Picot, François Edouard, Historienmaler , wurde geboren, und von Vincent mit besonderer Sorgfalt unterrichtet; er wurde Meister in ihm ein ausgezeichnetes Talent erkannte. Im 1811 gewann er den zweiten großen Preis der Malerei, und Jahre später den ersten, mit dem Gemälde, welches die See- Jakob’s vorstellt. Jetzt begab sich Picot zur Fortsetzung seiner dienst nach Rom , wo sein Bild der in einer Landschaft ruhenden Nymphe mit grossem Beifall aufgenommen wurde; allein Ruf gründete er erst 1818 mit dem 7 Fuss grossen Gemälde Amor und Psyche, welches von allen Seiten mit Lobsprüchen häufte wurde. Es kam in den Besitz des Herzogs von Orleans, jetzigen Königs, der von Picot auch seine Familie malen ließ und es gestochen. Ein anderes vorzügliches Werk, Garnier’s Stich bekannt, ist auch das Gemälde mit Rafael und Fornarina, jetzt im Besitze des Grafen von Schönborn. Kein einer folgenden Bilder hat aber mehr in dem Grade gefallen Amor und Psyche. In St. Severin zu Paris ist sein 15 Fuss Bild des Todes der Saphira, 1810 gemalt, und den in den der Elektra schlafenden Orest, welcher zur Ausstellung sieht man jetzt in der Gallerie des Luxembourg. Dieses Gemälde ist acht Fuss hoch und 12 Fuss breit. Im Jahre 1824 trug ihn Minister des k. Hauses auf, Cephalus und Procris zu malen; das Ministerium des Innern liess ihn nach dem Entwurfe des Palliere ein grosses Bild der Befreiung des heiligen Petrus aus Zwei andere, grössere religiöse Darstellungen, sind die Verkün riä, im Auftrag des Ministers des Innern gemalt, und die Genovefa, wie sie das Ordensgelübde ablegt, in jenem di fekten des Département de la Seine ausgeführt. Picot wurde der Restauration viel von der Regierung beschäftigt, und a der folgenden Zeit nicht vernachlässigt. Man sieht daher n öffentliche Werke von ihm, unter welchen wir jene des M' und der Kirche Notre-Dame de Lorette nach besonders nen. Im vierten Saale des Musée de Charles X. im Louvre er an der Decke die allegorische Darstellung des Übergangs ägyptischen zur griechischen Civilisation. Die sanfte und Gestalt der Hellas nähert sich, vom Studium und dem Genie bee mit dem Ausdrucke vorsichtiger Neugierde und des Vergnügts auf Wolken sitzenden Gestalt Ägyptens. Im sechsten Saale Museums im Louvre malte er Cybele, wie sie die Städte von Herculanum und Pompeji wider die Ausbrüche des Vesuv be In der Loretto-Kirche zu Paris malte er an der hinteren Wand Madonna mit dem auf ihren Knien stehenden Kinde, zu d ten anbetende Engel und die vier Apostel. Im Kunstblatt Nr. 102 heisst es, dass Picot's Gemälde das schönste jener seyn. möchte; hier finde man mit dem Gefühle der neuen
Adel und Einfalt des strengen Stils, einen schönen Ausdruck der Köpfe und Figuren, ein blühendes, durch den Goldgrund trefflich erhobenes Colorit, Picot gehört zu denen, die sich, wenn gleich klassischen Schule angehörend, vermöge ihres Sinnes am leichtesten der neuen Richtung anschliessen konnten. Schon seine früheren Bilder, wie Raphael mit der Fornarina in einer Abendlandschaft, deuten darauf hin. Im historischen Museum zu Versailles sieht man von Picot auch ein Schlachtbild, die Einnahme von Cahis, worin er an Aufwand von Phantasie und Kraft Steuben, Schnetz u. a. nachsteht.
Ausserdem finden sich von Picot treffliche Porträts merkwürdiger Personen, jenes von Talma hat Lignon gestochen.
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