Piola, Giovanni Paolo, Maler und Domenico’s Sohn, wurde 1666 in Genua geboren, und obwohl er unter den Künstlern dieses Na- mens der talentvollste war, hat er sie auch alle verdunkelt. Lautennt ihn einen wahren Marattisten in dem Verfahren; dies gilt vornehmlich nur hinsichtlich seiner genauen vorgängigen Studien zu jeder Arbeit, welche er nachher gemächlich ausführte, nicht aber hinsichtlich der Nachahmung. Hierin scheint er sich mehr der Caracci zu Muster genommen zu haben, die er in Rom viel copirt hatte. Davon sieht man Spuren in seinem schönen Bilde von Dominicus und Ignatius in der Kirche zu Carignano, und allenthalben, wo er seinen Pinsel angesetzt. Bekanntlich schalt ihn der Vater wegen seiner Langsamkeit; er aber liess ihn reden, immer bedacht, wählsamer, grüssartiger, zarter und wahrer, als sein Va- ter zu seyn. In Wandbildern hatte er ein ganz besonderes Ver- dienst, und als Mann von Kenntnissen ersann er zur Zier mehrer vornehmer Häuser recht gute Fabeln und Geschichten. Sehr berühmt wurde sein Parnass, den er für G. Filippo Durazzo malte. Die Leinwandbilder sind indessen nie zahlreich gewesen, und so blieb er im Auslande unbekannt. Dieser Künstler starb 1724.
Er war nur als Copist bekannt, und wenn er ein anderes Bild malen wollte, so musste er fremde Zeichnung haben.
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