Petri, Pietro de

Petri, Pietro de, gewöhnlich Peter Maler genannt, wurde im Jahr 1550 zu Brügge in Flandern geboren, wo sich sein Vater, ein geborener Italiener, und wahrscheinlich auch ein Maler, Religion wegen (er war akatholisch) aufhielt. Pietro bildete in den Niederlanden zu einem der geschicktesten Maler seiner Zeit, und ging dann, um sich noch mehr zu vervollkommnen, Reisen. Im Jahre 1574 kam er nach Brünn , wo er die Bekanntschaft des Johann von Boskowitz machte, der ihm — wahrscheinlich für verfertigte Gemälde — einen sogenannten „Vorsagbrief“ auf 500 fl. böhmisch gab, die auf die Stadt Mehrisch-Trübau, wo sich Boskowitz grüsstentheils aufhielt, angewiesen waren. In dieser Stadt liess sich der Künstler auch nieder, wurde dreimal zum Bürgermeister gewählt, und lebte bis an sein Ende in einem deutenden Wohlstand. Nach dem Tode Johann’s von Boskowitz war dessen Neffe, Ladislaus Welen von Zierotin, der zu Trübau eine Menge Gelehrter und Künstler um sich versammelte, und vorzüglichster Gönner, für welchen er unter andern eine Kreuzigung Christi malte, die sich noch erhalten hat. Pietro starb 1610.

Auch ist von diesem Künstler das Portrait des Ladislaus Welen von Zierotin und des Jan von Boskowitz vorhanden. Mehrere Gemälde erwähnt er in einem Inventar der Verlassenschaft, das Hormayr’s Archiv 1823 S. 502 neben obigen Notizen abgedruckt ist.

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