blatt; Mariette soll aber ein vollständiges Exemplar gehabt haben, welches vermutlich jenes ist, welches gegenwärtig im königl. Kupferstichkabinett zu Paris aufbewahrt wird. Mit den Marc Antonioschen Stichen dürfen die Blätter eines unbekannten Künstlers nicht verwechselt werden, welche die Liebschaften der Götter vorstellen und als Compositionen des Giulio ausgegeben werden. — Die Veranlassung, dass Giulio in Dienste des Herzogs Gonzaga nach Mantua kam, war nach Anderen B. Castiglione, der Gesandte desselben am päpstlichen Hofe und Pippi’s besonderer Freund, Gonzaga hatte großartige Versthünerungspläne gefasst, und in Giulio Romano fand er den Mann, dessen Genie dieselben zu erfüllen im Stande war. Der Herzog ertheilte dem Künstler den Titel eines Direktors der Wasserbauten und Oberintendanten der Gebäude. Mit dem vollsten Vertrauen beehrt, ging er jetzt ans Werk, aus Mantua gleichsam eine neue Stadt zu schaffen. Vor allem sicherte er sie durch Dämme gegen die häufigen Überschwemmungen des Po und Mincio, trocknete die Moräste aus, und machte so die tiefer liegenden Quartiere gesünder. Auf der Aue ausserhalb der Porta S. Sebastiano waren damals nur die Stallungen des herzoglichen Gestütes, Te genannt; Gonzaga wünschte eher da auch eine größere Wohnung, doch so, dass die alten, alten nicht angetastet würden. Giulio ging sogleich ans Werk, und führte in dem größeren Raume den ersten Saal aus, ganz von Ziegeln, da hartes Gestein in der Gegend fehlte. Auch die Säulen, Basen, Kapitäle u. s. w. bildete er aus Backsteinen, die später mit Stucco überzogen, in den schönsten Verhältnissen prangten. Auch verzierte er die Gewölbe auf eigene Weise mit sehr schönen Füllungen und reich geschmückten Vertiefungen. Der Herzog war entzückt von der Schönheit dieses Saales, und beschloss gleich, das so klein angefangene Gebäude zum großen Palaste auszubauen, in welchem man den Palazzo del Te bewundert. Den Palazzo del Te führte wahrscheinlich die Aue, wo das Gebäude sich erhebt, irrig ist es aber, wenn man die Sache von der Form des Teiches hernehmen will. Das Hauptgebäude bildet in sei-
Pippi, Giulio.
Dem Grundriss ein vollkommenes Viereck von beinahe 180 Fuß auf einer Seite. Das Inneres des Hofes ist ebenfalls ein großes Viereck, mit zwei Eingängen. Vor dem großen Hofe gelangt man in ein prächtiges Vestibulum, in die Loggia, welche in den Gärten geht. Die Fassade dieser Seite bildet ein Peristyl von 12 Säulen. Der Aufriss des Palastes, sowohl von aussen, als im Inneren des Hofes, zeigt eine Ordnung dorischer Pilaster, die mit großer Regelmäßigkeit die Pfeiler der beiden Fensterreihen zieren. Unter Bossagen und regelmäßig behauenen hervorstehenden Werkstücken sind auf das sinnreichste angewendet, und die Felder der ersten im unteren Stocke so verteilt, dass eine Abwechslung von Pfeilern und Fensteröffnungen die Schwerfälligkeit mindert und die Einförmigkeit unterbricht. Das Ganze ist mit einem schönen dorischen Gesimse mit Triglyphen und Metopen gekrönt. Im Inneren des Palastes bot Giulio den ganzen Reichthum seiner Kupferstecherei der sich in historischen und mythologischen Compositionen, in zähligen Zierwerken auf das glänzendste ausspricht. H. Mey hat in Göthe’s Propyläen VII. S. 11 — 4 die erwähnten Fresken malereien jenes Palastes anziehend beschrieben. In der großen Loge bewundert man am Gewölbe in fünf Medaillons die Gesichter David’s, und von da gelangt man links in einen Saal, dessen Zierverzierung in zwei übereinanderliegenden Friesen besteht, welche nach Zeichnungen Giulio’s von Primaticcio und G. Bat. Mantua in Stucco gearbeitet sind. Man sieht ferner eine lange Reihe Figuren in alterthümlichem