Petrini oder Pietrini, Giuseppe Cav., Maler von Carona im Lugano, war Schüler von G. Boni, und zu seiner Zeit ein Künst- ler von Ruf. Einige behaupten, dass seine Figuren voll Leben und Feuer seyen, und dass er in Behandlung des Schattens dem Rembrandt nachgeahmt habe; Lanzi hingegen bemerkt, dass Petrini ein aus der neapolitanischen Schule entlehntes grünliches, aber da- mals nicht missfälliges Colorit bis zur Ausschweifung getrieben hat. Er wählte nur wenige Figuren, so wie sein Sohn und Schüler Marco, und beide ließen gerne halbe Figuren von Weltweis- sen in Lebensgröße dar, mit Büchern, Landkarten u. s. w., die Köpfe sind aber daran am fleissigsten behandelt. Cav. Petrini arbeitete in Lausanne , zu Morbegno für die Dominikaner, bei den Je- suiten zu Como, zu Turin und Lugano für die Somasker, zu Bellinzona in der St. Rochuskirche, zu Pavia , zu Bergamo u. s. w. Füssli lässt den älteren Petrini im 76. Jahre sterben, Lanzi 1780 im 80. Jahre, und anderwärts finden wir 1775 als sein Sterbe- jahr bezeichnet. Marco starb um 1750.
Bartsch, P. gr. XXI. 320, beschreibt auch ein Blatt von diesem Künstler, welches im Geschmacke von Claude Mellan gestochen ist, wo die Schatten mit einer einzigen Taille bewirkt sind. Der Künstler nennt sich aber da Patrini.
Sanctus Franciscus ordinis Minonum Fundator — große ph Patrini delin. et sculp. 1732. H. 7 Z. Br. 4 Z. 10 L.
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