Pforr, Franz — Zeichner und Maler, der Sohn des Obigen, wurde 1788 zu Frankfurt am Main geboren, und von seinem Vater den Anfangsgründen unterrichtet, bis er nach Cassel sich besann, um unter Tischbein’s Leitung sich weiter auszubilden. Ausgebildet mit den herrlichsten Gaben, hatte Pforr schon dort die größten Hoffnungen erregt, fand auch in Wien , wo er von 1809 bis 1810 mit Overbeck und andern berühmten Künstlern lebte, thatweise Bewunderung, im Ganzen aber war daselbst dem Stile jener Meister der akademische Geist nicht günstig. Was damals junge Gemüther bewegte, mit welcher Liebe, mit welcher Auffopferung sie sich zum großen Zwecke der Regeneration der Kunst verbunden hatten, haben wir bereits im Leben des P. Cornelius und des F. Overbeck erwähnt, und fügen hier nur bei, dass Pforr mit jenen einer der begabtesten war, und daher zog er in Rom, wohin er 1810 mit Overbeck und Vogel sich begab, gleich beim ersten Auftreten die Bewunderung der Kunstwelt auf sich, sei es mit einem unvollendeten Bilde, welches Rudolph von Habsburg in Basel vorstellt. Dieses herrliche, geist- und charaktervolle Werk blieb auch für immer unvollendet, denn Pforr wurde in der zweiten Hälfte der Jahre, im Jahre 1812, in Rom eine Beute des Todes. Die Trauer um den geschieden Freund war groß, da der junge Künstler ein in ihm ein rüstiges Werkzeug verlor. Die Ölgemälde des Künstlers sind daher sehr selten, in größerer Anzahl sind noch die Zeichnungen desselben vorhanden. Er componirte eine Folge solcher Blätter aus Goethes Götz von Berlichingen, die der Frankfurter Kunstverein seit 1832 neben andern im Enticho bekannt machte, unter dem Titel: Compositionen aus dem Nachlasse von Franz Pforr, herausgegeben durch den Kunstverein zu Frankfurt am Main. Erstes Heft 1832; zweites und Jetztes Heft 1834; im Ganzen 11 radirte und lithographirte Blätter, zu welchen 1835 als Supplement eine Darstellung aus der Legende nach F. Pforr in Rom 1810, gestochen von F. Ruscheweyh, qu. fol.
Pforten, Ludwig von der. — Phaeax. 223
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