Petri oder Pietri, Pietro Antonio de

Petri oder Pietri, Pietro Antonio de, auch P. A. Pitri ge- nannt, Maler und Kupferstecher , wurde 1665 oder 1671 (nach Lanzi) zu Premia im Navarrischen geboren, anfangs von G. Ghezzi und dann von A. Massarotti unterrichtet, bis er nach Rom sich begab, wo er unter den Schülern C. Maratti’s einen vorzüglichen Rang behauptete, ohne jedoch zu verdientem Ruf zu gelangen. Er war auch von schwächlicher Gesundheit und von übertriebener Beschei- denheit. In seinen Werken erkennt man den Nachahmer Maratti’s, und nur selten bemerkt man einige Hinneigung zu P. da Cor- tona. Petri arbeitete und starb zu Rom, und deswegen nen- nen ihn wohl Einige einen Römer, während Andere einen Spanier an ihn machen. J. H. Frezza stach nach ihm die Himmelfahrt der Maria, und das Bildnis von F. Albani; J. W. Heckenauer die heil. Familie in der Werkstatt Joseph’s beschäftigte, nach ei- nem Bilde der Gallerie von Salzdahlum , dessen Urheber aber Hei- necke Petri de Romano nennt; B. Thibaud den heil. Franz von Xavier, und Caylus mit le Sucur nach einer Zeichnung die heil. Jungfrau mit einigen weiblichen Heiligen, Hell- und Dunkel für Crozat’s Werk eingesetzt; Finlayson Jacob removing the stone from the

Boydel’s Verlag. J. H. Frezza stach nach seinen Zeich- nungen auch die Fresken des F. Albani und S. Badalocchio im Palazzo Verospio. Picturae F. Albani in aede Verospia. Romae 1704.

Petri hat selbst in Kupfer gezeichnet, und in Verbindung mit dem Grabstichel kräftige Wirkung hervorgebracht. Bartsch, P. gr. L 200, beschreibt vier Blätter (No. 1 — 4) von ihm, dieses Verzeichnis ist aber nicht complet.

  1. Die heil. Jungfrau sitzend mit dem Kinde auf dem Schoß, welches den Rosenkranz in der Rechten hält, in ovaler Form. Correte tutti etc. Unten: Pietro de Petri inu. et scul. H. 9 Z. 8 L., Br. 6 Z. 5 L.

  2. Die Seelen im Fegefeuer, auf Wolken die heil. Jungfrau und St. Joseph, etwas tiefer St. Anton, ebenfalls auf Wol- ken. Giuseppe Marini fece Färe per sua Deuotione, e Ded. a. Dio. Pietro A. de Pietri Inven. et sculp. A. 1604. — Con- tr. li. de sup. H. 14 Z. 6 L., Br. 9 Z. 6 L. Im ersten Drucke vor der Dedication, bloß bezeichnet: Petrus de Petri Inven. et sculps. Bartsch kannte keinen solchen Abdruck; Weigel wertet ihn auf 2 Thl. 16 gr.

  3. Ein Titelblatt. Die Malerei, Architektur und Skulptur be- zeugen der Religion ihre Ehrfurcht. Am Altare steht: Aras imagines simulacra deo sanctisque suis extrinid$ ponimus. Oben ist das Wappen des Kardinals Francesco Albani, und die Dedication an denselben. Unten liest man: Disegni di vari altari e capelle etc. Ciro Ferri inucent. — Pietro An- tonio de Pietri sculp., nach C. Ferri. H. 14 Z. 6 L., Br. 12 Z. 2 L. Schön gezeichnet.

  4. Das Bildnis eines Geistlichen in schwarz-weißer Helle, halbe Figur nach links gewendet: Unten ist eine Bandrolle, und eine Inschrift aufzuschmücken, die aber in dem Abdrucke, wel-

chen Bartsch sah, fehlt; handschriftlich aber stand da, dass es das Bildnis des Roger Giovanelli von Veletri eines Sängers der päpstlichen Capelle. Jenes Blatt auch den Namen des Stechers nicht, der aber Pietri soll. H. 4 Z., Br. 2 Z. 10 L.

  1. Der heil. Bernhard Uberti, Bischof von Parma, we- nig durch seine Wunder die grosse Überschwemmung bei dem Fluss hemmt. Der Heilige steht segnend rechts mit dem Schulstab am Ufer, und zwei Engel treiben die We- ge des Flusses zurück, welcher symbolisch als halber Stier gestellt ist. Oben links sieht man Maria in einer Gl mit dem Kinde, unten ist die Dedication an den Cardi- nalen Leonardo Strozzi. Nach C. Maratti, Pietro Antonio de Petri sc. H. 10 Z., Br. 7 Z. 5 L. Dieses schön radirte Blatt kannte Bartsch nicht. Frenzel beschreibt es im Cataloge Sammlung des Grafen Sternberg-Manderscheid.

Der heil. Pilger Famianus Galesius betend am Felsen, während ihm in den Lüften die Apostel Petrus und Paulus scheinen. In einer Cartouche unten: S. S. Petri et F. ... .. Curavit an. Dom., 1705 et. P. de P. J. f._ In rl artiger Einfassung. H. 10 Z. 11 L., Br. 8 Z. 11 L. Hw geistreich radirtes Blatt, nicht im Bartsch. — Graf von S berg besass einen Abdruck.

Ein Engel mit dem heil. Sakramente erscheint dem Lorenz Justiniani, Patriarchen von Venedig, umgeben von vier Heiligen, deren Namen im Rande stehen: Lapri- tius etc., S. Johannes a Capistrano, S. a S. Facunda, Joannes de Deo, S. Paschalis. Weiter unten links man: Pietro Anto. de Petri Inuent e fec., rechts: Al mo de la farina, Si stampano a Mutio H. 11 Z. 1! Br. 8 Z. 11 L. Dieses sehr seltene Blatt kannte Bartsch nur nach der kurzen Anzeige im Cabinet Paignon Dijon.

Bönard im Cataloge Paignon Dijonval erwähnt noch folgen- des Blatt von Petri:

Die Himmelfahrt Mariä, unten die Apostel in Verwunderung.

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