Pingret, Eduard, Genrebildnissmaler und Landschaftsmaler ; auch Lithographie von St. Quentin, besuchte die Schule David’s in Paris, folgte dann noch mehr den Lehren des Baron Regnault. Er arbeitete von 1810 — 1822 in Paris , und brachte während dieser Zeit verschiedene Bilder zur öffentlichen Schaustellung, deren einstige Beifälle aufgenommen wurden, so wie denn Pingret zu den vorzüglichsten französischen Künstlern seines Zeitalters gehört. Es finden sich von seiner Hand verschiedene Bildnisse, von welchen jenes Bild, welches das Gelübde der Sängerpön von Berry, und der Kirche des Schlusses von Rosny,
50 Porträtsfiguren enthält. Ebenso viele zählt auch das Gemälde, welches den Besuch dieser Herzogin in der Spiegel-Manufaktur zu St. Gaubain vorstellt, und im Fabrikgebäude zu sehen ist. Im Schlosse zu Marcotte ist das Bild der Diana von Poitiers, wie sie von Franz I. Botschaft empfängt. Ausgezeichneten Beifall erhielt 1825 die Darstellung des Inneren einer Kirche, wo sechs junge Hospitaliterinnen vor dem Bilde der heil. Jungfrau beten, im Be- sitze des Grafen von Crespy. Zwei andere schöne Bilder sind durch Maurin’s Lithographien bekannt: Les orphelins, und La mort de l’orpheline, betitelt. Ludwig XIV. und Moulicre malte er zwei- mal, einmal 4 — 3 F. 6 Z. gross, das andere Mal etwas kleiner, denn auch diese Darstellung gefiel besonders. Im Jahre 1836 malte er für die Regierung die Einnahme des kleinen St. Beruhard am 24. April 1794. ein Bild, welches ebenfalls Erwähnung verdient. An diese Werke reihen sich verschiedene andere Genrestücke, und Bildnisse, deren Pingret viele gemalt hat, von Herren und Damen. Einige dieser Bildnisse sind in grossem Formate, wie jenes des Erbischofs Jean Lefebure de Chevrus von Bordeaux, welches G. Meile gestochen hat; andere haben meist nur die Dimension eines Turbildes, aber es Äst Leben und Ausdruck darin, und die Adhällichkeit gelingt ihm oft bis zur Täuschung, nach der Versi- derung des Kunstblattes von 1830. Er liebte es, ganze Figuren 3 Ralen, die er bisweilen, besonders bei Kinderporträts, gar Mpulhig zu gruppiren wusste. Pingret ist ein wackerer Zeichner, wd wohl in der Perspektive erfahren, wie an seinen meist land- schaflichen Beiwerken sich zeigt. Sein Colorit hat Kraft und "monie, ist frisch und blühend. Pingret ist Professor an der dxchenschule zu St. Quintin; 1824 erhielt er eine goldene Me- a
21e erster Classe, und 1826 bei der Ausstellung in Cambrai eine Siberge.
Dann hat Pingret auch viele Blätter lithographirt, die grössten- s zu Folgen vereiniget sind.
Un mois en Suisse, ou Souvenir d’un voyageur, 40 Cro- quis nach der Natur gezeichnet, 1825, fol.
Promenade sur le lac de Wallenstadt et au pays des Grisons, 40 Ansichten nach der Natur, 1829, fol.
1339 Arnout JOSBP", Medailleur, wurde 1708 zu Brüssel geboren, und von Baron Bosio unterrichtet. Unter Leitung dieses Letters übte er sich fleissig im Modelliren, sowie in der dem Bild- Maler nöthigen Technik, und da auf solche Weise seinem Talente Seissige Studien zu Hülfe kamen, konnte er bald mit den vorzüg- schsten französischen Künstlern in die Reihe treten. Wir verdan- ken diesem Künstler mehrere Bildnisse grosser Männer für die Nerie metallique des grands hommes français, so wie für ‚die alerie des grands hommes étrangers. Ferner hat man von ihm eine 22 Linien im Durchmesser haltende Medaille auf Kaiser Ni- colaus I. von Russland, eine Denkmünze auf die französische Ex- pedition nach Morea, u. a.
ahas, Jan und Jakob, s. Pinas.
1339 Miniaturmaler, der in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhun- derts durch seine Bildnisse Beifall erntete. Er stand mehrere Jahre im Dienste des Bayreuth’schen Hofes, und 1769 kam er in gleicher Ehenschaft an den Hof in Bamberg, wo er nach 1790 starb. In
Nagler's Künstler-Lex. Bd. XI. 21
Seiner Jugend war er ein sogenannter jüdischer Calligraph oder Zeichnungsboten.
Man findet ein Blatt, welches ein Brustbild vorstellt, wahrscheinlich von diesem Pinhas gezeichnet und gestochen. Oval. H. 57 cm.
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_cvNRGQRp4uYC/