Pinelli; Bartolomeo, Zeichner, Maler und Radierer von Rom , ein gezeichneter und geistreicher Künstler seines Faches, Orloff, st. de Ja peinture en Italie II. 431 sagt, Niemand habe ländliche Szenen, Angriffe, Räuber, Sitten und Gebräuche seiner Nation dargestellt, „als Pinelli. In seinen Darstellungen ist Leben und Bewegung, und dabei eine Wahrheit und Lebendigkeit in allen Zügen, dass man es gerne vergisst, wenn der Künstler manchmal in Triviale verfällt. Seine Zeichnungen, in Kreide und mit der Feder, so wie seine Aquarellen sind bewunderungswürdig, mit ei- ner Rühmlichkeit und Sicherheit behandelt, wie nur der vollkommene Künstler zu thun vermag. Desswegen verliess auch kein Fremde Rom, ohne eine seiner geistreichen Crayon- und Federzeich- nungen, oder ein Aquarellbild von Pinelli mitzunehmen. In spä- terer Zeit malte Pinelli auch in Florenz, und bestellte auch hier eine Vielzahl von Blättern. Besondere Erwähnung verdienen zwei Gemälde, die er für die Herzogin von Devonshire ausführte. Ein Angriff von Räu- bern bietet alle Schrecken, welche dabei die unglücklichen Reisenden überfallen. Zwei Gemälde im Besitze des Grafen von Gönnerich zeich- nen sich ebenfalls aus. V.
Noch bekannter, als durch seine Gemälde ist Pinelli durch seine Werkblätter. Besonders berühmt machten ihn seine Composi- tionen, welche römische Sitten und Gebräuche vorstellen. Alles in einem Wahrheitsgefühl des Costums, in seiner Eigenhüftigkeit. Diese Blätter belaufen sich über 100 Stücke. An diese reihen sich andere, grösstentheils zu Folgen vereinigt, sodass eine ganze Folge von 100 Blättern die ganze römische Geschichte dar- stellt. Pinelli starb 1835 zu Rom eines plötzlichen Todes, in ruhigem Mannesalter.
Die Fresken des Pinturicchio im Dome (S. Maria Maggiore) zu Spello, im Umrisse radirt, qu. fol,
Das Leben und die Wunder des heil. Franz di Paula, nach Marco da Faenza, P. Nogari und Ces. d’Arpino, Folge von 10 radirten Blättern. Oben gerundet, qu. fol.
Istorja degli Imperatori inventata ed incisa in 100 rami da B. Pinelli. Roma 1829, qu. 4.
In freggio di Giulio Romano dipinto nella Farnesina rappre- sentante in XVI. quadri soggetti della Mythologia e le IX, Muse dipinte. Disegnato e inciso da B.
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