Pijermarini, Giuseppe, Architekt, wurde 1736 zu Foligno geboren, und hier legte er auch den Grund zu seiner wissenschaftlichen und artistischen Bildung. Hierauf begab er sich nach Rom , um die Baudenkmäler der älteren und neueren Zeit zu studieren, was ihm aber den meisten Vorschub gab, war seine Bekanntschaft mit van Vitelli, welcher damals in Italien ausgezeichneten Ruf genoss. Van Vitelli erkannte das glückliche Talent Piermarini's und suchte es aufzumuntern; Dieser Meister bedurfte bei seinen großen Unternehmungen verlässiger Gehülfen, und darunter war Piermarini eine der ersten Stellen ein, Van Vitelli übertrug ihm die Aufsicht über die Baue der königl. Villa in Caserta , und als dieser Meister nach Mailand berufen wurde, um die Restauration und Vergrösserung des Residenzschlosses vorzunehmen, so war er der Piermarini, der dem Bau vorgesetzt wurde, da van Vitelli so lange daselbst verweilen konnte. Mittlerweile gründete die Kaiserin Theresia in Mailand eine Akademie der Künste, wies derselben den Palast der Brera an, wo jetzt Piermarini Stelle eines Professors der Architectur erhielt. Sein Wirken allerorten war jedenfalls wohlthätig; denn so wie er selbst strenge Prinzipien gemacht hatte, so sah er bei seinen Schülern darauf, und wurde in seinem Kreise ein wahrer Reformator des Geschmacks in der Architektur. Er verschönerte Mailand theils durch Restaurierung älterer Gebäude, theils durch den Bau von neuen, deren man in der Umgebung von Mailand sichtbar, sowohl öffentliche als Privatgebäude. Den königl. Palast in Mailand änderte er von Innen und Aussen um, so dass jetzt das Gebäude in einer ganz neuen Erscheinung erscheint. Die wahrhaft königliche Villa Monza trägt ebensowenig das Gepräge seiner Kunst. Im Jahre 1778 vollendete er das Palazzo della Scala, und jenes della Canobbiana ist ebenfalls vorher gebaut, sowie die Paläste Bigiojoso und Melerio, die Fiera del Monte u. s. w. Piermarini starb 1808. Die Akademie der Künste errichtete ihm im Porticus der Brera ein Monument aus Marmor.
Piero, s. Petri und Pietro.
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