Piatti, A.

Piatti, A., heisst bei Heller, Leben Dürer’s, und im Dictionnaire des monogrammes par Brulliot ein italienischer Zeichner; G. Vas- cellini stach nach ihm Statuen- und Gruppen nach der Antike, Duodezblättchen, mit A P del. bezeichnet. Auch ein von Vascel- lini gestochenes Bildnis A. Dürer’s ist mit jenem Buchstaben

le&, Gaetano, Maler von Florenz , wurde geboren, und von V. Sgrilli im Anfangsgründen unterrichtet, bis er zu F. Riviera kam, bei welchem er neun Jahre verlebte. Er malte Bild- nisse, historische und mythologische Darstellungen, Alles mit Bei- fall. Der Grossherzog von Florenz nahm ihn 1761 zur Zeich- ner seiner Gallerie, in der man auch das Bildnis des Künstlers sieht, Starb um 1770. AD S

Mulinari stach nach ihm Scipio ’s Edelmuth, eine reiche Com- position nach einer Zeichnung des florentinischen Cabinets; und M.

cla stach 1720 den heil. Philippus Neri. 3

Wittob, Anna, geborene Bacherini, die Gattin des Obigen, war ebenfalls Malerin, deren wir unter ihrem Geschlechtsnamen erwähnt haben. F. Bartolozzi stach nach ihr das Bildnis der Dichterin Magdalena Morelli, und C. Faucci jenes der Grossherzogin Maria Louise von Florenz,

Yvartob, Giovanni, Maler, geboren zu Venedig 1682, gestorben 1754. Den ersten Unterricht ertheilte ihm sein Vater Jakob, ein guter Bildschnitzler, in der Malerei konnte ihm aber Molinari kaum wenig nützen, so dass er früh auf sich selbst angewiesen war,

zu seyn scheint. In Bologna studirte er hierauf die Werke der Carracci, malte auch einige Bilder, die ganz schlicht und vein

‚4nd, bis er endlich einen anderen Weg einschlug, und Guercino nachzuahmen suchte. Jetzt mühte er sich, durch starken Gegen- salz von Licht und Schatten zu überraschen, was ihm auch gelang, da er die Lichtwirkungen genau studirte; allein die Farbengebung

in seinen meisten Bildern ihr größtes Verdienst Entzögen. Lanzı t, es sei ihnen durch vertieft um- und verwandelt Schatten, ab- gedampfte Lichter, vergelbte Tinten etwas Migsstimmbiges und Un- gestaltetes geblieben, das die blinden Verehrer bewunderten, ohne zu wissen warum; die wohlerhaltenen Gemälde lobt aber selbst weil sie zunächst durch Neüheit und Eigenthümlichkeit ei-

Den schlagenden Eindruck machen., vorzüglich wenn der Gegen- stand etwas Grausiges hat, wie in S. Antonio zu Padua die Ein- führung des Täufers im Gefängnisse, welche damals als das beste gleich- zeitige Malwerk erklärt wurde. Viele seiner Werke aber waren Gegenstände des strengen Tadels; Er ist in hohem Grade manie- risch, nicht selten unedel, und was Einige bei ihm mit Handfertig- keit bezeichneten, nannten andere noch richtiger Nachlässigkeit.

unter sind vorzügliche Stiche;

Dipinti, Giovanni. Des Guten, welches Lanzi, Fiorillo und Göthe im Winckelmann

an ihm finden, ist wenig, und selbst dieses wird von Anderen

beschmälert. Piazetta und Tiepolo waren auf dem Irrwege und

interliessen daher nur geringe Spuren der früheren Tüchtigkeit.

Seine durch Scharlach und Gelb eigens entstellte Farbe widert

nichtig besitzt sehr viele Bilder von ihm; andere, sowohl Gemälde

als Zeichnungen in schwarzer Kreide und weiß gehöht, kam

nach Turin, nach Frankfurt, von wo aus unter Napoleon ein Altarbild

der Himmelfahrt nach Paris geschleppt wurde; nach Dresden,

man noch in der königl. Gallerie Werke von ihm sieht; München,

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