Piccioni, Matteo

Piccioni, Matteo, Maler, Musiker und Kupferstecher von Ancona , wurde um 1615 geboren, nicht um 1637, wie einige angeben. Er arbeitete in Rom , und nahm sich da die besten Meister zum Vor- bilde, weshalb seine Werke auch geschätzt wurden. Sein Todesjahr ist unbekannt. 1655 erscheint er noch unter den Akademikern von St. Lucas. Füssly sagt, J. J. Rossi habe 20 Blätter nach ihm gestochen, kennt aber den Inhalt derselben nicht. Dies ist wahrscheinlich die von Piccioni selbst radierende Folge von Basreliefs, welche Rossi herausgegeben hat.

Es finden sich von ihm auch geistreich radierende Blätter, welche gut gezeichnet und mit Sicherheit behandelt sind. Bartsch, P. gr. p. 158 ff., beschreibt 23 Blätter von Piccioni, kennt aber diese mit St. Lucas nur nach der einfachen Anzeige von Gori.

  1. Zwei Männer legen den jungen Moses in eine Art von Wiege, um ihn in den Nil zu setzen. Im Grunde links sieht man eine Frau. And. Cam (Camassei) pinx. Im Rande ist Piccioni’s Adresse an Nembrini 1641. H. 6 Z. 10 L. Br. 9 Z. 3 L. Im ersten seltenen Drucke ohne Schrift.

  2. Zwei Hirten beten das Jesuskind an, welches Maria in den Armen hält, während Joseph Stroh in die Krippe legt. Paulus Cal. Veronesis pinxit. Ma.’Picc.s F. Mit der Dedication Lag Fabrizio Hiermauhei 1641. H. 10 Z. 9 L., Br. 9 Z. 4 L. — — — — — — — — — — — — — — — —

  3. St. Lucas malt das Bild der heil. Jungfrau, nach Rafael. Im Rande liest man: Eminentissimo ac Rev. Principi Francisco Card. Barberino S. R. E. Vicecancellario Mattheus Piccionius Anconitanus D. D. H. 9 Z. 1 L., Br. 6 Z. 9 L.

  4. — 24) Die Basreliefs des Bogens des Constantin, die merk- würdigsten Scenen der römischen Geschichte enthaltend, Folge von 21 Blättern, mit dem Titelblatte, welches die Sculptur und das Wappen des Cardinals Pius von Savoyen vorstellt. Letzteres lehnt am Piedestal einer Statue der Pallas. In einiger Entfernung sieht man die Zeit dem Tempel der Unsterblichkeit entgegeneilen, mit einer Rolle in der Hand, auf welcher man liest: Monsig. Carlo Pio di Savoia, welchem das Werk dedicirt ist. Unten steht: Mattheus Pic- cionius Anconitanus fecit Super permissu. — — Gio. Jacomo Rossi formis Romae alla Pace all’ Insegna di Parigi. Die ersten acht Blätter sind numeriert, die übrigen nicht. Jene sind 8 Z. 2 — 3 L. hoch, und eben so breit, die anderen 2 Z. 4 L. hoch und 7 Z. breit. Es sind dies eigentlich zwei Folgen, 1 — 8 die runden Basreliefs, und dann die vier- eckigen. Bartsch nimmt sie zusammen, und sagt nichts von Abdrücken vor der Schrift, welche freilich sehr selten sind. Sie tragen folgende Aulschriften:

  5. Venatores, canum et Equi custodes etc.

  6. Sylvas peragrat claustrisque etc.

  7. Immensis muntium iugis etc.

  8. Sub pedibus stratus etc.

  9. Martis Rumanorum Patri sacrificat etc.

  10. Apolini sacrum fact.

  11. Voßro-suspenzsoque Apri etc.

  12. Ramis affixo Leonis-rictu etc.

  13. Parthamasiris Pacori filius Rex Armeniorum etc.

  14. Unns ex transfugis etc.

  15. Militum Praefectus Tribunosque etc.

  16. Barbaris legatis et in primis Indis etc.

  17. Trajana qua etc.

  18. Ultra Euphratem et Tigrim etc.

  19. Trajanus Pont. Max.

  20. Pueris alendis etc.

  21. Contra Germanos rebus etc.

  22. Cum Marcus in Siriam etc.

  23. Post obitum L. Veri etc.

  24. Acto de germanis triumpho etc.

Die heil. Junia: in einer Landschaft sitzend mit dem schlafenden Kinde, und dabei Johannes. Dieses Bild nennt Heinecke.

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