Costume, lauter Schlacht-, Marsch- und Lagerszenen, im Ganzen den Triumph des Kaisers Sigmund stellend, welcher vor dem Stallmeister geht, der einen Schild dem gekrönten Doppeladler trägt. Die Stuccoarbeiten am Gewölbe des Saales zeugen von dem nämlichen Geschmacke. Das Gewölbe des darauffolgenden Saales ist mit einem großen Gemälde von Primaticcio nach Giulio’s Zeichnung geschmückt, und in den übrigen Feldern malte dieser selbst die Figuren. Der letzte Saal ist wegen seines ausserordentlichen Reichthums berühmt. Die Malerei hat sich hier aller Oberflächen bemächtigt, und durch die Täuschung der Farbe und der Perspektive alle Linien verschwinden lassen, die seine Gestalt bestimmten. Einige haben geglaubt, dass er einen Kreis bilde, während es ein Oblongum ist, mit abgerundeten Ecken. Dies ist der Saal der Riesen. Man befindet sich in demselben von lauter Felsen umgeben, die auf die Riesen herabstürzen, welche von denselben zerschmettert werden oder umsonst zu vertheidigen suchen. Der Boden selbst besteht aus Trümmern und die Decke ist der Olymp, von welchem Jupiter seine Blitze schleudert. P. S. Bartoli hat diese Malereien in Fresken gestochen, unter dem Titel: Giove che fulmina. Die dargestellte Szene ist in Pitture da G. Romano etc. Geht man von hier wieder zurück durch das oben erwähnte Vestibul, so kommt man durch eine Reihe von Zimmern, in welchen sich Pippi’s Tafelwerk auf das glänzendste offenbart, da die Gegenstände dem der alten Mythe entnommen sind. Hier malte er das Wagen Phaetons, die weltberühmte Geschichte der Psyche, welche Diana Ghisi, Agost. Veneziano und dem Meister mit dem Werkzeug gestochen sind, und anderer Götter; allein die wirklich authentischen Gruppen sind bereits die wenigeren; denn in Manierismus war der ungestüme Drang des Künstlers erwacht, der ihn selten antrieb, Schönheit der Form und Reinheit der Linie zu achten. Auch die Gemeinheit der Auffassung einzelner Darstellungen, wie im Bilde der Olympia, ist Freilich mag manche dieser Vernachlässigungen auf Rechnung
Mantua ist voll von Werken dieses Meisters. Er baute ganze Quartiere und Strassen wieder auf, gab der Stadt ein ganz neues Ansehen, und verschönerte sie mit Gebäuden, auf die sie jetzt noch stolz ist. Das herzogliche Schloss, la Corte genannt, hatte er fast umgebaut und mit herrlichen Gemälden geziert. In einem Saale malte er die ganze Geschichte des trojanischen Krieges in Fresco, der noch ziemlich wohl erhalten ist, und in einem Vorzimmer zwölf historische Bilder in Öl unter die Köpfe der zwölf Kaiser, welche Titian hier gemalt hatte. Zu Marmirolo, fünf Meilen von Mantua, baute er auf Befehl des Herzogs einen neuen Pal- ast, und zierte ihn mit Gemälden aus. Bilder von ihm selbst, er doch nach seiner Erfindung, von seinen besten Schülern ge- malt, befanden sich auch in einem ehemals dem Marchese Torelli zugehörigen Hause in der Straße Pradella zu Mantua. Die Ge- mälde wurden durch Feuersbrunst sehr beschädigt, nur ein Cabinet im Erdgeschoss war unversehrt geblieben. Diese Gemälde mit den dazu gehörigen Stuccaturarbeiten und Ornamenten zeigten die- selbe Manier, die man in der Real Corte und im Palazzo del Te wahrnimmt. Ausser den historischen Darstellungen enthielt dieses Cabinet einige miniaturartige Landschaften. In neuester Zeit wurde dieses Haus in einen prächtigen Palast umgeschaffen und die Ma- lereien durch einen geschickten Mantuanerkünstler, Pietro Dovati, an den Mauern glücklich abgesägt. Über dem Kamin sah man
Genius der Architektur; auf dem obern Theile der Wand auf der einen Seite den Wettstreit zwischen Apollo und Marsyas, auf der andern die grausame Bestrafung des letztern, auf der drit- ten das Urtheil des Paris und auf der vierten Diana im Bade, in
