Piccini, Gaetano, Kupferstecher , der ältere Künstler dieses Na-
mens, da er schon arbeitete, wie aus einem der unten ver-
zeichneten landschaftlichen Blätter erhellt. Malpe setzt daher
nicht durch Druckfehler den Künstler in das XVI. Jahrhundert, wie
Füssly jun. glaubt. Er arbeitete noch in der ersten Hälfte dieses
Säculums, es ist aber wohl möglich, dass er hier und da mit Gia-
mo und Guglielmo verwechselt werden könnte, da die Anfangs-
buchstaben dieser Künstler gleich sind. Man schreibt nämlich
dem Gaetano Blätter zu, welche die Initialen G. P. tragen, dass
aber alle folgenden wirklich von Einer Hand herrühren, können
wir nicht verbürgen.
Guido Cardinalis Bentivolus. Piceino fec., 4..
Glaube, Hoffnung und Liebe, nach A. Bloemaert. Virtus
quidem magna est Fides etc. G. P. fecit, — C. J. Visscher
excudıt, kl. fol. /Allegorien auf den Überfluss, weibliche Gestalt mit
derCallisto von Jupiter geschwächt, Calisto a Jove comprimatur. G. Piccino. Ein seltenes, radirtes Blatt, qu. fol.
Venus mit Liebesgöttern, von welchen einige auf dem Tyr reiten. Seltene Radierung, qu. fol.
Landschaft mit einer im Vorgrunde befindlichen Mütte und einer nach rechts laufenden Umzäunung. Unten: der Erde: 15.0.3. G. P. H. 3 Z. 5 L., Br. 4 2.
Landschaft mit Gebirgen und einer Stadt in der Ferne, Vorgrunde rechts ist bei hohen Bäumen ein Wagen mit Figuren von drei Pferden gezogen, und von vier bewegten Reitern und 2 Fußgängern mit Hunden begleitet. Ohne Zeichen. H. 8 Z. 3 L., Br. 9 Z. 4 L.
Antiqua Numismata maximi moduli aurea, argentea, ex museo Alexandri S. R. E. Card. Albani in Vatican bibliothecam a Clemente XII. Pont. Opt. Max. translata a Rodolphino Venuto cortenensi Notis illustrata. 2 Bll.
mit 328 Schaumünzen, fol. Auch St. della Bella, J. Silvestre und F. Duflos haben daran gearbeitet.
Füssly spricht noch von einem anderen Blatte mit Abbildung von Münzen, welches ohne Ort und Jahrzahl um 1729 (?) erschienen sein soll, unter folgendem Titel: Numismata aurea maximi moduli, primique duodecim Augusti, ex auro; dudum Romae Coenobio Carthusiae, nunc Viennae Austriae in Gaza caesare. Die Goldmünzen haben den Titel: Aurei nummi XII. Caesar, qui inter eximiae raritatis numismata aliorum imperatorum servantur. Maae in Museo R. R. P. P. Carthusianorum, diese Goldmünzen sind auf ein großes Blatt gestochen. Das Ganze ist sehr selten, da die wenigen Abdrücke auf Befehl des Kaisers unterdrückt wurden.
Dann sagt Füssly, dass man von diesem Piccini auch die Abbildung eines Feuerwerkes kenne, welches 1729 dem französischen Dauphin zu Ehren abgebrannt wurde. Wenn dieses Blatt wirklich von G. Piccini herrührt, so ist es sicher ein anderer.
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