Piles, Roger de , Maler und Schriftsteller, entstammte einer adeligen Familie aus dem Departement de la Nièvre, und wurde 1635 zu Clamecy geboren. Er widmete sich den Wissenschaften, hatte aber immer besondere Vorliebe für die Malerei, worin ihm Cl. François, genannt Frère Luc. Recollet, Unterricht ertheilte, Er hatte in dieser Kunst tüchtige theoretische und praktische Kennt- nisse, wozu auch sein Umgang mit A. du Fresnoy beitrug; de Piles hatte aber auch etwas, was sogar den beiden genannten Künstlern, besonders dem Frère Luc. fehlte, nämlich glücklichen Farb- ensinn. Im Jahre 1682 begleitete er den H. Amelot als Gesand- tums - Sekretär nach Venedig , lebte in gleicher Eigenschaft auch einige Zeit zu Lissabon und in der Schweiz , in Holland nahm seine politische Sendung einen unglücklichen Ausgang. R. de Piles wurde unter dem Vorwande, seltene Gemälde aufzukaufen, dahin geschickt, in der That aber, um daselbst die politische Stimmung der Gemüther zu erforschen, wofür er auf Befehl der Generalstaaten in’s Gefängnis gesetzt, und fünf Jahre, bis zum Utrecht’schen Frieden, darin zubringen musste. Während dieser Zeit schrieb er seinen Abrégé de la vie des Peintres, Paris 1609, der zu Hamburg in deutscher Sprache erschien. Eine neue französische Ausgabe: Amsterdam et Paris , . Als classisches Werk erklärte man seinen Cours de peinture par principes, und viele seiner Prin- zipien sind auch wirklich von strenger Wahrheit. Eine deutsche Uebersetzung: Einleitung in die Malerei aus Grundsätzen. Lpz. 1760. C. A. Jambert gab eine neue, vermehrte Ausgabe heraus. Cours de peinture par principes. Paris, Amsterdam et Leipzig, 1766. Verschieden davon sind die Premiers Clemens de la peinture lique, wovon 1766 zu Paris ebenfalls eine neue Auflage erschien.
noy’s bekanntem Gedichte: ‘L’art de peinture de C. A. du noy (de arte graphica). 4ème edit. Paris 1751. Eine andere ausgabe mit französischer Übersetzung und mit der Anmerkung de Piles hat den Titel: L’École d’Uranie ou l’art de la ture. Paris, Lemercier 1753, par M. D. q. Paris: 1780. Eine dere, revidirte, vermehrte Ausgabe (von M. C. Jombert), P Amsterdam et Leipzig, 1767.
Ferner schrieb er eine Dissertation sur les ouvrages des meux peintres. Paris 1681; Abrégé d’Anatomie, accomodée arts de la peinture et de la sculpture; Conversations sur la con sance de la peinture; Dialogue sur le coloris.
Als Maler hat man von ihm die Bildnisse des Dichters Boile espraux, des Malers Fr. Tortebat, der Mme. Dacier, des A caten A. de Fresnel u. a. Drevet sen. stach jenes von Bo!! ‚, Edelink das von Tortebat, van Schuppen das Bildniss von E, nage. Das eigene Bildniss des Künstlers hat B. Picart gesto: Im Jahre 1700 starb er zu Paris. In letzterer Zeit hatte er Titel eines Conseiller-amateur der königl. Akademie der Mal R. de Piles hat selbst ein Bildniss radirt, welches aber ter Seltenheit ist, Robert-Dumesmil P. gr. fr. 1l. 97. bes
‚ es, wie folgt:
- Carolus Alfonsus du Fresnoy Pictor Gallus de Pictura et endo et Scribendo benemeritus, — obiit anno 1665. tis suae 50. Halbe Figur im Mantel, in Drei- Viertel- An nach links gewendet. H. 9 Z. mit 14 L. Rand, Br. 6 Z. I) Vor der Schrift. Sehr selten. ' - II) Mit der Schrift. Ebenfalls selten.
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