Mitte Neptun im Muschelwagen. Im Jahre 1832 erschien in Mantua eine Beschreibung dieser Frescobilder, mit Kupfern. Der Verfasser stellt die Vermuthung auf, dass Giulio, als Freund des Castiglione, dessen Gattin aus dem Geschlechte der Torelli stammte, in diesem Hause ein Denkmal seines Genies habe zurück- lassen wollen. In Mantua ist noch das eigene Haus des Künstlers, dessen Fassade ehedem ganz mit farbigen Stuckarbeiten geziert war, das Innere war eine Art von Museum, voll von Reichthümern des Alterthums, und solchen, welche die Laune des Künstlers da- rauf aufgehäuft,
Giulio Romano hat auch mehrere Kirchen theils hergestellt, theils verändert. Hieher gehört die grosse und reiche Benediktiner- kirche am Po, die er auf den alten Mauern wieder erstehen und nach seinen Cartons mit sehr schönen Gemälden verzieren liess. Der Bischof Matteo Giberti von Verona trug ihm auf, Zeichnungen zu fertigen, um darnach durch Moro Veronese die Tribune des Klosters ausmalen zu lassen. Für den Herzog von Ferrara machte er Zeichnungen zu Tapeten, die hernach von den flamändischen Maleren Nicolaus und Johann Baptist in Gold und Seide ausge- führt wurden.
edenken, dass vielleicht bald nach der Vollendung des Paläzio
e Te statt fand, wovon wir uns aber nicht durch den Augeaschein überzeugen können. Als Kaiser Carl V. nach Mantua kam, musste Julius aus Auftrag seines Herrn die Ankunft und Gegenwart des Monarchen feiern helfen. Er fertigte zu diesem Ende Pläne für Triumphbögen, Decorationen für die Theater, und zu vielen weiteren Feierlichkeiten, wobei sich sein Talent so fruchtbar zeigte, dass ihn der Kaiser mit Lobeserhebungen überhäufte. Er glaubte auch, sich für den bei dieser Aufnahme bewiesenen Eifer nicht erkenntlicher zeigen zu können, als indem er das Mark quisat Mantua zu einem Herzogthume erhob. In Oviedo hat Pipp in Mantua wenig gemalt. Zu St. Andrea, in der Capelle der S: nora Isabella Buschetti war eine Anbetung des Jesuskindes in der Krippe, zu den Seiten vorn Johannes und Longinus. Dies ist das weiter oben erwähnte Bild des französischen Museums, welches früher Carl I. von England besass. Auf den Seitenwänden der genannten Capelle liess er durch seinen Schüler Rinaldo von Mantua nach seinen Zeichnungen zwei Gemälde ausführen, da dieser schon früher mit B. Pagni an den Fresken im Palast Te gearbeitet hatte. Das eine jener Bilder stellt die Kreuzigung dar, das andere zur Zeit der Gräfin Mathilde das Blut Christi gefunden wurde. Für den Herzog malte er das berühmte, jetzt in Dresden befindliche, bereits oben erwähnte Bild, welches Maria vorstellt, wie das Kind in einem Becken wäscht. Der Herzog schenkte die Bild der Isabella Buschetti, deren Portrait Julius später auf einem kleinen Gemälde der Geburt Christi angebracht hatte. Dieses Bild kam mit einem anderen, welches die Umarmung zweier Liebender während sie von einer Alten belauscht werden, vorstellt, in Besitz des Vespasiano Gonzaga. Es ist sicher jenes der Galerie des königl. Museums in Berlin. Vespasiano besass auch ein Bild des heil. Hieronymus. Im Hause seines Freundes, des Domorganisten Girolamo, malte er über dem Kamine den Vulc in Fresco, wie er in der einen Hand den Blasbalg, in der anderen eine Zange mit dem Eisen zu einem der Pfeile des Amor hält, ren Venus einige in dessen Köcher steckt. Dies ist eine der schönsten Arbeiten dieses Künstlers. Für den Dichter Pietro Are fertigte er eine Büste des Gio. de’ Medici, denn Giulio war in der Plastik erfahren. Nach seiner Zeichnung und unter Beihilfe entstand auch das Grabmal des B. Castiglione und Gemahlin in S. Maria alla Grazia zu Mailand.
