Philip, Michael, Maler und Kupferstecher von Ulm , zwei Künstler dieses Namens, von welchen Weyermann, Neue Nachrichten aus Ulm 1829, einige Nachrichten gibt. Das Geburtsjahr des Vaters ist unbekannt, der Jüngere erblickte aber 1640 das Licht der Welt, und starb 1600. Weyermann kennt von Philipp jun. nur das Bildnis des unten genannten Erzbischofs, und dann zwei Ab-
Bildungen einer Feuerspritze, von Vater und Sohn gestochen. Andere Beiträge zur Vervollständigung ihrer Werke liefert Brullé, welcher Blätter sah, auf welchen ein Monogramm, oder die abgekürzten Namen Mich., Phil. senior pinxit, Mich. Phil. junior fecit, oder Mich. Phi. sculpsit steht. Bruilé glaubt aber, die Künstler heißen Philips und seien englischen Ursprungs; allein es sind die
Gunter "die beiden Ulmer" Philips zu verstehen. Füssli spricht von
einem M. Philippe, nach welchem M. Küsell das Bildnis des J.
Hann Koch von Memmingen gestochen hat. Dies ist wahrscheinlich
wieder einer unserer Künstler.
Philipp jun. hat mehrere Blätter radirt, von welchen einige sehr
zart und geistreich, mit den oben angezeigten abgekürzten Namen
bezeichnet sind.
- Hieronymus Alexander Archiepiscopus Brundusinus et Orlie
nus. MDXXXVI. M. P. junior fecit 1676.
- St. Georg zu Pferd, nach rechts gewendet, durchbohrt den
Drachen mit der Lanze, mit dem Monogramm M. P., &.
Der heil. Petrus in halber Figur mit den Schlüsseln, nach
links gewendet. Im Grunde ist eine Mauer, in Mitte
des Randes liest man: S. PETRVS, rechts: mich. phi. iun.
fecit, 8. |
- Der heil. Paulus in halber Figur mit Buch und Schwert,
nach rechts gerichtet. Das Gegenstück, ohne Namen,
- Susanna im Bade von den Alten überrascht, die links über
die Treppe steigen. Mich. Phi. sculpsit. H. 6 Z. 7L., B
8 Z. 1L. '
Die Malerei, eine weibliche, auf Wolken sitzende Gestalt
mit Pinsel und Palette. Links unten: Mich. Phil. sen. pinx
Bebat; Mich. Phil. junior fecit 1687, fol.
Die Uhr der Kathedrale von Straßburg. Rechts oben auf
der Bandrolle liest man: Horologium Argentinese, Schmuck
excudit. Rechts vorn sind mehrere Figuren in verschiedener
Tracht und Stellung. Auch der abgekürzte Name des Künstlers
ist zu lesen, gr. fol.
Zwei Abbildungen einer Feuerspritze, erfunden von Johann
Osan in Ulm 1681, von beiden Künstlern gestochen.
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