Pettrich, Ferdinand

Pettrich, Ferdinand, Bildhauer und Sohn des Obigen, wurde in Dresden geboren, und auf der Akademie daselbst zum Künstler herangebildet. Hierauf begab er sich nach Italien , um dort seine Studien fortzusetzen, wo ihm jetzt der doppelte Vortheil wurde, dass er im Angesichte so vieler Werke der alten klassischen Kunst seinen Geschmack veredeln, und in Thorwaldsen’s Werkstätte nebenbei auch über das Praktische seiner Kunst die reinsten Aufschlüsse erhielt. Pettrich hielt sich mehrere Jahre in Rom auf, und führte da auch verschiedene Werke aus, die mit besonderem Beifalle belohnt wurden, wie 1823 zwei Reliefs, Tag und Nacht vorstellend, eigene Compositionen. Hierauf sah man von ihm eine ungemein zierliche weibliche Figur, ein sitzendes Mädchen mit der Angelruthe in Lebensgrösse. Die natürlich ungewöhnliche Stellung gibt dieser schönen Gestalt einen eigenen Reiz, der durch die sorgfältige Ausführung aller Theile noch erhöht wird. Der Charakter des Ganzen ist einfach, und der naive Ausdruck ebenso lieblich als wahr. Dann sah man von ihm in Rom noch zwei Basreliefs: Belisar und einen Christus, ferner in Todesengel in carrarischem Marmor.

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