Mittlerweile (1541) starb Herzog Frederico, der das Talent des Künstlers geschätzt hatte, und ihm Freund geworden war. Giulio nahm sich diesen Todesfall so zu Herzen, dass er Mantua verlassen wollte, und nur mit vieler Mühe brachte ihn der Bruder des Verstorbenen, der Cardinal Gonzaga, davon ab. Der Cardinal gab ihm die Wiederherstellung des Domes in Mantua auf, und ist eine der vorzüglichsten Unternehmungen des Künstlers. Giulio erneuerte da den alterthümlichen Geschmack, und stiftete ein Denkmal, welches zu den schönsten seiner Art in Italien gelten muss. Die gänzliche Vollendung erfolgte indessen durch Bertano. Julius führte für diesen Cardinal auch eine Tafel aus, welcher Petrus und Andreas vorstellt, wie sie von C stus berufen, ihre Netze verlassen, um ihm zu folgen. Und Carton, das Schönste, was Giulio jemals geschaffen, wurde von Guisoni für die Capelle des Cardinäls in Farben ausgeführt. Die letzte architektonische Arbeit, die er vollendete, war die Zeichnung der Fassade der grossen Kirche von S. Petronio zu Bologna. dieser Gelegenheit concurrirten die berühmtesten Architekten
liens, keine der Zeichnungen wurde aber mehr bewundert als jene Giulio’s. Nach seinem Aufrisse sollte die Vorderseite nur eine ein- zige, aber colossale Säulenordnung erhalten, in einem Style, der zwischen der griechischen und gothischen Architektur die Mitte halten sollte. Während dieser Zeit starb in Rom Antonio da S. Gallo, und man war daselbst in Verlegenheit, wem an dessen Stelle die Vollendung der St. Peterskirche anvertraut werden sollte. Die Wahl fiel auf Giulio, der sich auch bald geneigt zeigte, seine glücklichen Verhältnisse und die Ehrenbezeugungen in Mantua hintanzusetzen und nach Rom zu gehen. Seine Gattin konnte ihn so wenig zurückhalten als der Cardinal, und der Künstler dachte bereits an die Abreise, als ihn eine Krankheit befiel, die nach kurzer Zeit seinem Leben ein Ende machte, erst 47 Jahre alt, nach dem Todtenregister im Archive della Sanita vom 1. November 1546. Dies stimmt nicht mit der Nachricht bei Vasari, welcher ihn 1546 im 54. Jahre sterben lässt, überein. Das Alter hat Vasari wahrscheinlich sicherer bestimmt; denn Giulio war bei dem 1520 erfolgten Tod Rafaels bestimmt älter als 20 Jahre, da er da- wals schon auf mannigfaltige Weise sein Talent erprobt hatte. Nach Vasari’s Angabe hatte er damals ein Alter von 28 Jahren. Er wurde in der Kirche des heil. Barnabas begraben, und über
seinem Grabe stehen folgende Worte:
Romanus moriens secum tres Julius artes Abstulit (haud mirum!). Quatior unus erat.
