Piola, Domenico — Maler und Radierer , der Bruder des Obigen
wurde zu Genua geboren, und von Cappellini unterrichtet. Später arbeitete er gemeinschaftlich mit V. Castelli, und in dessen Geschmack; dann ahmte er Castiglione’s Manier nach, und allmählich schuf er sich einen eigenen Stil, der sich aber wieder jenem des P. da Cortana nähert. Er erwarb sich das Lob eines vorzüglichen Künstlers, dessen Bilder durch Schönheit und Mannigfaltigkeit der Form, durch eine gewisse Anmut und zauberische Füllung die Sinne fesselten. Nur wünschte man in seinen Werken stärkere Contraste. Zärtliche und sanfte Charaktere stellte er glücklicher dar, als kühne und trotzige Naturen; besonders gefiel er Kinderfiguren an, worin man sein Talent mit jenem des Fiaminigho verglich. Solche liebliche Bilder hinterließ er viele in Genua , wo er Paläste mit Friesen verzierte. Erster er im Wunder des heil. Petrus an der Porta Speciosa zu Carignano, wo nach Lanzi das Bauwerk, das Nackte, die Bewegung sehr fleissig und durchdacht, die Wirkung mit Guercino ihm entgegenwetteifert. Auch in der Ruhe der heil. Familie in Genua ging er von seinem gewöhnlichen Stil ab. Dieser Künstler starb , und hinterließ drei Söhne.
G. Tasniere stach nach ihm das Bildnis des Jesuiten H. D. rezzo, und drei verschiedene Titel und Thesen mit reichen Al orien. Testana stach das Bildnis des Cardinals Durati und eine Reihe von Philosophen-Köpfen.
G. Ratti, welcher in seinen Vite de' Pittori genovesi, p. 208 Leben dieses Künstlers beschreibt, sagt auch, dass Piola in Lione’s Manier schön in Kupfer radiert habe, und dazu be Bartsch — P. gr. XXI. 4109; nur, dass seine Nadel auch manchmal jener des Biscaino gleiche, und die Zeichnung seiner Blätter mehr Geschmack, als Strenge und Bestimmtheit verrate. Bartisch beschreibt 5 Blätter von Piola, ohne zu behaupten, dass dieser Künstler nicht noch andere gefertigt haben könne. In einigen Werken, wie in Huber’s Catalog des Cabinet de Winkler, waren dem Piola Blätter beigelegt, die dem Dom. Peruzzini angehören
- Die Geburt Christi. Maria sitzt links und hebt den Schleier von dem Kinde, um es drei Hirten zu zeigen. St. Joseph hinter der heil. Jungfrau, wendet sich zu einem Weih von welchem man nur den Kopf sichtbar. Rechts unten: P. F. — Im Geschmacke Biscaino’s radiert. H. 8 Z. 3 L., 4 6 Z. 4 B. Schr. selten.
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