Piazza, Paolo

Piazza, Paolo, oder Cosmus der Kapuziner, Maler von Castelfranco, wird von Bagliocco unter die Schüler des Palma d’Agnello gezählt, wäs dahin gestellt bleibt, dass Piazza mit ihm wenig Ähnlichkeit hat. Piazza hatte aber viele Bilder geliefert, die an innerem Werthe jenem des Palma gleich kommen; Meister ersten Ranges sind aber beide nicht. Piazza war ein guter Praktiker, dessen Kompositionen in jeder Hinsicht gefielen. Er würde Kapuziner, als solcher Pater Cosmus genannt. Zu Rom malte er im großen Saale des Palastes Borghese Ereignisse aus dem Leben der Clotilde, und bei den Conservatori auf dem Capitol eine sehr gelungene Darstellung Christi. Papst Paul V. war ihm sehr gewogen, so wie der Doge Priuli, der ihn ebenfalls beschäftigte. Kaiser Rudolf I. ließ ihn nach Prag ein, wo der Pater vieles malte. Von Prag dürfte er auch nach München gekommen sein, wo Westenrieder und Lipowsky von einem Cosmas Damian erzählen; welchem zwei Altarblätter der Metropolitankirche zuschreiben, das eine die Enthauptung des hl. Paulus, das andere die Marter des hl. Petrus vorstellend. Dieser Cosmus Damian ist mit unserm Pater Cosmus eine Person, der sich einige Zeit in Deutschland aufgehalten haben konnte, weil da einige seiner Werke gestochen wurden. Er starb im 64. Jahre.

Wir haben nach ihm ein großes Blatt mit der Anbetung der Könige, bezeichnet: P. Cosmus capucinus Invenit et Pinxit. — R. Sadeler sculp. Monachii 1621.

R. Sadeler stach nach ihm ein seltenes Hauptblatt, welches den heil. Franciscus an seinem Lager in der Zelle vorstellt, wie er ein Engel mit der Violine erscheint. Ferner stach er Christus der Glorie, die geistlichen Waffen austheilend, den christlichen Glaubensspiegel in drei Blättern: eine heilige Familie mit St. Fridolin und Clara, Christus am Ölberge, und St. Rosa mit dem Jesushirn.

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