Über das Leben und die Werke Giulio Romäno’s handeln, mehr oder weniger ausführlich, verschiedene Bücher, es liegt aber nicht in unserem Plane, alle jene Urtheile aufzuzählen, welche von Bot- tari, Watelet, Tailasson, Füssly, Mengs, Milizzia, Fiorillo, Lanzi, Landon u. s. w. gefällt wurden. Die Grundlage bilden die Lebens- beschreibungen Vasaris, besonders in der deutschen Übersetzung von L. Schorn, wovon der Teil mit dem Leben Giulio’s bald er- heblich dürfte. Die neueste Beschreibung Roms von Platner, u. a., das Kunstblatt von Schorn, die Reisewerke von Dr. P. Passavant, besonders jene des ersteren, die Geschichte der Malerei von Dr. Kugler u. A. sind neuere Autoritäten. Sein Leben, mit 63 Kopfpl., beschrieb C. d’Arco: Istoria della Vita e delle Opere di G. Pippi Romano. Mantova 1838, fol. Das Bildnis G. Romano’s stach G. D. Campiglia, nach dem Bilde des florentini- schen Museums.
Dann wurden nach diesem Künstler mehr als 300 Blätter gestochen, von welchen viele zu den schönsten und seltensten ihrer Art gehören. Besonders interessant war die Sammlung des Grafen Steraberg-Manderscheid, von welcher Frenzel einen trefflichen Catalog verfertiget hat. Wir geben hier eine Auswahl der vorzüg- lichen Blätter nach Giulio, in alphabetischer Ordnung der Ste- cher, zugleich als Supplement zum obigen Verzeichnisse seiner Werke, und beginnen mit den Anonymen.
Anonym: Die heil. Familie mit dem Becken, nach dem be- rühmten Bilde in Dresden radirt, oben: Raphael. Vr. in M. Ferry exc., fol. — Die Kreuzabnehmung, mit zwei Lei- tern, zu beiden Seiten die Schücher, unten Mariä ohnmäch- tig. Aglteres Blatt, frei und leicht radirt in Franco’s Ma- nier, sehr selten, gr. fol. — Die Bekehrung des Saulus, reiche Composition. Per me Christof. Bertelli, gr. roy. fol. — Christus sitzend tritt den Tod mit Füssen, gegenüber Maria. den Drachen tretend, altes Blatt. — Scipio und
Pippi, Giulio.
Hannibal an der Spitze seiner Heere an einem Flusse, 1541. 8. gr. roy. qu. fol. — Clelia flieht mit ihren Gefährtinnen aus Porsenna’s Lager, sehr reiche Composition, im Geschna cke des B. Moro radirt, von Bartsch der Schule von For tainebleau beigelegt. Vorzügliches Blatt, s. gr. qu. fol. — Der Kampf der Horatier und Curiatier, Arbeit eines al italienischen Stechers, Salamanca exc. 1541. Ein neuer Meister hat diesen Gegenstand schön radirt. — Der gro ßte Triumph des Bacchus und Silen, in S. Bartoli’s Manier, 1 gr. qu. fol. — Bacchischer Zug mit Elephanten und ander Thieren, alter Stecher. — Orpheus spielt und bezaubert di Thiere, geistreich radirtes altes Blatt, qu. 4. — Amor vol len Nymphen gesucht, in Ag. Veneto’s Manier, qu. fol. — Die Götterscenen der Villa Madama, 16 Blätter mit Umm sen, qu. 8. — Männer, welche gegen Löwen und ander Thiere kämpfen, seltenes Blatt 1532, qu. fol. — Ein stehes der römischer Feldherr mit umgestürzter Fackel auf de Helm, geistreich radirt, gr. 8. — Romulus und Remus ® der Wölfin gesäugt, qu. %ol. — Venus auf dem Wagen ® Schwänen gezogen und von Amoretten begleitet. — J# wäscht den Jüngern die Füsse, altes Blatt, qu. fol. — D Grablegung, kl. qu. fol. — Der Engel befreit den heil. ? trus aus dem Kerker. 4. — Die bestochene Justiz. — E Plafond mit drei Engeln, die eine Sternenkrone tragt Helldunkel , fol,.
Audran, G., der Centauer mit der Nymphe. — Silen auf & Boden.
Avent, Leo d’, der Leichnam des Proclus aus dem € fechte geschleppt, dasselbe Bild, welches Diana Ghisi ge* chen, frei radirt und selten. — Eine Frau in Trauer an ! tare sitzend. — s. auch L. Thiry.
Bartoli, P. S., Sigismundi Augusti Mantuam adeuntis f fectio ac trinmphus, Folge von 26 Blättern, ein Hıs werk. — Scipio’s Enthaltsamkeit. — Masinissa’s Vermählı mit Sophonisba. — Gefecht zwischen Reitern und Fus“ bei einem Wagen. — Verschiedene Friesen aus dem V kan, meist Gegenstände aus der Geschichte Comnstantin ! Grossen , 14 Blätter mit Titel. — Die Erziehung des J durch die Corybanten, etwas verschieden von dem Blatte‘ Bonasone. — Der Raub des Hylas. — Die Riesen, w“ den Himmel stürmen. — Die berühmten Fresken im 8 Blätter.
Bartsch, A., Christus nach der Auferstehung in einer 6 rie von.Engeln auf einem Tuche gehalten. — Bacchus * Ariadne mit tanzenden Bacchanten, reiche Skizze. — ‘ Weinlese, mit dem trunkenen Silen. — Bacchus und auf dem Wagen, sehr schöne Blätter,
Berger, D., Orion verfolgt die Nymphe der Diana, nach.j Bilde der Gallerie Sans - Souci. ;
Bertelli, F., Christus am Kreuze zwischen den Mördern
Bloemaert, C., Maria mit dem Jesuskinde auf dem Schoß rechts Joseph, links Johannes. Gall. Justin. |
Boivin, R., Clelia befreit die Gefangenen aus dem La Porsenna’s.
Bonasone, J., die Anbetung der Hirten, im Votgfil“
lieäender Esel, rechts der .Ochs , vorzügliches Blatt. — E
- heil. Familie mit 10 Figuren, Christus reicht deın Johas
Rippi, G., 355
einen Vogel. Schönes, und seltenes Blatt. — St. Georg zu Pferde befreit die Fürstin von dem Drachen. Höchst selte- nes Hauptblatt. — Die Erziehung des Jupiter durch die Co- ribanten. — Das Kind an der Ziege Amalthea saugend; — Vier Nymphen und zwei Tritonen am Felsen im Meere, vorzüg- liches Blatt. — Neptun als Ross bei der Nymphe Phyllaris, in zwei Blättern. — Flora im Garten.
Borcht, H. v. d., verschiedene Tafelgefässe, Schüsseln und Lampen für Goldschmiede, 15 schön radirte Blätter.
Bos, C., der Riesenhampf, nach dem berühmten Werke im Palazzo del Te, besser gestochen als mehrere andere Blätter nach diesem Gemälde. — Der grosse Triumph des Bacchus und Silen, äußerst reiche Composition, ein seltener Fries.
Boutrois, Venus und Vulkan mit Liebesgöttern, von Pigeot vollendet.
Bry, Th. de, der Triumph des Bacchus und Silen, gegenseitige Copie nach C. Bos.
Chauveau, F., die Anbetung der Hirten mit Longinus, — Johannes Evang., das berühmte Bild des Pariser Museums, Caylus und Le Sueur, Fischer, welche Netze ziehen. Cabinet Crozat.
Corneille, J., die Geschichte des David und der Bethsabe, 3 Blätter.
Cort, C., die drei Parzen spinnend.
David, G., Bacchus und Ariadne, Nymphen u. s. w., geist- reiche Blätter nach den Malereien des Palastes Te. — Ve- nus und Adonis im Bade von Liebesgöttern bedient.
Delignan, die Erziehung des Herkules, Gallerie Orleans.
Dente, M., eine Römerschlacht, nach Giulio oder Rafael.
Desaulx, der Triumph des Titus und Vespasian, von Cortman mit dem Stichel vollendet.
Desplaces, L., die Anbetung der Hirten, von Longinus und Johannes, das Bild des Museums in Paris, für Crozat's Recueil. — Der Triumph des Vespasian und Titus, nach dem berühmten Bilde des Pariser Museums, vorzügliches Blatt aus Crozat’s Werk.
Dien, M. F., die Marter der heil. Cäcilia, nach dem berühm- ten Bilde der Kirche dieser Heiligen in Rom, im Charakter Rafael’s, vorzügliches Blatt.
Episcopius, J., der schlafende Amor, Apollo und Marsyas, aus dessen Paradigmen. — Das Urtheil des Midas.
Fantucci, A., der Kampf der Horatier und Curiatier, selte- nes Blatt.
Fancelli, C., Maria, halbe Figur, reicht dem Kinde Blumen, in der Linken das geöffnete Buch haltend. Dieses Bild — aus der Sammlung von L. Sinico zu Florenz — wird auch dem Rafael und dem F. Penni beigelegt.
Flipart, J. J., die heil. Jungfrau mit dem Becken, nach dem berühmten Bilde der Gallerie in Dresden, für das dortige Galleriewerk.
Franco, B., die Enthaltsamkeit des Scipio, andere Compo- sition, als jene der Diana Ghisi, der Held wird von einem Genius gekrönt. — Amor und Psyche im Bade, die rechte Seite der von Diana Ghisi gestochenen Hochzeitfeier, ohne Namen und selten. — Das goldene Zeitalter. Copirt von dem Meister. D.V.
Pippi, Giulidi
Galle, Ph., der Tod der Kinder der Niobe.
Ghisi, A., die Vermählung der heil. Catharina, in Form eines Basrelief. — Apollo auf dem Wagen, vorn Aurora, grosser Plafond aus dem Palast del Te. — Zwei Amoretten in einem von fünf Pferden gezogenen Wagen. — Zwei Amoretten auf Delphinen reitend. — Herkules auf dem Scheidewege. — Herkules kämpft mit dem Löwen. — Der alte Füsilier bläst vor Amor und einer Nymphe die Schalmei.
Drei Männer, welche ein Schwein opfern, angeblich von Ghisi: — Fischer in Kähnen, — Eine sitzende Victoria. — Eine Folge von Larven, 20 Blätter, schöne und seltene Blättchen. — Kopf eines Silen als Larve. — Herkules und Dejanira.
Ghisi, Diana Mantuana, Christus und die Ehebrecher im Tempel, reiche Composition, und ein Hauptblatt, in zweierlei Abdrücken vorhanden. — Die Geburt des Johannes, links fünf Frauen, welche das Kind waschen. — Der Marter der heil. Catharina, sehr reiche Composition, mit Namen des Stechers, der D. Ghisi zugeeignet. — Die Heldenthat des Scipio. — Horatius Cocles die Brücke überwindend. — Der Tod des Regulus, Die anonyme C. hat nur 2 Füße, qu. 4. — Der Leichnam des Procris aus dem Gefechte getragen. — Zug mehrerer römischer Reiter zu Pferde, ein großer Fries. — Sokrates und Aspasia bei Tische, oder Esther und Ahasverus, oder die Verfolgung Petri. — Die Geburt des Apollo und der Diana, schöne Composition. — Die Vorbereitungen zum Hochzeitfeste, Psyche in zwei Blättern, und das Bad des Amor und Psyche. — Ein Stier, welcher vor der Statue des Jupiter geopfert wird. — Der Charlatan mit Schlangen.
Ghisi, G., Regulus mit anderen vom Volke getragen, reiche Composition. — Tarquin und Lucretia bei Fidibuschein. — Amor und Psyche auf dem Bette von Ceres, den Horen bedient. — Ein Satyr weckt mit der Weinflasche den schlafenden Silen. — Der Tod der Procris, ein Hauptblatt. — Verbrecher im Gefängnisse. Auch von der Gefängnisse Seite co(gfrt. — Die geflügelte Victoria stehend.
Ghisi, G. Bat., die Trojaner drängen die Griechen in Schiffe zurück, reiche und schöne Composition. — Die Picche, nach Giulio’s Cartons für den Herzog von Ferentino ausgeführt, — Der Sieg David’s über Goliath, in Giulio’s Manier.
Gregori, F., Apollo tanzt mit den neun Musen, in zehn Blättern.
Gußgrin, J. Ch., der Tanz der Musen. Musée Napoléon.
Heaussart, J., die Schöpfung der Eva, schönes Bild Crozat’schen Sammlung. — Jupiter und Semele, für Crozat.
Hollar, W., Zeleucus lässt sich und seinem Sohne ein Alter ausstechen, schöne Composition, aus der Arundel-Sammlung. — Amor reitet auf dem Löwen, nach Zeichnung der Arundel’schen Sammlung. — Ganymed von dem Adler getragen.
Hopfer, G., Bellona und Roma.
Kunike, Johannes in der VV.üsie.
Lautensack, H. S., Gefecht von mehreren Reitern.
Lepicie, B., die Beschneidung Christi, reiche Composition, nach dem berühmten Bilde des Pariser Museums, Iur.
zat's Recueil. Jupiter und Danae, nach dem Bilde der Galerie Orleans für Crozat.
Lucchesi, M., der Tod der Kinder der Niobe.
Marc’Anton (Raimondi), s. im Lexikon den Artikel Raimondi.
Die Composition wird manchmal auch dem Rafael zugeschrieben. Über die von Märc Anton gestochenen unsittlichen Darstellungen s. oben im Contexte und unter Raimondi.
Meister mit Wärfe. Grosses Gefecht zur See. — Zwei Gladiatoren mit dem Säbel kämpfend. — Die Geschichte der Teilung des Universums, seltene Folge von 4 Blättern; Jupiter, Neptun und Pluto teilen sich in das Reich; Jupiter geht mit Juno nach dem Olymp; Pluto fährt zur Unterwelt; Neptun durchschneidet das Meer. — Die Geschichte von Apollo und Daphne, sehr schöne Folge von vier Blättern: Apollo tötet den Drachen; Daphne umarmt Peneus; Apollo verfolgt Daphne; Peneus über den Verlust der Tochter getröstet. — Cybele auf dem Wagen von Löwen gezogen. — Das Opfer des Priapos. Es gibt davon eine schöne alte Copie von der Gegenseite, rechts. Silen, seltenes Blatt.
Die Fabel der Psyche, eine Folge von 32 Blättern, von welchen Agost. Veneziano sechs gestochen hat. In dieser Folge sind viele dieselben, welche Giulio im Palazzo del Te gemalt hat. Andere s. Diana Ghisi.
Metz, C. M., Perseus befreit Andromeda, Cybele, der Tod des Adonis, Herkules mit dem Löwen etc., für dessen Zeichnungswerk. — Herodias mit dem Haupte des Täufers, vor ihr ein Mann mit der Fackel.
Pirce, Venus und Vulkan. — Mus. Napoleon.
Morel, eine heil. Familie. — Gallerie de l’Orangerie.
Moro, B. del, Judith und ihre Magd mit dem Haupte des Holofernes, gezeichnet und selten. — Eine heil. Familie, wo Maria kniend das Kind in ein Becken hält, dabei Anna und Joseph, im Grunde Elisabeth mit Johannes, vorzüglich schöne Composition, verschieden von dem berühmten Bilde in Dresden.
Mulinari, acht Studien für dessen Zeichnungswerk.
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